Nussschnaps aus grünen Nüssen

8. Juni 2020

Nussschnaps – auch als Nusslikör bekannt – wird aus unreifen, grünen Walnüssen hergestellt. Kaum ein anderer Schnaps ist in Österreich so bekannt und beliebt wie der „Nuss“.

Nussschnaps ansetzen Rezept grüne Nüsse

Gewürze wie Zimt, Nelken, Sternanis und Ingwer verleihen dem Schnaps eine würzig-aromatische Note. Er wird deshalb auch oft bei Magenverstimmungen oder als „Verdauungsschnapserl“ getrunken. Das Rezept stammt aus meinem Kochbuch „Die Welt im Einmachglas“.

Screenshot aus Kochbuch Rezept Nussschnaps

Rezeptseite Nussschnaps aus: Die Welt im Einmachglas.

Wann erntet man grüne Nüsse für Schnaps?

Grüne Walnüsse für Nusschnaps

Grüne (unreife) Walnüsse.

Grüne Nüsse sind nichts anderes als unreife Walnüsse. Walnüsse bilden im Frühjahr grüne Früchte, in denen bis zum Herbst Walnusskerne mit harter, brauner Schale wachsen. Diese Walnusskerne sind von einer grünen Schale, die immer dünner und brüchiger wird, umgeben.

Die richtige Zeit zum Ansetzen eines Nussschnapses ist, bevor sich die harte Schale im Inneren der grünen Nüsse entwickelt. Grüne Nüsse sollen traditionell bis spätestens zum 24. Juni, dem Johannistag, geerntet werden, sonst wird die Schale zu hart zum Schneiden.

Grüne Nüsse schneiden für Nusschnaps

Das Innere der grünen Nüsse soll weiß und fest sein. In Scheiben geschnitten verfärben sie sich wie hier binnen Minuten.

Je nach geografischer Lage und Wetter kann das einmal etwas früher oder später im Jahr sein. Der 24. Juni ist aber ein guter Anhaltspunkt. Wer sich unsicher ist, kann alle paar Tage eine frisch gepflückte Nuss aufschneiden – das Innere soll weiß und fest sein. Ist das Innere noch flüssig, ist es noch zu früh zum Ansetzen.

Zum Ansetzen schneidet man die Nüsse grob in Scheiben, siehe Bild oben. Dafür am besten Küchenhandschuhe tragen, da sich die Finger sonst stark verfärben.

Gewürze für Nusschnaps Nusslikör

Gewürze für Nussschnaps im Uhrzeigersinn: Zitronenschale, Nelken, Fenchel, Anis, Kardamom, Sternanis, Vanilleschote, Zimt, Minze. Und Ingwer in der Mitte.

Neben den grünen Walnüssen benötigt man für Nussschnaps noch allerlei Gewürze für den typischen Geschmack.

Grüne Nüsse und Gewürze für Nusschnaps

Nüsse und Gewürze in ein großes Glas geben.

Geschnittene Nüsse und Gewürze gibt man in ein großes Glas (hier: 2,5 Liter). Wer kein so großes Glas hat, kann die Zutaten auf zwei kleinere Gefäße aufteilen.

Nusschnaps aus grünen Nüssen Rezept Österreich

Nüsse und Gewürze mit Alkohol auffüllen.

Welcher Alkohol für Nussschnaps?

Welchen Alkohol man für Nussschnaps verwendet, ist Geschmackssache. Ich verwende Wodka (40 Vol. %), da dieser geschmacklich sehr neutral ist. Viele verwenden aber auch Doppelkorn (38 Vol. %) oder Obstler.

Das Glas mit den Nüssen und Gewürzen wird mit Alkohol aufgegossen und verschlossen. Das Glas muss übrigens nicht ganz luftdicht verschlossen sein. Ein halbwegs passender Deckel reicht.

Nusschnaps grüne Nüsse Rezept Österreich

Der Nuss-Ansatz wird zunehmend dunkler: 1. Direkt nach dem Ansetzen 2. Rund 1 Stunde später 3. Ein Tag später 4. Ein Monat später.

