Pão de Queijo – Brasilianische Käsebällchen

23. März 2017

Rezept für Pao de queso Brasilianische KäsebällchenMeinen ersten Kontakt mit Pão de queijo („Käsebrötchen“) hatte ich auf einem brasilianischen Busbahnhof. In einer kleinen Bäckerei kauften wir noch schnell etwas Proviant für die bevorstehende Busreise. Auf Empfehlung meines Reisebegleiters – danke David – kauften wir diese brasilianischen Käsebällchen, die von nun an bei fast jeder Busreise in Brasilien unsere Begleiter sein sollten.

Wieder in Österreich gelandet, habe ich nicht mehr über die Käsebällchen nachgedacht. Mehr als ein Jahrzehnt später, bei einer neuerlichen Reise nach Brasilien, erinnerte ich mich wieder: da waren sie, diese fast süchtig machenden Käse-Bällchen.

Eine knusprige Kruste umhüllt einen dichten, käsigen Teig, der alles andere als herkömmlichen Brötchen ähnelt. Das innere dieser Bällchen wirkt fast etwas „speckig“ (wie ein sitzengebliebener Kuchen) – und genau das war bei meiner Rezeptentwicklung die Konsistenz, auf die ich hinarbeitete. Das Geheimnis ist Tapioka-Stärke, die für die Käsebällchen statt herkömmlichem Weizenmehl verwendet wird.

Pao de queso Brasilianische Käsebällchen Rezept

Was ist Tapiokastärke?

Die Stärke der Maniokwurzel heißt Tapioka und wird als Tapiokastärke und Tapiokamehl verkauft. Hierbei handelt es sich um das gleiche Produkt – beides ist die reine Stärke der Maniokwurzel, weiß und fein pudrig wie Puderzucker. Zur Gewinnung dieser Stärke werden die Pflanzenfasern etc. aus der zerkleinerten Maniokwurzel entfernt und nur die Stärke herausgelöst.

Unterschied Maniokmehl und Maniokstärke

Maniokstärke ist das gleiche wie Tapioka, Tapiokastärke und Tapiokamehl (oben erklärt). Maniokmehl ist hingegen die geschälte, zerkleinerte, getrocknete und gemahlene ganze Maniokwurzel. Die Begriffe Maniokmehl und Tapiokamehl sind daher nicht gleichzusetzen. Leider werden die Begriffe Mehl und Stärke auf den Produktpackungen von den Herstellern oft vermischt. Weißes Pulver mit der Produktbezeichnung „Tapioka“  ist die Stärke und wird für dieses Rezept benötigt (keine Tapiokaperlen verwenden).

Andere Namen für Maniok

Maniok wird in anderen Ländern als Mandioca, Manihot, Yuca oder Cassava bezeichnet. Wer deshalb im Supermarkt, Drogeriemarkt oder Asia-Shop keine Tapioka-Stärke oder „Tapioca starch“ findet, kann unter anderen Bezeichnungen fündig werden, wie Tapioka-Mehl (tapioca flour), cassava starch, almidón de yuca, oder polvilho. Maisstärke funktioniert übrigens nicht, das habe ich schon ausprobiert.

In Brasilien ist Tapiokastärke als Polvilho in süß (doce/dulce) und sauer (azedo/agrio) erhältlich. Die saure Variante erhält durch Fermentieren ihren säuerlichen Geschmack. Die saure Sorte (Polvilho azedo oder Almidón agrio) ist der süßen vorzuziehen, sehr oft wird auch ein Mix aus süß und sauer verwendet. Viele Produkte geben jedoch keine Auskunft, ob es sich um die süße oder saure Variante handelt – beide funktionieren in diesem Rezept.

Welches Mehl für Pao de queijo

Für Pao de Queijo wird Tapioka-Stärke verwendet. Mit der Stärke der Hersteller oben im Bild funktioniert das Rezept wunderbar.

Ich mache dieses Rezept normalerweise mit Tapioka-Stärke thailändischen Ursprungs (siehe Bild), da sie in Asia-Läden gut erhältlich ist.  Mittlerweile wird Tapioka-Stärke übrigens auch in gut sortierten Supermärkten und in Drogeriemärkten angeboten.

Schritt-für-Schritt Rezept für brasilianische Pao de queijo

Teig Pao de queijo

Tapioka-Stärke in die flüssigen Zutaten einrühren.

