Das perfekte Pad Thai

27. Januar 2015
FacebookTwitterPinterest

Pad Thai

Und gleich eine Erklärung zum Titel: Damit meine ich das für mich perfekte Pad Thai – um nicht allzu anmaßend zu klingen ;-). Nachdem dieser Beitrag etwas ausführlicher ist, ein kurzes Inhaltsverzeichnis vorab:
 
Was kommt in ein authentisches Pad Thai, was nicht?
Welche Zutaten für die Pad Thai Sauce?
Pad Thai Zutaten und deren Ersatz bzw. vegetarische Alternative
Pad Thai Sauce
Schnittknoblauch (chinese chive)
Eingelegter Rettich (preserved radish)
Getrocknete Shrimps
Thai Schalotten
Tofu
Mungbohnensprossen
Erdnüsse
Reisnudeln
Pflanzenöl
Eier
Limetten
 

Ich würde sagen, mit Pad Thai war es Liebe auf den zweiten Blick. Bei meiner ersten Thailandreise beeindruckten mich die thailändischen Bratnudeln wenig. Das Gericht war mir einfach zu simpel, daher stürzte ich mich lieber auf die raffinierten Curries, Papaya Salat und dergleichen. Bei meiner nächsten Reise nach Thailand verhielt es sich anders und ich lernte dieses zu Beginn als „Touri-Essen“ abgestempelte Gericht erneut kennen. Denn obwohl Pad Thai ziemlich einfach zuzubereiten ist (wenn man einmal den Dreh raus hat), gibt es so viele Varianten, dass man nach seinem persönlichen Favoriten lange suchen muss: Mit Shrimps, mit Huhn, vegetarisch, das Ei eingerührt oder  in Omlette-Form die Nudeln umwickelnd, mit dünnen Reisnudeln oder mit breiteren, in süßlicher Sauce, salziger oder säuerlicher, …

 

Das Um und Auf ist neben den richtigen Zutaten die Sauce. Ich habe mein Lieblings-Pad-Thai in einem Foodcourt in Bangkok gefunden – für umgerechnet nicht einmal einen Euro. Ich gebe zu, ich habe dort teilweise gleich zwei Portionen für mich alleine bestellt – und diese waren nicht in Thai-Größe (etwas kleiner als bei uns).
 
****
 

Pad Thai zählt als das thailändische Nationalgericht, unzählige Tonnen dieses, vor allem bei Touristen beliebten Gerichts, werden jährlich verspeist. Der Ministerpräsident Thailands erklärte Pad Thai während des zweiten Weltkrieges zum Nationalgericht – angeblich um den Reiskonsum zu reduzieren, da Reis dringend für Exporte benötigt wurde. Seither feierte das Gericht einen Siegeszug und gilt als das bekannteste und beliebteste thailändische Gericht außerhalb des Landes.

Was kommt in ein authentisches Pad Thai, was nicht?

Zutaten für Pad Thai

Ich habe Pad Thai bisher in vier verschiedenen Kochkursen in Thailand (Norden und Süden) gekocht: Bei den verwendeten Zutaten waren sich die Kochschullehrerinnen immer einig. Lediglich die Sauce unterschied sich leicht im Geschmack – allerdings meist aufgrund unterschiedlicher Gewichtungen der Kernzutaten, die ebenfalls von allen Kochschulen übereinstimmend verwendet wurden: Fischsauce, Tamarinde und Palmzucker.

 

Neben der Sauce kommen folgende Zutaten in ein Pad Thai: Pflanzenöl (kein Oliven- oder Sesamöl), Reisnudeln (ca. 3-5 mm breit), Thai-Schalotten (manchmal durch Thai-Knoblauch ersetzt), eingelegter Rettich (preserved radish), fester Tofu, getrocknete Shrimps, Eier, frische Mungbohnensprossen (bei uns fälschlicherweise oft als Sojasprossen bezeichnet) und Schnittknoblauch (Chinesischer Schnittlauch, chinese garlic chive). Variationen enthalten zusätzlich Hühnerfleisch oder große Shrimps.
 
Serviert wird Pad Thai mit gemahlenen, gerösteten, ungesalzenen Erdnüssen (zB jene, die es in der Schale zu kaufen gibt), einem Limettenviertel, Mungbohnensprossen, Schnittknoblauch und oft noch Chiliflocken und weißem Zucker.

 

Viele Rezepte (meist nicht von Thais) enthalten zusätzlich Karotten, Brokkoli, grüne Bohnen oder Paprika. Gemüse wie diese haben in einem echten Pad Thai nichts verloren, bei anderen stir-fry Gerichten, also Gerichten die kurz bei großer Hitze in einem Wok angebraten werden, können diese Zutaten durchaus zugegeben werden. Sorry, ich bin streng ;-)

Pad Thai Sauce

Pad Thai Sauce

In Supermärkten oder Asia-Shops finden sich mitunter bereits fertige „Pad Thai“ Saucen. Ich bin kein großer Fan dieser Saucen, da ich bisher noch keine gefunden habe, die halbwegs schmeckt. Ich mache sie daher selbst. Wer gerne Pad Thai isst, dem rate ich dringend dazu, die Sauce selbst zu kochen. Ich gebe zu, das ist mit etwas Aufwand verbunden, dieser lohnt sich aber auf jeden Fall. Eigentlich ist nur die Zubereitung der Tamarind Paste aufwändig (hier genau erklärt), der Rest ist in Sekunden fertig.