Das verschlossene Glas an einem hellen Ort (z. B. auf der Fensterbank) ca. 6 Wochen ziehen lassen. Dabei wird der Nussschnaps zunehmend dunkler. Die kleineren Gewürze steigen zu Beginn an die Oberfläche des Ansatzes, sie sinken aber nach einigen Tagen ab.

Nusschnaps mit grünen Nüssen Rezept

Nüsse und Gewürze durch ein Sieb gießen.

Den Ansatz nach der 6-wöchigen Ansatzzeit durch ein feines Sieb (Passiersieb) gießen. Ich filtere ihn nochmals zusätzlich durch ein, mit einem Stofftuch ausgelegtes, Sieb.  Ein Mulltuch eignet sich dafür nicht, da es zu großmaschig ist und kleine Partikel durchlässt. Zur Info: Das Stofftuch verfärbt sich übrigens dauerhaft.

Den Zucker zum Nussansatz geben und ein paar Minuten einrühren, bis er sich aufgelöst hat. Die Mischung wieder in das gesäuberte, große Glas füllen und vor dem Verkosten unbedingt nochmals 1–2 Wochen verschlossen ziehen lassen – durch dieses nochmalige Ziehen lassen wird der Likör milder.

Nusschnaps aus grünen Nüssen Rezept

Der fertige Nussschnaps.

Den fertigen Nussschnaps in saubere Flaschen abfüllen, beschriften und im Keller oder bei kühler Zimmertemperatur lagern. Der Likör wird mit der Zeit milder und schmeckt nach einigen Monaten, teilweise sogar nach Jahren, am besten.

Durch die verwendeten Gewürze und sein Aroma passt er perfekt in die Weihnachtszeit. Nachdem man ihn im Juni ansetzt, kann man ihn gut zu Weihnachten verschenken (oder selbst trinken). Der Nussschnaps schmeckt am besten bei kühler Zimmertemperatur.

Nussschnaps an Geschmack anpassen

Dieser Nussschnaps ist relativ würzig und nicht zu süß. Mir schmeckt er genau nach dem Rezept unten. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Sollte er zu würzig sein, kann man ihn mit etwas mehr Wodka „verdünnen“.

Sollte ein niedrigerer Alkoholgehalt gewünscht sein, etwas destilliertes Wasser zugeben. Wer es gerne süßer hat, verwendet etwas mehr Zucker (statt 300 g rund 400 g). Dieses Nachjustieren aber bitte frühestens nach einigen Monaten Reifezeit machen, da der Schnaps mit der Zeit viel milder wird.

Rezept Nussschnaps ansetzen
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Nussschnaps aus grünen Nüssen

Nussschnaps – auch als Nusslikör bekannt – wird aus unreifen, grünen Walnüssen zubereitet. Die grünen Nüsse sollen traditionell bis spätestens zum 24. Juni, dem Johannistag, geerntet werden, sonst wird die Schale zu hart zum Schneiden. Die Gewürze verleihen dem Schnaps, der oft bei Magenverstimmungen getrunken wird (in Österreich nennen wir das »Verdauungsschnapserl«), eine würzig-aromatische Note.
Zubereitungszeit: 30 Min. + 7-8 Wochen Ziehen
Haltbarkeit: mind. 1 Jahr
Ergibt: 1.4 Liter

Zutaten

  • 20 grüne Walnüsse (ca. 560 g)
  • 1 Bio-Zitrone
  • 20 g Ingwer
  • 10 grüne Kardamomkapseln
  • 1 Vanilleschote
  • 2 Stängel Minze
  • 2 TL Fenchelsamen
  • 2 TL Anissamen
  • 3 lange Zimtstangen
  • 2 EL Nelken
  • 2 Sternanise
  • 1,4 l Wodka (ersatzweise Doppelkorn mit 38–40 %)
  • 300 g brauner Zucker