Milch, Wasser, Öl und Salz in einem mittelgroßen Topf zum Kochen bringen. Den Topf vom Herd nehmen, die gesamte Tapiokastärke auf einmal zugeben und mit einem Kochlöffel zügig rühren bis keine Stärke mehr sichtbar ist. Es entsteht ein dichter, gelartiger Teig. Diesen solange auskühlen lassen bis er lauwarm ist. Tipp: Wer die restlichen Zutaten nicht im Topf vermengen möchte, gibt ihn jetzt in eine Schüssel.

Pao de queijo Teig Rezept

Ei in den lauwarmen Teig einkneten.

Das Ei mit den Händen in den ausgekühlten Teig kneten, bis alle Bestandteile gut vermengt sind. Der Teig wird während des Knetens mit den Händen immer klebriger.

Pao de Queso Teig Brasilianische Teigbällchen

Käse einkneten.

Den geriebenen Käse nach und nach einkneten.

Pao de Queijo Teig Brasilianische Käsebrötchen Rezept

Den Teig in Stücke teilen und zu Kugeln formen.

Den Teig in 2 gleiche Stücke teilen und jedes Stück so gut wie möglich zu einer Rolle ausrollen. Jede Rolle in 11 Stücke schneiden.

Die Teigstücke sollen in etwa gleich lang und hoch sein – dann muss man sie nicht unbedingt zu Kugeln rollen, sondern kann sie gleich so wie sie sind mit genügend Abstand zueinander mit der Schnittfläche nach unten auf ein Backblech mit Backpapier setzen.

Wer ganz perfekt geformte Bällchen haben möchte, formt jedes der Stücke zu einer Kugel. (>>Falls sich der Teig nicht gut zu 2 Rollen formen lässt, weil er zu klebrig ist, diesen Schritt auslassen und den Teig mit einem Messer in 22 Stücke Teilen und die Stücke zu Kugeln formen.)

Pao de queijo Brasilianische Kaesebrötchen Rezept

Die Käsebällchen im vorgeheizten Ofen bei 175 °C Ober- und Unterhitze solange backen, bis sie golden sind, rund 25-30 Minuten. Etwas abkühlen lassen und genießen.

Pao de Queijo - Brasilianische Käsebällchen

Ergibt 22 Stück

Pao de Queijo - Brasilianische Käsebällchen

Pao de queijo sind aus Brasilien nicht wegzudenken. Die kleinen Käsebällchen sind glutenfrei und lassen sich leicht selbst herstellen. Vorsicht: Suchtgefahr!

Rezept: Ursula | tasteoftravel.at

Zutaten

  • 120 ml Milch
  • 60 ml Wasser
  • 60 ml geschmacksneutrales Pflanzenöl (zB Sonnenblumenöl)
  • 3/4 gestr. TL feines Salz (3 g)
  • 140 g Tapioka-Stärke (siehe Tipp)
  • 1 Ei (M)
  • 90 g geriebener Parmesan

Zubereitung

  1. Milch, Wasser, Öl und Salz in einem mittelgroßen Topf zum Kochen bringen.
  2. Den Topf vom Herd nehmen, die gesamte Tapiokastärke auf einmal zugeben und mit einem Kochlöffel zügig rühren bis keine Stärke mehr sichtbar ist. Es entsteht ein dichter, gelartiger Teig. Diesen solange auskühlen lassen, bis er lauwarm ist. Tipp: Wer die restlichen Zutaten nicht im Topf vermengen möchte, gibt ihn jetzt in eine Schüssel.
  3. Das Ei mit den Händen in den ausgekühlten Teig kneten, bis alle Bestandteile gut vermengt sind. Der Teig wird während des Knetens mit den Händen immer klebriger.
  4. Den geriebenen Käse nach und nach einkneten.
  5. Den Teig in 2 gleiche Stücke teilen und jedes Stück so gut wie möglich zu einer Rolle ausrollen. Jede Rolle in 11 Stücke schneiden. Die 22 Teigstücke sollen in etwa gleich lang und hoch sein - dann muss man sie nicht unbedingt zu Kugeln rollen, sondern kann sie gleich so wie sie sind mit etwas Abstand zueinander auf ein Backblech mit Backpapier setzen. Wer ganz perfekt geformte Bällchen bevorzugt, formt jedes der Stücke zu einer Kugel. (>> Falls sich der Teig nicht gut zu 2 Rollen formen lässt, weil er zu klebrig ist, diesen Schritt auslassen und den Teig mit einem Messer in 22 Stücke Teilen und die Stücke zu Kugeln formen.)
  6. Die Käsebällchen im vorgeheizten Ofen bei 175 °C Ober- und Unterhitze solange backen, bis sie golden sind, rund 25-30 Minuten. Etwas abkühlen lassen und genießen.