 

In einer Pad Thai Sauce findet man nur drei Zutaten: Fischsauce, Tamarinde und Palmzucker. Trotzdem können sich die Saucen geschmacklich deutlich voneinander unterscheiden. Was die Fischsauce betrifft, gibt es unterschiedliche Marken, die unterschiedlich schmecken (einmal fischiger, einmal salziger). Tamarinde wird in unterschiedlichen Formen und Konzentrationen angeboten: Flüssig, breiartig, verwässert, konzentriert. Und auch der Palmzucker ist in unterschiedlichen Varianten erhältlich: dunkelbraun in Form eines harten Blocks oder beige-farben und stichfest-weich, unterschiedlich ausgeprägte Karamell-Aromen,…

 

Für die Zubereitung der Sauce mischt man alle Zutaten und erwärmt sie, entweder in einem kleinen Topf auf dem Herd oder in der Mikrowelle, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Den Palmzucker, sofern in Blockform, vorher fein schneiden, damit er sich schnell auflöst. Wer vermeiden möchte, dass die ganze Wohnung nach Fisch riecht, erwärmt nur Tamarind und Zucker und rührt die Fischsauce erst später ein. Wird die gesamte Sauce sofort verwendet, nicht kochen, da sie sonst eindickt – sie ist bereits konzentriert genug. Wer gleich eine größere Menge Sauce zubereitet und sie nicht sofort aufbraucht, soll sie kurz aufkochen. Auf diese Weise ist sie einige Wochen im Kühlschrank haltbar.

Pad Thai Zutaten ersetzen / vegetarisieren

Pad Thai Sauce
 

Sollte eine der Saucen-Zutaten – Palmzucker, Fischsauce und Tamarind – nicht erhältlich sein oder benötigt man vegetarischen Ersatz für die Fischsauce, können notfalls Zutaten ausgetauscht werden, meist jedoch zulasten der Qualität bzw. des authentischen Geschmacks.

 

Den Palmzucker zu ersetzen, ist für mich noch am ehesten vertretbar. Auch die Fischsauce, wenn es denn sein muss. Tamarind zu ersetzen, ist schwierig.

 

Zum Zucker: Ich habe an den Straßenständen in Thailand hin und wieder die Verwendung weißen Zuckers bemerkt, wenn die Saucen-Zutaten nicht bereits im Voraus gemixt wurden. Im Normalfall bereiten Straßenköche die Sauce bereits zu Hause zu, da dies einfacher, exakter und weniger stressig als vor Ort während des Kochens ist. Ist dies nicht der Fall (sehr selten) werden die Zutaten einzeln während des Kochens hinzugefügt – abschmecken ist hierbei nicht möglich. Dabei haben die Köche mitunter weißen Zucker verwendet – die Resultate waren immer passabel.
 

Ein besserer Ersatz für Palmzucker ist jedoch brauner Zucker. Jede Art von braunem Zucker weist eine karamellige Note auf und schmeckt daher ähnlich wie Palmzucker. In einem der Kochkurse wurde weißer Zucker gemeinsam mit Molasse verwendet um das karamell-Aroma nicht zu verlieren, in den restlichen Kochkursen immer Palmzucker.

Palmzucker

Palmzucker ist in diversen Formen und Farben erhältlich. Vor Verarbeitung ist es ratsam, ihn fein zu schneiden, damit er sich schneller in der Flüssigkeit auflöst.

Obwohl ich lange Zeit keinen Fisch aß, da ich sehr empfindlich auf den „fischigen“ Geruch bin, habe ich mich daher lange geweigert, Fischsauce zu verwenden. Fischsauce ist der Inbegriff von fischigem Geschmack, basiert sie doch auf fermentiertem Fisch. In Thailand ist mir nie ein Pad Thai untergekommen, das einen fischigen Geschmack hatte – obwohl Fischsauce verwendet wird. Dieses Aroma verliert sich offenbar deutlich.

 

Generell wird Fischsauce vor allem wegen ihrer salzigen Note verwendet. Vegetarier können Fischsauce mit heller Sojasauce (light soy sauce) ersetzen. Diese Art Sojasauce ist dünnflüssiger und heller (nein, light heißt hier nicht kalorienreduziert oder gar salzreduziert), und schmeckt etwas salziger. Auch „mushroom soy sauce“ ist ein guter Ersatz. Bei beiden Produkten am besten zu Thai-Produkten greifen. Zur Not kann auch dunkle Sojasauce verwendet werden.
 
Von einigen thailändischen Köchen wird empfohlen, Salz als Ersatz für Fischsauce zu verwenden. Ich habe daher probiert Wasser und Salz zu Tamarind und Zucker zu mischen – mit gutem Ergebnis. Wenn ich zu Hause Pad Thai koche, verwende ich meist helle Sojasauce oder Mushroom Sojasauce. Mit dem Geruch der Fischsauce kann ich mich leider immer noch nicht ganz anfreunden.

Tamarindpulp für Pad Thai

Tamarinde habe ich bereits einen eigenen Beitrag gewidmet, daher an dieser Stelle nur kurz. Ich finde Tamarind lässt sich am schwierigsten von den drei benötigten Zutaten ersetzen. Ich verwende konzentrierte Tamarinden Paste, hergestellt aus gepressten Tamarindenfrüchten (Rezept hier). Wer keine Zeit oder Lust dazu hat, kann auch zu Fertig-Pasten, Konzentraten etc. greifen. Es ist immer noch besser die Sauce selbst zu machen und eine gekaufte Tamarindpaste zu verwenden, als gleich eine Fertig-Pad-Thai Sauce zu verwenden.

 

Für jene, die noch nie ein Pad Thai gegessen haben und daher nicht wissen wie es schmecken soll, wird die Dosierung schwierig, weil die Tamarind-Produkte unterschiedlich verwässert/konzentriert sind. Die Sauce soll ausgewogen süß, sauer und salzig schmecken, falls das hilft. Im äußersten Notfall kann die Tamarinden Paste mit einer Mischung aus Essig und Wasser (2:1) ersetzt werden.

 

Immer nur eine der drei Zutaten ersetzen – sonst erhält man schlussendlich eine Mischung aus Essig, Salz und Zucker. Das ist keine Pad-Thai Sauce mehr…

Pad Thai Sauce

Restliche Zutaten

Pad Thai lässt sich leicht vegetarisch zubereiten. Shrimps und gegebenenfalls Huhn weglassen und die Fischsauce wie oben beschrieben durch Sojasauce oder gesalzenes Wasser ersetzen. Die restlichen Zutaten sind ohnehin vegetarisch. Update 18.09.2019: Hier findet ihr ein Rezept für ein schnelles, vegetarisches Pad Thai mit Tofu.

 

Manche der folgenden Zutaten waren für mich in Österreich (Wien) nur schwer oder gar nicht zu finden, obwohl ich ziemlich alle Asia-Läden und Thai-Shops abgegrast habe. Die Zutaten sind nach Verfügbarkeit geordnet (am schwierigsten erhältliche Zutaten zu Beginn).