Zubereitung

  • Die Walnüsse waschen und jede Nuss in vier Scheiben schneiden. Dazu am besten Küchenhandschuhe tragen (s. Tipp). Die zerkleinerten Nüsse in ein großes Bügelglas (2,5 l) geben.
  • Die Zitrone heiß waschen und abtrocknen, die Schale ohne den bitteren weißen Teil mit einem scharfen Messer fein abschälen. Zu den Nüssen geben. Den Ingwer schälen, in Scheiben schneiden und ebenfalls zu den Nüssen geben. Die Kardamomkapseln mit der flachen Seite eines Messers ganz leicht andrücken und in das Glas geben. Die Vanilleschote längs aufschneiden und hinzufügen. Die Minze waschen, trocken schütteln und die Stängel ebenfalls in das Glas geben.
  • Fenchelsamen, Anissamen, Zimtstangen, Nelken und Sternanise hinzufügen und den Wodka über die Zutaten gießen.
  • Das Glas verschließen und die Nussmischung an einem sonnigen Ort (z. B. auf der Fensterbank) ca. 6 Wochen ziehen lassen.
  • Den Ansatz durch ein mit einem Stofftuch ausgelegtes Sieb in eine Schüssel oder einen Krug filtern. (Ein Mulltuch eignet sich nicht, da es zu großmaschig ist und kleine Partikel durchlässt.)
  • Den Zucker zum Nussansatz geben und ein paar Minuten einrühren. Das Ganze wieder in das gesäuberte Bügelglas füllen und vor dem Verkosten unbedingt nochmals 1–2 Wochen verschlossen ziehen lassen – direkt nach dem Ansetzen schmeckt der Schnaps relativ scharf.
  • Den fertigen Nussschnaps in saubere Flaschen abfüllen und im Keller oder bei kühler Zimmertemperatur lagern. Der Schnaps wird mit der Zeit milder und schmeckt nach einigen Monaten besonders gut. Durch sein Aroma passt er perfekt in die Weihnachtszeit. Ideale Genusstemperatur ist kühle Zimmertemperatur.

Tipps

Grüne Nüsse färben ab:
Die Nüsse färben stark ab, darum am besten Küchenhandschuhe tragen und ein altes Schneidebrett verwenden. Auch der fertige Ansatz färbt dunkelbraun ab. Man muss damit rechnen, dass das Tuch zum Filtern nicht wieder sauber wird.
Nussschnaps geschmacklich anpassen:
Dieser Nussschnaps ist relativ würzig und nicht zu süß. Mir schmeckt er genau nach diesem Rezept. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Sollte er zu würzig sein, kann man ihn mit etwas mehr Wodka "verdünnen". Sollte ein niedrigerer Alkoholgehalt gewünscht sein, etwas destilliertes Wasser zugeben. Wer es gerne süßer hat, verwendet etwas mehr Zucker (statt 300 g rund 400 g). Dieses Nachjustieren aber bitte frühestens nach einigen Monaten Reifezeit machen, da der Schnaps mit der Zeit viel milder wird. (Anm.: Dieser Tipp ist im Kochbuch nicht enthalten.)
Nussschnaps aus grünen Nüssen zuletzt geändert: 16 Juni 2023 von Ursula

52 Gedanken zu „Nussschnaps aus grünen Nüssen

  1. Adrian G.

    Dieses Rezept scheint mir sehr lecker und ungewöhnlich. Ich mag Schnaps, habe eigenen Schnapsbrenner und probiere immer neue Rezepte und Geschmäcken. Die Idee Likör mit Grüne Nüsse zu machen werde ich unbedingt nutzen und probieren eine Flasche davon selbst erstellen.

    Antworten
  2. Manuela Guspini

    Hallo,

    Ich habe vor drei Jahren,den Schnaps angesetzt und vergessen.jetzt haben die Früchte 3 Jahre gezogen,ist das jetzt giftig oder noch genießbar?