Tipp

Tapioka-Stärke:

Die benötigte Tapioka-Stärke wird aus der Maniokwurzel gewonnen und ist in gut sortierten Supermärkten, Drogeriemärkten und Asia-Shops erhältlich. Sie wird auch oft unter dem Namen Tapioka-Mehl verkauft. Kein Maniok-Mehl verwenden, hierbei handelt es sich um ein anderes Produkt (oben genau erklärt).

https://www.tasteoftravel.at/pao-de-queijo/

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Käsebällchen von User nachgkeochtWolfgang hat das Rezept ausprobiert: Habe die brasilianischen Käsebällchen probiert, einfach lecker. Die Stärke bekam ich leider nur im Internet und in keinem regionalem Lebensmittelladen. Werde weiterhin einiges ausprobieren!
Pão de Queijo – Brasilianische Käsebällchen zuletzt geändert: 16 August 2022 von Ursula

50 Gedanken zu „Pão de Queijo – Brasilianische Käsebällchen

  1. Marina Haas

    Was mache ich falsch??? Meine Brötchen werden nicht fluffig, sondern sind platte Fladen, sie gehen nicht auf.

    Danke für die Hilfe
    Marina

    Antworten
    1. Ursula Schersch Artikelautor

      Liebe Marina,

      Oje, Fladen sollten es eigentlich nicht sein ;-)
      Wie war denn die Beschaffenheit der Masse beim Formen der Bällchen? Ungefähr so wie auf den Bildern? Oder war da die Masse auch schon weicher? Bzw. hast du die Masse noch zu kleinen Kugeln formen können und sind sie dann erst während des Backens zu Fladen auseinandergeronnen? Wie schaut es mit den Zutaten aus: Hast du Tapioca Stärke verwendet? LG

      Antworten
  2. Marina Haas

    Hallo Ursula,
    die Beschaffenheit des Teiges war eigentlich so, wie beschrieben und ich konnte auch Bällchen formen…nur sind diese Bällchen während dem backen immer platter geworden. Ich weiß nicht genau, ob es daran lag, das ich die Flüssigkeit nicht nach und nach dazu gegeben habe, sondern alles auf einmal ins Mehl gegossen habe…
    Das fluffige, was die Brötchen ja haben sollten, war überhaupt nicht mehr und ja, ich habe mir extra Tapiokamehl bringen lassen…
    …übrigens…ganz herzlichen Dank für deine Antwort…
    Ich werde es heute nochmals versuchen, mal sehen, ob es klappt…

    Antworten
    1. Marina Haas

      So, gerade eben nochmals versucht, die Teigbeschaffenheit war nicht so fest, wie auf deinen Bildern, habe noch Tapiokamehl dazu gegeben, dann ging es, ich konnte auch die Bällchen formen.
      Also, ab in den Ofen bei, wie beschrieben 175 Grad…und was passiert??? Die Dinger werden platt wie Flundern und das, obwohl ich mit äußerster Genauigkeit gearbeitet habe…ich weiß nicht, was ich falsch mache… :(

      Antworten
      1. Ursula Schersch Artikelautor

        Ach ojeeeeee. Ich rechne es dir hoch an, dass du es gleich nochmal versucht hast. Ich weiß ja selbst, wenn etwas nicht gleich funktioniert ist die Motivation oft weg…. Genau das hätte ich dir geraten, etwas mehr Tapiokamehl dazuzugeben. Aber offenbar funktioniert das nicht :-( Ganz ehrlich: Ich weiß nicht, was da falsch läuft, nachdem die Teigmasse ja ähnlich ist und der Ofen auch auf 175° vorgeheizt ist. Ich nehme an du verwendet Ober- und Unterhitze und nicht Heißluft/Umluft oder Ähnliches (das ist nämlich um ca. 20° heißer). Vielleicht liegt es am Parmesan? Etwas anderes kann es ja sonst fast nicht mehr sein, da die restlichen Zutaten sehr gängig sind…. Ich habe das Rezept viele Male gemacht und auch von vielen Lesern gehört, dass es toll gelungen ist. Ich probiere es jetzt auch noch einmal nachdem ich inzwischen umgezogen bin und einen anderen Ofen habe. Vielleicht liegt es ja doch am Ofen. Tut mir sehr leid, dass dir nicht weiterhelfen kann. Ich melde mich aber auf jeden Fall, wenn ich die Käsebällchen wieder einmal probiert habe. LG, Ursula