Schnittknoblauch - Chinese Chive

Schnittnkoblauch (chinesischer Schnittlauch, chinese chive) hat im Gegensatz zu Schnittlauch und Frühlingszwiebelgrün flache (keine hohlen) Stängel.

Schnittknoblauch für Pad Thai

Für Pad Thai wird Schnittknoblauch in rund 2-3 cm lange Stücke geschnitten (rechts). Der untere Teil dient als Garnitur (links).

Schnittknoblauch (chinese chive): Diese Zutat habe ich bisher nicht gefunden, und das, obwohl Schnittknoblauch ja auch in Österreich heimisch ist. Manchmal kann man Glück haben und auf einem der Wochenmärkte (bzw. am Naschmarkt) unter den vielen Kräutern einen Topf Schnittknoblauch entdecken. Ich habe mir die Samen online bestellt und baue ihn jetzt selbst an. Update 18.09.2019: Der Schnittknoblauch wächst nach wie vor auf dem Balkon.

 

Außerhalb Thailands findet man in Pad Thai meist keinen Schnittknoblauch – häufig wird er mit dem Grün von Frühlingszwiebeln oder normalem Schnittlauch ersetzt. Diese haben beide hohle Stängel, im Gegensatz zum Schnittknoblauch, der flach ist. Wenn ich ihn nicht finde, lasse ich ihn eher ganz weg, anstatt normalen Schnittlauch oder Frühlingszwiebelgrün zu verwenden. Der untere Teil (ca. 8 cm) wird für die Garnitur verwendet, der obere Teil der Stängel in 2-3 cm lange Stücke geschnitten und kommt direkt in das Pad Thai.

Konservierter Rettich

Eingelegter Rettich (preserved radish) – die süße Form ist der salzigen vorzuziehen. Meist hat man jedoch ohnehin keine Auswahl.

Eingelegter Rettich: Ich habe in Wien genau einen Shop gefunden, der diese Zutat führt: der kleine Thai-Shop in der Schweglerstraße (15. Bezirk). Diese Art Rettich wird entweder in Strängen angeboten (so habe ich ihn gefunden, siehe Bild) oder bereits klein geschnitten. Original verpackt muss er nicht gekühlt werden (angebrochen im Kühlschrank lagern) und befindet sich daher in Asia-Märkten nicht in der Kühlabteilung.

 

Dieser Rettich hat eine braune Farbe und wird entweder süß oder salzig angeboten. Die süße Art ist zu bevorzugen, allerdings kann man bei dem spärlichen Angebot im deutschsprachigen Raum nicht wählerisch sein. Ich habe aus Mangel an Alternativen die salzige Variante gekauft, wobei der Rettich nur sehr dezent gesalzen war. Falls er sehr salzig schmeckt, in Wasser abspülen und abtrocknen. Nur eine kleine Menge dieses Rettichs wird klein geschnitten für Pad Thai benötigt – dh. jene, die keine Pad Thai Experten sind, werden nicht merken, dass etwas fehlt. Pad Thai Kenner unter Umständen schon, wenn der „Biss“ fehlt.
Update 04.02.2019: Hin und wieder verwende ich statt dem eingelegten Rettich einen Esslöffel mit grob gehackten Erdnüssen – für den „Biss“.
 

Getrocknete Shrimps: Diese kleinen, getrockneten Shrimps sind Bestandteil fast jedes Bangkoker Pad Thais – allerdings in kleinen Mengen. Sie müssen vor der Verwendung in Wasser eingeweicht werden, sonst sind sie zu fest. Wer sie nicht findet, kann sie ersatzweise weglassen.

Thai Schalotten

Thai Schalotten sind kleiner als die bei uns üblichen Schalotten und weisen eine lila Farbe auf. Sie können durch normale Schalotten ersetzt werden.

Thai Schalotten: Sind etwas kleiner als die im deutschsprachigen Raum üblichen Schalotten und haben eine lila Farbe. Sie können durch normale Schalotten ersetzt werden. In allen von mir besuchten Kochkursen wurden diese Schalotten verwendet. Andere Thai-Rezepte ersetzen Thai-Schalotten durch Thai-Knoblauch oder verwenden beides.

 

Tofu: Für Pad Thai wird fester Tofu (ohne „Luftlöcher“) verwendet. Je fester, desto besser, um beim Rühren nicht in Teile zu zerfallen. In Asia-Märkten findet man oft eine  außen gelb eingefärbte Sorte. Dieser ist die beste Wahl. Der Tofu wird in kleine Stücke mit rund 1 cm Seitenlänge geschnitten. Bitte nur Natur-Tofu ohne Geschmack verwenden – kein Räuchertofu, kein Thai-Spice-Tofu.

 

Mungbohnensprossen: Hierzulande werden Mungbohnensprossen oft als Sojasprossen verkauft, obwohl es sich tatsächlich um Mungbohnen handelt.  Ohne Sprossen kein Pad Thai. Sie sind eine essentielle Zutat, die nicht weggelassen werden kann.

 

Erdnüsse (zum Servieren): Pad Thai ohne geriebene (oder gehackte) Erdnüsse? Unvorstellbar! So unmöglich das jetzt klingen mag: Ich finde die Erdnüsse genauso wichtig wie Eier oder Mungbohnensprossen, auch wenn sie nicht direkt in das Pad Thai kommen (bzw. nur als Rettichersatz, siehe oben), sondern „nur“ zum Servieren gereicht werden. Es werden geröstete, ungesalzene! Erdnüsse verwendet. Im Notfall können auch noch mild gesalzene Erdnüsse verwendet werden – aber bitte keine normal gesalzenen, diese schmecken zu salzig.

Mittlerweile verkaufen fast alle Supermarktketten bzw. Drogeriemärkte ungesalzene, geröstete Erdnüsse. Einfach danach Ausschau halten.

Reisnudeln für Pad Thai

Reisnudeln: Am besten eignen sich getrocknete Reisnudeln (keine Eiernudeln verwenden), die 3-5 mm breit sind. Ich bevorzuge 3 mm breite Nudeln (im Bild). Diese Nudeln sind in den meisten Supermärkten erhältlich, oft sogar unter der Bezeichnung „Pad Thai Nudeln“. In Asia-Shops findet man diese Nudeln ohnehin.