    LG Manuela

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Manuela,

      Oh, das ist mir noch nie passiert, daher kann ich dir leider nichts dazu sagen. Ich wüsste aber ehrlich gesagt keinen Grund, warum der Schnaps dadurch giftig werden sollte. Der Geschmack könnte eventuell unter der langen Ziehzeit leiden. Aber wie gesagt, nachdem ich damit keine Erfahrung habe, kann ich dir hier keine Tipps geben. LG, Ursula

      Antworten
      1. BeHeuter

        Hallo Manuela… keine Sorge, das macht überhaupt nichts aus, funktioniert einwandfrei. Habe ich selbst erfahren. In meinem Rezept ist auch noch Tausendgüldenkraut enthalten, für die Wirkung auf das Verdauungssystem..
        Auf Gutes Gelingen.

        Antworten
      2. Mathias Krahofer

        Liebe Ursula,

        danke für dein tolles Rezept. Ich habe es so gemacht, was ich nicht verstehe, ist das mein Nusslikör fast nicht zu trinken ist, weil er so eigenartig scharf schmeckt und im Hals brennt und komisch schmeckt. Kannst du mir vielleicht weiterhelfen welche Ursache das haben könnte?

        Lg

        Mathias

        Antworten
        1. Ursula Artikelautor

          Lieber Mathias,
          Dankeschön! Der Nussschnaps nach diesem Rezept ist eher sehr kräftig und nicht allzu süß. Aber untrinkbar scharf sollte er natürlich nicht sein. Ich nehme an, du hast dich ans Rezept gehalten – also zumindest was den Alkohol angeht (max. 40 %), die Nussmenge und das Ziehenlassen nach der Zubereitung? Er wird mit der Zeit nämlich noch etwas milder.
          Was du aber tun kannst, wenn er dir relativ scharf vorkommt ist noch etwas Zucker (gerne auch weißen, feinen Kristallzucker, der löst sich schnell auf) und Wodka zusätzlich einzurühren. So kannst du die Intensität ganz nach deinem Geschmack anpassen. Ganz im Notfall kannst du ihn mit destilliertem Wasser verdünnen. Aber ich würde vorher Zucker/Wodka zugeben, bevor du das machst. Das mit dem komischen Geschmack ist auch auf die Schärfe zurückzuführen oder meinst du anders komisch? LG, Ursula

          Antworten
  3. Karin Pätzold

    Ich habe den Likör vor einer Woche angesetzt. Alle Zutaten bereits eingefüllt, steht auf der Fensterbank. Ich hatte das Rezept von anderer Seite. Am Geschmack und der Wirkung ändert das nichts oder ? Liebe Grüße

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Karin,
      Wenn du ein anderes Rezept verwendet hast, wird der Geschmack schon etwas anders sein. Es hängt immer von den verwendeten Gewürzen ab. Oder meinst du das Stehen auf der Fensterbank? Das ist in meinem Rezept ebenso angegeben. Alles Liebe, Ursula

      Antworten
      1. Karin Pätzold

        Liebe Ursula.
        Weil der Schnaps von letztem Jahr so gut war habe ich ihn letzte Woche wieder aufgesetzt. Ist nicht Jedermanns Geschmack aber ich finde ihn gut !!

        Antworten
        1. Ursula Artikelautor

          Liebe Karin,
          Ja, Nussschnaps mag bestimmt nicht jeder drum freut es mich umso mehr, dass er dir schmeckt. Bei Schnaps bin ich auch sehr heikel aber einen guten Nussschnaps oder einen Zirben kann man mir schon einschenken :) Freut mich, dass du ihn heuer wieder angesetzt hast!! Alles Liebe, Ursula

          Antworten
  4. F

    Hallo liebe Verfasserin,
    Mir ist leider bei meinem Ansatz ein Maleur passiert: ich kam einfach nie dazu den Ansatz anzugießen und nun befindet er sich statt 8 Wochen seit 6 Monaten im Gärballon – ist das irgendwie gefährlich, bzw. kann ich das ganze irgendwie noch retten? Lieben Gruß aus Münster, F