        Antworten
    2. Petra

      Hallo Marina, das Problem ist, dass du den Teig nicht gekocht hast. Es handelt sich hier um einen Brandteig, und da muss man alles Mehl auf einmal in die kochende Flüssigkeit einrühren, keine Angst es klumpt nicht, man muss aber gut rühren, bis alles eine gleichmäßige Masse gibt, am besten mit einem Schneebesen und dafür dann vom Feuer nehmen. Leicht abkühlen lassen damit das Ei nicht gerinnt und das Ei einrühren, jetzt sollte es ein fluffiger Teig werden. Gutes Gelingen!

      Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Tanja,
      Danke, gut zu wissen! Vielleicht hängt es doch irgendwie von der Marke ab. Ich werde sie ohnehin bald wieder machen, dann kaufe ich ein anderes Tapiokamehl und kann gleich kontrollieren. Ganz liebe Grüße!

      Antworten
  3. Cynthia

    Ich war wohl etwas übereifrig und habe die vierfache Menge gemacht 🙈 Vom Mengenverhältnis allerdings alles gleich. Bei mir ist der Teig allerdings irgendwie grieselig – auch nach dem Backen alles andere als fluffig. Hatte Cassava Mehl, keine Stärke. Macht das den Unterschied? Einfach mehr Flüssigkeit benutzen, wenn ja, was davon? Oder lande ich dann bei so Fladen wie Marina?

    Antworten
  4. Markus

    Danke für das Rezept. Hat gut geklappt und kamen gut an, auch bei Leuten, die das Original kennen, aber was erwartet man auch anderes von Pão de queijo?
    Habe Tapiocastärke aus dem Asiamarkt verwendet.

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Lieber Markus,
      Super :-))) Noch besser, wenn sie auch Leuten schmecken, die sie kennen. Von denen kann ich nicht genug bekommen.

      Antworten
  5. Nora Brambring

    Ich danke auch für das leckere Rezept! Habe es gestern das erste mal ausprobiert und es hat super geklappt :-) Ich kenne die Käsebällchen aus Brasilien und sie waren perfekt – fluffig und lecker. Die Gäste waren auch alle begeistert und wollten das Rezept haben. Hast du es schon mal mit noch mehr Käse ausprobiert?

    Frohe Weihnachten und liebe Grüße,

    Nora

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Nora,
      Super, dass dir und deinen Gästen die Käsebällchen geschmeckt haben :) Mit noch mehr Käse habe ich sie bisher noch nie probiert, wäre aber sicher eine gute Idee. Das nächste Mal dann! Alles Liebe, Ursula

      Antworten
  6. Margit A. HUGHES

    Ich habe einige Jahre in Brasilien gelebt und Pao de Queijo ist und bleibt ein großer Favorit.
    Ich bevorzuge Povilho Doce und dieses original brasilianische Mandiok Mehl kaufe ich im Laden der brasilianische Lebensmittel verkauft, der Laden versendet auch.
    Dies ist ein ganz einfaches Rezept und super lecker.
    2 Eier 100 gr. Geriebener Parmesan Käse
    1/2 Glas Öl 1 Esslöffel Margarine
    1/2 Glas Milch
    1 Teelöffel Salz
    1 1/2 Gläser Povilho Doce
    Im Mixer die Eier, Öl, Milch und
    Salz aufschlagen. Povilho Doce hinzufügen und im Mixer mischen.
    Diese Masse zu kleinen Bällchen formen und auf ein mit der Margarine gefettetes Blech setzen (Ich setze die Bällchen in eine Cupcake Form) Im heißen Ofen backen Lecker-Lecker-Lecker

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Margit,
      Da läuft mir das Wasser im Mund zusammen, wenn ich das lese. Povilho Doce ist oft ein bisschen schwierig zu bekommen, aber wenn ich es das nächste Mal wo sehe, kaufe ich es bestimmt! Danke für dein Rezept :) LG, Ursula

      Antworten
  7. Anika

    Ich habe das Rezept versucht und es hat super geklappt! Ich habe, wieso auch immer, das Backpapier vergessen – also leider alles festgeklebt, aber trotzdem super fluffig aufgegangen.
    Statt Parmesan hatte ich nur Feta zur Verfügung. Hat auch gut geschmeckt! Nur weniger Salz verwenden, sonst wird es zu salzig.
    Lieben Gruß & Danke für das Rezept!