 

Die Nudeln sollen für die Verwendung in Pad Thai nicht gekocht werden, da sie dadurch leicht klumpen. Ich lege sie für 10-20 Minuten in warmes/heißes Wasser ein (so heiß, dass man gerade noch ins Wasser greifen kann, rund 45-50 °C). Danach sollten sie so weich sein, dass sie sich um einen Finger wickeln lassen. Absieben und verwenden. Wer sie in kaltes/temperiertes Wasser einlegt, wie oft empfohlen wird, muss mit rund 1½ Stunden Einweichzeit für 3 mm breite Nudeln rechnen. Dieser Schritt ist wirklich wichtig, da die Nudeln ansonsten beim kurzen Anbraten nicht gar werden.

 

Pflanzenöl: Das verwendete Öl sollte möglichst geschmacksneutral und hoch erhitzbar sein. Laut einer meiner Kochlehrerinnen kein Oliven- oder Sesamöl verwenden.

 

Zutaten, die nicht erwähnt wurden (also überall erhältlich sind), aber unter keinen Umständen fehlen dürfen: Eier und Limetten zum Servieren.

Pad Thai - Thai Streetfood

Und jetzt: Genießen!  Übrigens essen Thais kaum mit Stäbchen. Für Gerichte wie Pad Thai verwenden sie Gabel und Löffel, wobei sie die Gabel dazu verwenden, die Nudeln auf dem Löffel zu platzieren und mit dem Löffel essen.

 

Das perfekte Pad Thai

Ergibt 2 Portionen

Das perfekte Pad Thai

Rezept für ein authentisches Pad Thai, entwickelt mithilfe mehrerer Kochkurse und Thailand-Reisen. Der Knackpunkt: Die richtige Pad Thai Sauce.

Zutaten

  • 1 ½ EL geschmacksneutrales Pflanzenöl (kein Sesam- oder Olivenöl)
  • 2 gehäufte EL (Thai-)Schalotten, fein gewürfelt (25 g)
  • 100 g fester Tofu, würfelig geschnitten (1 cm Seitenlänge)
  • 2 EL konservierter Rettich (preserved radish), sehr fein geschnitten (15 g) (falls nicht erhältlich, weglassen)
  • 2 Eier, leicht verquirlt
  • 110 g getrocknete Reisnudeln, 3 mm breit, 10-20 Min. in warmes Wasser (45-50°C) eingelegt
  • 40 ml (4 EL) Pad Thai Sauce
  • 6 Stängel (à mehrere Halme) Schnittknoblauch (chinese chive), in 3 cm lange Stücke geschnitten, untere 8 cm zum Servieren (falls nicht erhältlich, weglassen)
  • 80 g frische Mungbohnensprossen, auch als Sojasprossen bekannt, gewaschen und abgetropft
  • 2 TL getrocknete, gesalzene kleine Shrimps (Vegetarier weglassen)
  • Für die Pad Thai Sauce (4 Portionen, ca. 90 ml)
  • 50 g zerkleinerter Palmzucker (6 EL), ersatzweise 50 g (5 EL) brauner Zucker
  • 40 g (4 EL) Fischsauce
  • 33 g (3 EL) Tamarinden Paste, siehe Rezept (ersatzweise 2 EL Weißweinessig und 1 EL Wasser)
  • Vegetarische Pad Thai Sauce (4 Portionen)
  • 45 g zerkleinerter Palmzucker (5 EL) , ersatzweise 45 g (4 ½ EL) brauner Zucker
  • 40 g (4 EL) helle Sojasauce (light soy sauce), Pilz-Sojasauce (mushroom soy sauce) oder 6 g (1 ½ TL) Salz + 40 g (4 EL) Wasser
  • 33 g (3 EL) Tamarinden Paste, siehe Rezept (ersatzweise 2 EL Weißweinessig und 1 EL Wasser)
  • Zum Servieren
  • Limette in Spalten
  • 4 EL geröstete, ungesalzene Erdnüsse, gemahlen oder zerkleinert (Mörser, Handreibe, Blitzhacker)
  • Frische Mungbohnensprossen, gewaschen und abgetropft
  • Schnittknoblauch, die unteren 8-10 cm (optional)
  • Chiliflocken (optional)
  • Weißer Kristallzucker (optional)

    >> EL/TL sind immer gestrichen, wenn nicht anders angegeben, siehe verwendete Maßeinheiten

Zubereitung

    VORBEREITUNG
  1. Reisnudeln: Die Nudeln in heißes Wasser (ca. 50 °C) einlegen, bis sie so weich sind, dass sie sich leicht um den Finger wickeln lassen, danach absieben. 3 mm breite Reisnudeln benötigen rund 10-20 Minuten, breitere Nudeln etwas länger. Oft wird vorgeschlagen, die Nudeln in kaltes Wasser einzulegen – hierbei muss man mit rund 1,5 Stunden rechnen, um sie verwenden zu können. Von einem kurzen al dente Kochen (2-3 Minuten) rate ich ab, da die Nudeln später leicht zusammenkleben und die Handhabung sehr schwierig wird.
  2. Pad Thai-Sauce: Alle Zutaten für die Sauce gut vermengen, in einem kleinen Topf kurz bei niedriger Hitze erwärmen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und beiseite stellen (funktioniert auch in der Mikrowelle). Damit sich der Zucker schneller auflöst, harten Palmzucker fein hacken. Die Sauce nicht kochen lassen, sonst dickt sie ein und wird zu konzentriert. Am besten immer gleich die doppelte oder dreifache Menge kochen, da die Sauce, wenn sie aufgekocht wird, rund 1 Monat im Kühlschrank haltbar ist bzw. sich gut zum Einfrieren eignet.
  3. Getrocknete Shrimps: Diese rund 15 Minuten in temperiertes Wasser einlegen, bis sie weich sind.
  4. ZUBEREITUNG
  5. Öl in einer breiten Pfanne oder einem Wok erhitzen und Schalotten bei hoher Hitze für 30 Sekunden leicht anschwitzen.
  6. Tofu, klein geschnittenen Rettich und getrocknete Shrimps dazugeben und für weitere 30 Sekunden bis 1 Minute mitbraten. Die Schalotten sollen nicht braun werden.
  7. Die Eier zugeben, alles durchmischen und bei hoher Hitze unter ständigem Umrühren solange anbraten, bis sie durch sind. Das Ergebnis sollen kleine Stücke Ei und Tofu sein (kein Omelette).
  8. Ei-Tofu-Mischung im Wok auf eine Seite schieben oder aus dem Wok auf einen Teller geben und beiseite Stellen.
  9. Reisnudeln gemeinsam mit 4 EL Pad Thai-Sauce in den Wok geben und für 30 Sekunden bis 1 Minute bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren garen. Eine Nudel probieren ob sie bissfest ist – sollte sie zu fest sein, noch ein wenig länger garen. Falls die Nudeln trocken werden oder zusammenkleben, 1-3 Esslöffel Wasser (nie mehr) unterrühren.
  10. Die Ei-Mischung mit den Nudeln durchmischen. Schnittknoblauch und Sprossen unterheben und für rund 30 Sekunden bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren mitbraten.
  11. Auf Tellern anrichten und mit gemahlenen Erdnüssen, einer Limettespalte, frischen Sprossen, einigen Stängeln Schnittknoblauch, Zucker und Chiliflocken servieren.

