Das Pan de Muerto (Brot des Toten), ein süßes Hefegebäck, wird in Mexiko zu Allerheiligen und Allerseelen gebacken. Der luftige Hefeteig wird mit Orange und Anis aromatisiert und mit Zucker bestreut.

So wie es hierzulande den Allerheiligenstriezel gibt, gibt es in anderen Teilen der Welt andere Gebildebrote und Back-Brauchtümer. In Mexiko ist es das Pan de Muerto. Das Gebäck wird in unterschiedlichen Größen und Variationen gebacken. Ich habe mich hier für eine handliche, eher kleine Variante entschieden.
Traditionell wird das Brot zwischen 31. Oktober und 2. November gemeinsam mit Fotos der Toten, Blumen, Früchten und Kerzen auf einen kleinen Altar (Ofrenda) zu Hause gelegt und dient den Toten als Wegzehrung.

Was symbolisiert das Pan de Muerto?
Wie es mit Deutungen so ist, gibt es unterschiedliche. Und zwar jede Menge. Am häufigsten findet man folgende: Das runde Gebäck symbolisiert den Kreislauf des Lebens, die Kugel auf dem Gebäck einen Totenkopf und die kreuzförmig angeordneten Ornamente Knochen (der Verstorbenen) oder herabfließende Tränen.
Mindestens genauso gut gefällt mir allerdings der Erklärungsversuch des Enzyklopädischen Wörterbuchs der mexikanischen Gastronomie, das Brot stelle eine Blume dar und die Knochen seien in Wirklichkeit Blüten. Immerhin dienen die Brote als Dekoration auf dem Altar und ein Korb dieser Brote könnte als Blumengesteck gesehen werden.
Rezept Pan de Muerto
Hinweis: Der Teig kann von Hand oder im Mixer mit Knethaken zubereitet werden. Mit dem Mixer ist es einfacher, vor allem das Unterkneten der weichen Butter zum Schluss.

Ca. die Hälfte der Milch gemeinsam mit Anis und abgeriebener Orangenschale in einen Topf geben. 5 Minuten zugedeckt leicht köcheln lassen, dann durch ein Sieb gießen und dabei abwiegen/abmessen. Mit Milch auf 250 ml aufgießen (die Milch sollte lauwarm sein).

Trockenhefe über die Milch streuen und 2 Minuten stehen lassen. Ei, Salz, Zucker und die Hälfte des Mehls einrühren. Dann das restliche Mehl dazugeben und zu einem Teig kneten, rund 3 Minuten.

Nach und nach die weiche Butter in Stücken unterkneten und erst wieder neue Butter dazugeben, wenn die vorherige vollkommen im Teig verschwunden ist.


Den Teig kneten, bis er sich gut von der Schüssel löst und glatt ist, rund 10 Minuten insgesamt. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat, rund 1-1,5 Stunden.

160 g des Teiges zugedeckt beiseite legen. Aus dem Rest 8 Kugeln formen …

und diese zugedeckt auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen.

Das beiseite gelegten 160 g Teigstück in 8 Portionen mit je 20 g teilen. Das werden die Knochen und die kleine Kugel in der Mitte. Für die Kugel ein Fünftel von jedem Teigstück abschneiden und zu einer Kugel formen (4 g). Die restlichen 16 g teilen und zu 2 Strängen ausrollen. Mit 3 leicht gespreizten Finger ausrollen, so dass die Teigstränge ungleich dick werden.
Eine Teigkugel mit Wasser bestreichen und 2 Teigstränge über Kreuz mittig darauf setzen. Eine kleine Kugel in die Mitte setzen. Mit den restlichen 7 Teigkugeln genauso verfahren.


Die Pan de Muerto zugedeckt oder mit Wasser besprüht/bepinselt im lauwarmen Ofen ca. 30 Minuten gehen lassen, bis sie deutlich aufgegangen sind.

Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Pan de Muerto in 15-20 Minuten golden backen. Auf dem Blech einige Minuten abkühlen lassen. Mit zerlassener Butter bestreichen und mit Zucker bestreuen. Lauwarm oder abgekühlt genießen.
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Pan de Muerto – Mexikanisches Allerheiligenbrot
Zutaten
- 250 ml Milch
- 2 TL Anis (optional, siehe Tipp)
- Schale von 1 Bio-Orange (siehe Tipp)
- 7 g Trockenhefe (oder 21 g frische Hefe)
- 1 Ei (M)
- 6 g Salz (ca. 1 gestr. TL)
- 80 g Zucker
- 500 g Mehl (W700 glatt, in Deutschland Type 550)
- 80 g weiche Butter
Zum Bestreichen/Bestreuen:
- Zerlassene Butter
- Kristallzucker
Zubereitung
- >> Hinweis: Der Teig kann von Hand oder im Mixer mit Knethaken zubereitet werden. Mit dem Mixer ist es einfacher, vor allem das Unterkneten der weichen Butter zum Schluss.
Teig zubereiten & 1. Gare:
- Ca. die Hälfte der Milch gemeinsam mit Anis und abgeriebener Orangenschale in einen Topf geben. 5 Minuten zugedeckt leicht köcheln lassen, dann durch ein Sieb gießen und dabei abwiegen/abmessen. Mit Milch auf 250 ml aufgießen (die Milch sollte lauwarm sein).
- Trockenhefe über die Milch streuen und 2 Minuten stehen lassen. Ei, Salz, Zucker und die Hälfte des Mehls einrühren. Dann das restliche Mehl dazugeben und zu einem Teig kneten, rund 3 Minuten.
- Nach und nach die weiche Butter in Stücken unterkneten und erst wieder neue Butter dazugeben, wenn die vorherige vollkommen im Teig verschwunden ist. Den Teig kneten, bis er sich gut von der Schüssel löst und glatt ist, rund 10 Minuten insgesamt. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat, rund 1-1,5 Stunden.
Gebäck formen:
- 160 g des Teiges zugedeckt beiseite legen. Aus dem Rest 8 Kugeln formen und diese zugedeckt auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen.
- Das beiseite gelegten 160 g Teigstück in 8 Portionen mit je 20 g teilen. Das werden die Knochen und die kleine Kugel in der Mitte. Für die Kugel ein Fünftel von jedem Teigstück abschneiden und zu einer Kugel formen (4 g). Die restlichen 16 g teilen und zu 2 Strängen ausrollen. Mit 3 leicht gespreizten Finger ausrollen, so dass die Teigstränge ungleich dick werden.
- Eine große Teigkugel mit Wasser bestreichen und 2 Teigstränge über Kreuz mittig darauf setzen. Eine kleine Kugel in die Mitte setzen (mit Wasser befeuchtet hält sie besser). Mit den restlichen 7 Teigkugeln genauso verfahren.
2. Gare und backen:
- Die Pan de Muerto zugedeckt oder mit Wasser besprüht/bepinselt im lauwarmen Ofen ca. 30 Minuten gehen lassen, bis sie deutlich aufgegangen sind.
- Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Pan de Muerto in 15-20 Minuten golden backen. Auf dem Blech einige Minuten abkühlen lassen. Mit zerlassener Butter bestreichen und mit Zucker bestreuen. Lauwarm oder abgekühlt genießen.