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Anika,
      Vielen Dank für deinen Kommentar. Schön zu hören, dass sie auch mit Feta gelingen. Hab ich noch nie probiert, hört sich aber köstlich an! LG

      Antworten
  8. Viola Reichenbach

    Vielen Dank für dieses Rezept ❤️ Seit meiner Reise nach Brasiliens (2014) denke ich immer wieder an diese Köstlichkeit und hätte mir nicht gedacht, dass man das in Österreich genauso gut hinbekommt!
    Im übrigen habe ich bis jetzt nur tolle Rezepte auf dieser Seite gefunden! Es ist immer eine Freude etwas nachzukochen :-)
    LG, Viola

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Viola,
      Danke dir! Ich mag Pao de queijo auch ganz besonders gerne. Freut mich sehr, wenn die Rezepte bei dir gut funktionieren ;-) LG

      Antworten
  9. Dominik

    Darf ich fragen, in welchem Asiamarkt du die Tapioca Stärke gekauft Hast? Und kann man damit auch Tapiocas machen?

    LG

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo,
      Ich glaube, das war im Prosi (in Wien). Aber ich habe Tapioca Stärke/Mehl bisher in so gut wie jedem Asia-Shop gefunden. Falls du die Pancake/Omelette ähnlichen Tapiocas meinst: ja genau, die macht man auch damit. Nehme mir auch schon längst vor hier ein Rezept dafür zu posten :)

      Antworten
  10. Shanika

    Huhu, habe mir jetzt mal Tapiokastärke angeschafft und will das Rezept ausprobieren, weil meine Freundin aus Brasilien jetzt erstmal keinen Nachschub bringen kann ;)
    Ich habe eine Frage: kann ich statt Milch auch einfach mehr Wasser nehmen?
    Liebe Grüße

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo,
      Ich hab das Rezept bisher immer mit Milch gemacht,aber ich würde sagen ja, es geht auch nur mit Wasser. Viel Spaß beim Ausprobieren!

      Antworten
  11. Shanika

    Mit Wasser hat es auch funktioniert, sie sind schön fluffig geworden. Allerdings hat die Backzeit 25 Minuten weit überschritten.. Da waren sie nämlich noch roh. Hatte sie bestimmt ne knappe Stunde drin

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Shanika,
      Gut zu wissen, dass es auch nur mit Wasser funktioniert :) Die Backzeit kommt mir aber extrem lang vor, dafür dass es so kleine Bällchen sind. Aber wenn es für dich klappt, passt es! Alles Liebe, Ursula

      Antworten
  12. Beat

    Hallo zusammen
    Noch ein kleiner Typ, falls eine grössere Menge Käsebällchen anfallen (ich verwende immer die ganze 400 gr. Packung Tapioka-Stärke aus unserem Asia-Shop). Die gebackenen und ausgekühlten Bällchen können problemlos in einer grösseren Zip-Tasche eingefroren werden. Später die gewünschte Menge kurz angetaut in den Toaster geben und wie frisch geniessen.
    Ausprobieren…!

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Servus!
      Dein Kommentar ist zwar schon länger her, habe ihn aber jetzt erst entdeckt. Vielen Dank für den Tipp! Eine größere Menge ist bei Pao de queijo immer sinnvoll :))
      Liebe Grüße, Ursula

      Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Milena,
      Oje, klebrig und matschig sollen sie natürlich nicht sein. Das tut mir leid. Hast du genau die angegebene Rezept-Menge an Bällchen aus der Teigmasse geformt (22 Stück)? Sie also auch nicht viel größer gemacht? Hast du die Käsebällchen so lange gebacken, bis sie schön golden waren? Manche Öfen sind etwas kälter/heißer eingestellt und dann stimmt die Backzeit nicht ganz überein. Für mich hört sich das jedenfalls an, als hätten sie noch ein bisschen länger im Ofen sein sollen. Von den Zutaten (Tapioca Stärke) hast du eh nichts abgewandelt oder? Daran könnte es sonst auch noch liegen. Ich hoffe du probierst sie noch einmal. Die sind so gut :) Alles liebe, Ursula