Tipp

Pad Thai nie für mehr als 2 Personen gleichzeitig zuzubereiten. Um das beste Ergebnis zu garantieren, bereiten auch die Straßenköche in Thailand dieses Gericht üblicherweise portionenweise, höchstens aber für zwei Personen zu.

https://www.tasteoftravel.at/das-perfekte-pad-thai/

Hast du dieses Gericht nachgekocht? Hier könnte dein Ergebnis gezeigt werden. 
Schicke dazu einfach ein Bild an [email protected]

pad thai von userin gekocht
Leoni hat Pad Thai gekocht: "Zum ersten Mal ausprobiert und gleich gelungen. Schnittknoblauch habe ich zwar nicht gefunden, es hat aber auch ohne super geschmeckt.






Original Pad Thai wie in Thailand
Christopher: "Hallo Ursula, Ich habe bereits einige deiner Rezepte nachgekocht. Besonders das Pad Thai wird hervorragend. Bisher das einzige Rezept was auch nach Pad Thai schmeckt."




Pad Thai wie in Thailand
Juliane: "Hallo ursula, Frisch aus dem thai urlaub zurück musste ein gutes pad thai auf den tisch, man kann ja nicht immer essen gehen 😁 Noch auf dem liegestuhl das rezept gefunden, heute beim thai laden meines vertrauens gewesen, inkl china knoblauch und rettich (süss) alles gefunden. Knoblauch allerdings nicht gekauft, weil die packung so gross war. Nach gekocht, brandblase geholt, fast ausgeflippt vor freude. Die fertig pad thai sosse flog in hohem bogen in den müll. Das rezept is super, ich übe nun und werde bald auch mal fleisch oder garnelen reinmachen. Tofu is zum häuserbauen. Vielen dank, Juliane " Das beste Pad Thai nach einem Rezept von Taste of Travel
Sabine: "Liebe Ursula, anbei meine Version durch Dich inspiriert. Ich habe lange in Bangkok gelebt und bin Pad Thai addicted! Liebe Grüße aus Leipzig, Bine aka meandmr.right" Pad Thai nach einem Rezept von Taste of Travel
Marion: "Liebe Ursula, Das Pad Thai Rezept ist spitze. Konservierten Rettich habe ich leider nicht bekommen. Schnittknoblauch wächst zum Glück bei meinen Nachbarn in Hülle und Fülle :) Statt Schalotten nahm ich eine rote Jungzwiebel aus Eigenanbau. Zusätzlich habe ich noch feine Karottenstreifen hinzugefügt. Hühnerfleisch war auch mit drinnen. Es schmeckte meinem Mann und mir besser als bei unserem Lieblings-Thai-Lokal. War mehrmals in Thailand - aber so gut habe ich es nirgends in Erinnerung. Danke für das tolle Rezept!! Das wird jetzt regelmäßig am Speiseplan stehen :-P LG, Marion"

 

 

 

 

 

 

Das perfekte Pad Thai zuletzt geändert: 18 September 2019 von Ursula

53 Gedanken zu „Das perfekte Pad Thai

  1. angel goldmann

    die sauce ist allererste sahne. ich habe die vegetarische variante gemacht. wunderbar, perfekt, genial! ich habe sie noch nie mit tamarinde gemacht. der rettich gibt dem eigemisch den perfekten kick. danke für das wirklich perfete pad thai.

    Antworten
  2. Jeannette

    Seit längerem genieße ich in meinem asiatischen Lieblingsrestaurant das Pad Thai so sehr, dass ich täglich davon essen könnte. Dank diesem wirklich fantastischen „perfekten“ Rezept gelang mir gleich von Beginn weg eine sehr leckeres Pad Thai. Vielen herzlichen Dank.

    Antworten
  3. Alexander Hammerschmied

    Dein Phad Thai Rezept und der Artikel dazu sind großartig. Echt Spitze! Ich mache es meistens einfach mit Jungzwiebel statt Schnittknoblauch. Schmeckt nicht ganz so original, ist aber auch super für eine schnelle Speise zwischendurch. Die Soße ist so einfach und wirklich toll beschreiben. Vielen Dank dafür. Ich hab zwar nicht viele Leser, aber ich baue trotzdem einen Link in einen Bangkok Artikel auf meinem Blog ein. LG, Alex

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Alexander, vielen lieben Dank fürs Verlinken ;-)
      Frühlingszwiebelgrün passt auch gut als Ersatz für Schnittknoblauch. Da kann da jedern nach Geschmack experimentieren. Mir hat mein erster Bangkok-Aufenthalt übrigens auch überhaupt nicht gefallen und ich habe mir damals geschworen, nicht mehr in diese Stadt zurückzukommen. Schlussendlich habe ich dann Wochen in Bangkok verbracht – auch in Sukhumvit…. LG, Ursula

      Antworten
  4. Michael

    Hallo Alex,

    kann man die Nudeln auch warmhalten? Im Ofen oder in einem Behälter? Oder kleben die Nudeln dann an und werden matschig. Ich mache eine Party und da kommen nicht alle Gäste gleich und ich möchte das Gericht vorkochen.
    Kann man als Alternative Weizennudeln nehmen?

    Danke Dir

    Gruß, Michael

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Michael, Auch wenn die Frage nicht an mich gerichtet war, will ich versuchen sie zu beantworten. Die Nudeln in gekochtem Zustand warmzuhalten ist schwierig, da sie zusammenkleben. Ich würde sie wahrscheinlich in heißem/nur ganz leicht kochendem Wasser etwas unter Al dente kochen und dann bis zur Verwendung in kaltes Wasser legen. Dann kannst du sie partienweise aus dem kalten Wasser nehmen und verwenden. Ich habe das noch nie gemacht, aber es sollte eigentlich funktionieren. Du musst allerdings darauf achten, die Nudeln wirkich nicht fertig zu kochen, sogar al dente ist schon etwas zu viel.
      @Weizennudeln: Reisnudeln werden in Thailand für Pad Thai verwendet – aber du kannst natürlich auch andere Nudeln verwenden. Vielleicht findest du ja welche, die rund 3mm breit sind. Das wäre ideal.

      Antworten
  5. Priska

    Ich bin überglücklich diesen Blog gefunden zu haben :)
    Habe 1,5 Jahre in Thailand (am meisten in Chiang Mai) verbracht.
    Ich vermisse das Essen sehr und bin immer dran so authentisch wie möglich die Rezepte zu Hause nachzu kreieren.
    Weiter so!
    Beste Grüße

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Priska! Das freut mich aber. Oh, wie ich das thailändische Essen vermisse. Ich war zwar nicht so lange wie du in Thailand (ca. 2 Monate), aber die Küche beeindruckt ja schnell. Ich hab von Chiang Mai bis Bangkok und Koh Chang 4 Kochkurse besucht, damit ich das dann zu Hause so einigermaßen hinkriege. Ich muss sagen, das war eine gute Anlage ;-) Und jetzt hätt ich gerne ein grünes Curry ;-))

      Antworten
  6. entegut

    Schnittknoblauch gibt es bei Prosi und auch bei Yip Hint in der Neulerchenfelder Straße.
    Tolles Rezept und toll beschrieben! Danke!

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Danke für die Info entegut! Ich hab mal probiert ihn selber zu ziehen, ist aber sehr mickrig ausgefallen. Vielleicht sollt ich es trotzdem wieder einmal versuchen…

      Antworten
  7. Pia

    Hallo Ursula,
    ich bin gerade zufällig auf deinen tollen Blog gestoßen als ich auf der Suche nach einem authentischen Pad Thai Rezept und einem Rezept für Kaya war.
    Ich war bis Mitte letzten Jahres für ein Jahr mit meinem Freund auf Reise und wir haben auch ein paar Kochkurse gemacht und einige Rezepte gesammelt. Ein paar Reiserezepte fehlen mir allerdings noch, da muss ich doch glatt mal ein paar von deinen ausprobieren ;-) allen voran natürlich dieses hier.
    Hast du zufällig auch ein gutes Rezept für Pao de Queijo (brasilianische Käsebällchen)? Hierfür fehlt mir noch ein gutes Rezept.
    Ansonsten echt toller Blog! Da möchte man direkt wieder losreisen :-)
    Beste Grüße!

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Pia! Schön dass du meinen Blog gefunden hast. Ich hoffe dass dir das pad thai genauso gut schmeckt wie mir ;-)
      @ Pao de queso: Das ist ja ein Zufall, ich hab schon die Fotos gemacht und auch das Rezept hab ich fertig entwickelt. Wird also in ein paar Wochen online gehen. Ich bin total süchtig nach den Dingern. Brasilien ist eines unserer Lieblings-Reise Länder. Mein Mann hat ein Jahr in Brasilien gearbeitet und unsere letzte Brasilien-Reise ist in den Amazonas gegangen. Die Pao de queso waren unsere ständigen Reisebegleiter. Ich hatte immer wieder einmal probiert, sie zu hause zu machen, aber so richtig gut geworden sind sie erst kürzlich. Ich hoffe du probierst noch ein paar Rezepte vom Blog aus, LG Ursula

      Antworten
      1. Pia

        Hallo Ursula!
        Das ist ja Klasse! Was für ein Zufall!
        Ja, wir waren auch total süchtig nach den Dingern! Beim Frühstück in Hostels und Hotels musste man immer aufpassen, dass man noch welche abbekam ;-)
        Bin sehr gespannt auf dein Rezept dazu! :-)
        Viele Grüße!

        Antworten
          1. Pia

            Hallo Ursula!
            Sehr schön!!! :-) Die muss ich demnächst mal ausprobieren. Die waren in Brasilien immer der Hammer und wir waren wirklich süchtig danach!

            Wir haben übrigens dein Pad Thai vor ein paar Wochen mal ausprobiert. Super Rezept!!! Und wirklich nicht schwer, wenn man mal alle Zutaten zusammen hat. Nur die Sauce war uns ein wenig zu süß. Nächstes Mal nehmen wir einen EL weniger Zucker und einen EL mehr Tamarindenpaste, dann sollte es für uns passen.

            Auch dein Paneer Tikka Masala haben wir letztes Wochenende ausprobiert. Dass man den Paneer so einfach selber machen kann, war mir gar nicht bewusst, das gibt es öfter mal. Dazu hatten wir natürlich frisch gemachtes Naan Brot und zum Glück einen Lassi (mein Freund hatte nämlich nicht gerade gespart mit dem Chili). Insgesamt war’s echt Spitze und das ausgiebigere Kochen hat sich wirklich gelohnt!