      Antworten
  13. DG

    Der Klassiker….kurz abgelenkt..milch übergekocht…zu wenig Flüssigkeit fürs Mehl??? nochmal ei bisschen milch, wasser und öl vermischt und reingerührt.. teig sah aus wie Streusel.. aber was soll ich sagen? Sind super geworden 😀..tipico brasil

    Antworten
  14. Sylvia Duchauffour

    Hallo erst mal danke fürs Rezept das ähnelt so doll Brandteig bekommt man das auch in süß hin es gibt eigentlich keinen Teig der glutenfrei ist und dem Brandteig ähnelt. Würde so gerne mal wieder Eclairs essen.
    Lg Sylvia

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Sylvia,
      Ach, ich verstehe dich. Eclairs sind ja soooo gut!!! Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob man die Pao de Queijo auch süß hinbekommt. Ich glaube durch den Käse, der in den Bällchen schmilzt, entstehen die Luftlöcher. Wenn man den weglässt – hmmmm keine Ahnung. Vielleicht wärst du mit einem Eclair Rezept und glutenfreien Mehl besser aufgehoben. Aber falls du doch einen Versuch wagst, lass mich das Ergebnis auf jeden Fall wissen, interessiert mich! LG, Ursula

      Antworten
  15. Daniel

    Hallo liebe Ursula,
    Ich bin schwer begeistert von Ihrem Blog! *.*
    Danke, dass Sie so viele tolle Rezepte und Ideen mit der Welt teilen und uns auch an Ihren Geschichten dahinter teilhaben lassen! 👍 Bitte weiter so!

    Die Pão de queijo habe ich heute probiert! :)
    Es hat alles wunderbar geklappt. Jedoch waren sie im Inneren selbst nach längerem raus backen noch klebrig / speckig-gummig und nicht so luftig, wie sie auf Ihren Bildern erscheinen. Haben Sie eine Idee, woran das liegen könnte?

    Vielen Dank im voraus und nochmals danke für die tolle Inspiration! Ich bin hin und weg..
    Ganz liebe Grüße,
    Daniel

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Lieber Daniel,
      Vielen Dank. Freut mich sehr! :)
      Hm, Ferndiagnosen sind immer etwas schwierig. Mein erster Tipp wäre, die Pao de Queijo etwas länger backen – aber wenn sie schon länger im Ofen waren und außen golden, dann werden sie lange genug gebacken worden sein und sonst außen eher hart. Die Marke der Tapioca Stärke könnte ev. auch Einfluss haben. Probier doch das nächste Mal, die Bällchen etwas kleiner zu machen, so 30 Stück. Damit könnte es funktionieren. Ich hoffe jedenfalls, du probierst sie nochmal. Alles Liebe, Ursula

      Antworten
      1. Daniel

        Hallo Ursula,
        Vielen Dank für die Antwort! :)
        Ja, ich denke, ich mache sie demnächst nochmals und hatte geplant, sie kleiner zu machen und zu sehen, ob sie innen dann weniger klebrig sind.
        Ich gebe dann gerne Bescheid, ob es geklappt hat – für den Fall, dass andere ein ähnliches Problem haben!

        Weiter so! 🙂
        Liebe Grüße,
        Daniel

        Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Bianca,
      Oh, danke für die Info. Hab schon bei meinem DM nachgefragt :), dort haben sie es leider nicht, aber ist auch eine Mini-Filiale. Vielleicht eher in größeren… LG, Ursula

      Antworten
  16. Poppitz

    Die Autorin trägt ganz schön zur Verwirrung bei.
    Manjok ist die Bezeichnung für die Pflanzeund die Knolle.
    Aus der gewaschenen und wieder getrockneten und dann gemahlenen Knolle wird ein grober Grieß erzeugt. Der nennt sich GARI. Der feine Grieß bzw Mehl wird als CASSAVA bezeichnet. Und im Einweichwasser der Knolle bleibt die Stärke zurück. Sie wird ebenfalls wieder getrocknet und heißt TAPIOCA.

    Antworten
    1. Chris

      Hallo Ursula und Poppitz,

      also ist Mehl aus Maniok und aus Tapioca etwas anderes? Heißt das also es muß anderes verarbeitet werden, weil mehr oder weniger Stärke vorhanden ist, bzw. ich kann das eine nicht 1:1 tauschen? Was dann ja die vielen Kommentare ja erklären würden, die jedes Mal mit anderen mengen Handtieren.

      Antworten
      1. Bianca

        Hallo,
        Bei uns im DM (in AT) gibts tapioka stärke zu kaufen, die ist aus der maniok wurzel gemacht. Ich mache sie allerdings nach einem anderen rezept, mir ist hier zuviel flüssigkeit drin. Auch finde ich die zubereitungsweise falsch (ich mische zuerst tapioka mit warmem wasser und gebe erst etwas später das milch-öl gemisch dazu).

        Antworten
      2. Ursula Artikelautor

        Hallo Chris,
        Maniokstärke (= Tapioka) und Maniokmehl sind unterschiedliche Produkte. Tapioka ist nur die herausgelöste Stärke der Maniokwurzel, beim Mehl wird die ganze Knolle zerkleinert, getrocknet & gemahlen. Ich habe den Begriff oben im Text ergänzt. LG, Ursula

        Antworten
    2. Ursula Artikelautor

      Hallo Poppitz,
      Wie im Kommentar weiter unten erklärt, habe ich den Artikel etwas erweitert. Die Begrifflichkeiten hier sind bei diesem Thema wirklich etwas verwirrend, daher habe ich versucht, es klarer darzustellen. Als Cassava wird übrigens auch die Maniokknolle bezeichnet ;-). LG, Ursula

      Antworten
  17. Susi

    Liebe Ursula!
    Tapiokastärke und Tapiokamehl sind nicht dasselbe. Die Stärke verwendet man wie Kartoffelmehl oder Maisstärke das Tapiokamehl oder auch Maniokmehl kann man auch 1:1 als Ersatz für Weitenmehl nehmen. Deshalb scheinen die Käsebällchen bei vielen nicht zu gelingen. Auch ich habe verwundert den Beitrag gelesen, zumal zwischen den Worten Tapiokastärke und -mehl gewechselt wird. Das Mehl ist getrocknete geriebene Wurzel, die Stärke wird aus der Wurzel ausgewaschen und bleibt nach dem Verdunsten von dem Waschwasser übrig. Ich denke es wäre besser, im Beitrag nur von Maniokmehl zu berichten, um Verwirrung und Misslingen zu vermeiden. Ansonsten vielen Dank für das Rezept und liebe Grüße!

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Susi,

      Danke für deinen Kommentar. Für die Pao de Queijo wird Maniokstärke (und nicht Maniokmehl) verwendet. Nachdem die Begrifflichkeiten hier zur Recht für Verwirrung sorgen, habe ich den Beitrag oben ergänzt.
      Die Stärke der Maniokwurzel heißt Tapioka und wird als Tapiokastärke und Tapiokamehl verkauft. Hierbei handelt es sich um das gleiche Produkt – beides ist die reine Stärke der Maniokwurzel, weiß und fein pudrig wie Puderzucker. Zur Gewinnung dieser Stärke werden die Pflanzenfasern etc. aus der zerkleinerten Maniokwurzel entfernt und nur die Stärke herausgelöst. Hingegen ist Maniokmehl, wie du richtig geschrieben hast, die geschälte, zerkleinerte, getrocknete und gemahlene ganze Maniokwurzel. Die Begriffe Maniokmehl und Tapiokamehl sind daher nicht gleichzusetzen. Das ist etwas verwirrend. Hinzu kommt, dass Hersteller oft nicht zwischen der Bezeichnung Mehl und Stärke unterscheiden oder die Begriffe mixen. Alles mit der Bezeichnung „Tapioka“ ist die Stärke und wird für dieses Rezept benötigt. Die Hersteller bezeichnen hier das selbe Produkt, die Tapiokastärke auf den Packungen als Tapiokastärke und auch als Tapiokamehl (finde ich auch verwirrend).
      Ich hoffe, du probierst die Pao de Queijo bei Gelegenheit. Ich bin jedes Mal von ihnen begeistert, wenn ich sie mache :) LG, Ursula

      Antworten

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