            Also weiter so, werde bestimmt noch einige Rezepte von dir ausprobieren! :)

          2. Ursula Artikelautor

            Super!! Schön zu hören ;-) Bzgl. der Pad Thai Sauce muss jeder „sein“ Ding finden, aber solange man ein gutes Basisrezept hat, kann fast nix mehr schief gehen. Ich „säuere“ es mir dann mein Pad Thai immer ziemlich viel mit Limettensaft, das mag ich total. Und Erdnüsse kommen bei mir auch immer zur Genüge drauf ;-). Ja, Paneer lässt sich wirklich sehr leicht selbst machen, kaum zu glauben. Schön, dass ihr immer wieder etwas auf dem Blog findet!

  8. Eva Kirchberger

    Hallo Ursula,
    war lange im Internet auf der Suche nach einem guten Pad Thai Rezept und bin auf deiner Seite hängen geblieben, wer schon des Öfteren in Thailand in Hinterhof Gassen Pad Thai gegessen hat, weiß wie es schmecken soll. Dein Rezept ist wunderbar, das können 6 Mädels bestätigen die ich zum Essen eingeladen hatte. Ein voller Erfolg, allen hat es geschmeckt. Ich habe viel Lob bekommen und davon möchte ich dir etwas weitergeben. Ist ja auch ein bisschen dein Verschulden, dass es so gut gelungen ist. Also vielen lieben Dank dafür!
    Liebe Grüße aus München

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Eva,
      Das ist ja toll! Es freut mich total dass euch mein Pad Thai Rezept zusagt. Ich bin ja total süchtig danach…. und Tom Kha, und Thai Curries ;-) Eine Pad-Thai Mädels Runde hört sich übrigens genial an!

      Antworten
  9. Niki Melnitzky

    Hallo Ursula,

    unglaublich, da schreibt eine „mein“ Pad Thai Rezept in ihren blog :), ausgezeichnet.
    Als Ergänzung: da ich den originalen Rettich nicht bekommen habe, nehme ich eingelegten japanischen, der, der sehr gelb ist. Kauft man vakuumiert im Ganzen oder in Scheiben, da man ja nur wenig braucht, kommt der Rest mit der Lake in ein Marmeladeglas in den Kühlschrank, hält sehr lange. Ist knackig und süß-sauer, soweit der beste Ersatz.
    Ausserdem kommt auch etwas fein gehackter Knoblauch zusammen mit den Schalotten rein.

    Und falls mal was über bleibt (ok, fast nie), kann man den Rest in zusammen mit einem Salatblatt in ein Frühlingsrollen Reisblatt wickeln.

    lg, Niki

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Haha, das freut mich wenn wir den selben Geschmack haben ;-)) Den gelben Rettich hab ich schon öfter gesehen, aber noch nie ausprobiert. Das nächste Mal wenn ich ihn sehe, kauf ich ihn! Danke für den Tipp.

      Antworten
  10. me

    Liebe Ursula, ich habe viele Jahre in BKK gearbeitet. Und wenn ich abends nach Hause gegangen bin, dann habe ich mir oft bei meiner Pad Thai Lady noch etwas mitgenommen. Sie kannte mich und hat immer auf mich gewartet, wenn ich mal nicht da war.
    sawasdee ka! aus Leipzig!

    Antworten
  11. Gustav Eder-Neuhauser

    beim Nachkochen der Padthai Sauce bin ich überrascht gewesen wieviel Zucker da reingehört!
    Oder hab ich mich da verrechnet? Doppel soviel Zucker wie Tamarinden Paste?
    50 g zerkleinerter Palmzucker (6 EL), ersatzweise 50 g (5 EL) brauner Zucker
    40 g (4 EL) Fischsauce
    33 g (3 EL) Tamarinden Paste, siehe Rezept (ersatzweise 2 EL Weißweinessig und 1 EL Wasser)
    Gustl vom Ötscher

    Antworten
    1. Ursula Schersch Artikelautor

      Lieber Gustl vom Ötscher ;-)
      Ja, die Angaben stimmen schon so. Pad Thai schmeckt leicht süßlich – allerdings gleicht sich das durch die saure Tamarinden-Paste wieder aus, wodurch es nicht allzu süß schmeckt. Du kannst gerne probieren, den Zuckeranteil etwas zu reduzieren, aber ich bin bei meinem Versuchen genau auf dieses Verhältnis an Zutaten gekommen, damit es schmeckt wie in Thailand. Ist in vielen asiatischen Saucen so, siehe zB Teriyaki-Sauce. LG, Ursula

      Antworten
      1. Gustav Eder-Neuhauser

        Danke Liebe Ursula,
        ich bin grad in Thailand und probiere ständig rum. Mir gehts fast wie dem Autor des Rezeptes, der dabei auch fast verrückt geworden ist ;-)
        Macht jedenfalls Spaß und vielen Dank für deine aufmunternden Worte.
        lg Gustl

        Antworten
  12. Elisabeth Wenzl

    Hallo!
    Ein paar deiner Rezepte hab ich schon ausprobiert. Alle waren köstlich und sind geglückt. Auf der Suche nach einem neuen Rezept, schau ich meist erst mal hier nach 😉 „Pad Thai“ klang irgendwie spannend. Ich kannte das nicht und war auch noch nie in Thailand. Auch wenn ich leider keinen Schnittknoblauch und getrocknete Shrimps bekommen habe und statt eingelegten Rettich frischen verwendet hab, war es wirklich unglaublich gut. Auch meinen Jungs (12 und 9 Jahre) hat es gut geschmeckt. Ich hab allerdings die Tamaridenpaste auch durch ein Sieb gestrichen, da ich nach dem Ausdrücken mit den Händen noch kleine harte Stückchen dabei hatte.
    Danke auch für dieses tolle Rezept 😘

    Antworten
    1. Ursula Schersch Artikelautor

      Liebe Elisabeth,
      Das freut mich sehr, dass du schon einiges ausprobieren konntest. Pad Thai mache ich auch meist vegetarisch, also nur mit Tofu ohne Shrimps :-) – eines meiner absoluten all-time-favorites!!!!

      Antworten
    2. Marcel

      Eingelegter Rettich kannst du ganz einfach ersetzen: Man nehme Radieschen (geschält und in Würfel geschnitten). Dann koche man Reisessig, Zucker, Wasser, Lorbeerblatt und einige Pfeeferkörner kurz auf. Kurkuma zugeben und mit den Radieschenwürfel mischen. Auskühlen lassen und dann in dne Kühlschrank. Je länger, je intensiver der Geschmack. Achtung: Riecht fürchterlich, aber einmal beim Kochen untergemischt = herrlich

      Antworten
  13. Markus Lamertz

    Vielen Dank für das tolle Rezept, der erste Versuch war schon gelungen und es wird immer besser! Ich komme aber auch mit 10 Minuten für die Reisnudeln klar. Hab noch andere tolle Rezepte hier gefunden die vegetarisch sind, werde ich unbedingt nachkochen. Weiter so, in knapp 4 Wochen bin ich wieder in Bangkok 😍

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Lieber Markus,
      Ich freue mich sehr, dass dir das Rezept zusagt. Ach, du willst mich wohl neidisch machen … in 4 Wochen in Bangkok tsssss. Viel Spaß dort!

      Antworten
  14. Betti

    Liebe Ursula,
    ich bin durch Zufall auf deine Seite hier gekommen, weil ich nach einem Poke Bowl Rezept suchte. Ich finde deine Rezepte toll! Du bist ähnlich wie ich: Du probierst aus, bis du das perfekte Rezept für dich gefunden hast :-) Ich habe gestern endlich dein Pad Thai nach gekocht, jedoch leider ohne Rettich und Schnittknoblauch, da es das nicht gab. Ich hatte noch nie zuvor Pad Thai gegessen. Die Tamarindensoße schmeckt klasse!!! Nur mit den getrockneten Shrimps kann ich mich nicht ganz anfreunden… und das obwohl ich Shrimps LIEBE. Die getrocknete Variante ist mir neu. Ich gehe davon aus, dass ich es auch mit frischen machen kann? Ich habe gesehen, dass die Restaurants in Wien das Gericht auch oft mit Huhn anbieten.
    Jedenfalls freue ich mich, wenn du wieder neue Rezepte veröffentlichst!!! Liebe Grüße aus Wien

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Betti,
      Schön, dass du zufällig auf meine Seite gelockt wurdest :-) Du hast übrigens genau jene Zutaten weggelassen, die – wie ich finde – nicht so tragisch zum Weglassen sind. Passt auch ohne ganz gut. Die getrockneten Shrimps verwende ich zu Hause auch fast nie (bin kein großer Seafood Fan). Mit Huhn oder auch großen, frischen Garnelen sieht man Pad Thai auch oft, mit Rind- und Schweinefleisch eigentlich nie. Ich mache meist die Tofu-only Variante. Vielleicht sollte ich hier auf dem Blog nocheinmal ein eigenes Tofu-Pad Thai Rezept machen ;-). LG, Ursula

      Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe iris,
      Vielen Dank für den Tipp! Diesen Shop kannte ich gar nicht. Werd ich mal reinschauen, wenn ich in der Gegend bin, danke :)

      Antworten
  15. Thai expat

    Sorry, aber ein authentisches Pad Thai enthält keine Schalotten und keinen konservierten Rettich.
    Ebenso ist kein beliebiger Tofu drin, sondern gelber Tofu.
    Und das Öl im Original ist Soja Öl.

    Das Rezept mag ja vielleicht eine regionale Variation sein, aber definitiv nicht das original Rezept.

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Lieber Thai Expat,
      In meinen 4 Kochkursen, von Nord- bis Südthailand haben meine Kochlehrerinnen immer Thai-Schalotten und konservierten Rettich für Pad Thai verwendet. Und das waren keine „Expat-Kochschulen“, sondern von Thais. Und auch die unzähligen Pad Thais, die ich während meiner Zeit (Monate) in Thailand gegessen habe, hatten diese Zutaten drin. Mit dem Tofu gebe ich dir recht, das war oft der gelbe, feste. Ist aber auch bei mir in der Zutatenerklärung genau so erwähnt – selbiges zum Öl. Ist auch im Text bei den Zutaten erklärt. Den gelben Tofu kriegt man halt in Ö. fast nirgends… daher die Alternative. LG

      Antworten
  16. Niki Melnitzky

    Das mit dem „original“ in älteren Kochrezepten ist so eine Sache. Als der thailändische Premierminister Plaek Phibunsongkhram dieses Gericht entweder selbst kreiert bzw. populär gemacht hat in den 1930er Jahren, hatte das vor allem praktische Gründe. Er wollte Thailand als Land eine nationale Identität geben und außerdem die Verwendung von Reisnudeln fördern, da diese auch aus gebrochenen Reiskörnern hergestellt werden können, die sonst keine Verwendung in der menschlichen Ernährung gefunden haben. Einen Hinweis, welches Öl damals verwendet wurde, habe ich nirgendwo gefunden. Ein anderes Beispiel für ein original Rezept, welches heute auf der ganzen Welt gekocht wird, aber garantiert nicht dem Original entsprechen kann, ist das Ragu alla Bolognese. Paradeiser wurden erst im 16. Jhd. in Italien angebaut…

    Antworten
  17. Dani

    Hallo Ursula,

    vielen Dank für das Rezept!! Haben es gerade ausprobiert, nachdem das Vermissen zu groß wurde 😀. Es hat so lecker geschmeckt und war so einfach zuzubereiten! Hatte ein wenig Angst, dass es daneben geht, aber dein toller Blog darüber hat mir Mut gegeben 😉

    Antworten
  18. Malo

    Hallo,

    vielen Dank für deine Mühe! Ich bin seit meiner Zeit in Südostasien auf der Jagd nach einem guten Rezept, und bisher habe ich leider nirgends eins gefunden, das meinen Ansprüchen gerecht wurde.
    Dieser Blog ist genau, was ich gesucht habe. Besonders beeindruckend finde ich, wie Du dich mit all den kursierenden Alternativen kritisch auseinandersetzt, die auch mir über den Weg gelaufen sind, und genau die richtigen Antworten bietest. Toll geschrieben ist er auch.

    Endlich mal eine Abhandlung, die so ist, wie das angestrebte Pad Thai: Perfekt!

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Malo,

      Das freut mich sehr, wenn du hier fündig geworden bist. In punkto Pad Thai bin ich ein bisschen „streng“ :-) Zumindest bin ich damit offenbar nicht allein. LG, Ursula

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.