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo,
      Oh, das ist ja ganz schön lange :) Nachdem ich damit keine Erfahrungswerte habe, kann ich dir hier leider keine Empfehlung geben. Ich hab ein bisschen recherchiert und gefunden, dass ihn viele Rezepte 3-12 Monate ansetzen – schau zB mal hier, Info im Text und bei Rezept 1 zieht er ca. 6 Monate : https://www.walnussbaum.info/nocino.php

      Was ich persönlich daher machen würde ist den Ansatz abzuseihen, den Zucker einrühren (du wirst ev. etwas mehr brauchen, da der Ansatz etwas bitterer ist) und dann probieren, wie er schmeckt. Verlieren tut man damit ja nicht viel außer ein bisschen Zucker, falls der Schnaps dann doch nicht trinkbar ist. Aber wie gesagt, das musst du selber entscheiden, ob du das probieren möchtest – Empfehlung kann ich keine geben. LG, Ursula

      Antworten
  5. Alexander Wilhelm Sen.

    Entgegen der Rezeptempfehlung nehmen wir einen Ansatzkorn mit 80% und setzen diesen mit den Grünen Nüssen + Gewürzen – wir geben Zucker gleich dazu – in dicht schließenden Gläsern an, da sonst der Alkohol verdunstet!
    In der Anfangszeit die Gläser einmal pro Tag umdrehen und etwas schütteln, damit sich der Inhalt nicht absetzt und gleichmäßig gemischt bleibt und der Zucker in die Lösung übergeht.
    Abseihen nach 6 bis 8 Wochen wie beschrieben und in dunkle Flaschen füllen und dort kühl und dunkel lagern.
    Wünschen gutes Gelingen

    Antworten
    1. Jürgen Kochendörfer

      Hallo Alexander —- Heute habe ich den Nusser für dieses Jahr angesetzt : Doppelkorn 38% aufgeschnittene Walnüsse , Nelken,Zimtstangen , geviertelte Apfelsine. So mache ich das eigentlich schon einige Jahre.Mit Zucker mache ich langsam, mag nicht unbedingt Likör.Aber verfeinern tu ich das Ganze, am Ende mit etwas Trouspinette – (Schnaps- Schleen) den ich von Freunden aus Frankreich bekomme. Deine Mischung erscheint mir ideal —
      Gruß Jürgen

      Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Sandra,
      Das hätte ich noch nie gehört, dass man die verwendet. Das hier angegebene Rezept habe ich nur mit grünen Walnüssen probiert. LG, Ursula

      Antworten
  6. Marlene Hellwagner

    Heuer habe ich Walnüsse verwendet, die vom Baum gefallen waren und innen tw schwarz waren. Ist der Ansatz nun ungeniessbar oder gar giftig?

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Marlene,
      Oh, mit vom Baum gefallenen grünen Nüssen habe ich es noch nie probiert. Bei uns fallen sie grün aber auch nicht vom Baum ab oder es wäre mir zumindest noch nie aufgefallen. Daher habe ich das, wie gesagt, noch nie probiert. Wenn die Nüsse allerdings schon beim Schneiden schwarz waren, hört sich das für mich nicht gut an. Achtung, das könnte auch ein Zeichen sein, dass sie von der Walnussfruchtfliege befallen sind. Auch wenn es sehr schade um die verwendeten Lebensmittel ist, würde ich persönlich das nicht verwenden. Liebe Grüße, Ursula

      Antworten
  7. Nicky

    Hallo….
    Also ich habe den Schnaps auch angesetzt, ihn 6-8 Wochen ziehen lassen, gesiebt und dann die Zuckerlösung dazugeben. Wieder 2-3 Wochen gewartet und danach probiert. Ich war etwas verwundert hahaha, da ich mir einen total anderen Geschmack vorgestellt habe. 1. ist mein Schnaps dunkel, leicht grünlich und schmeckt wie Hustensaft :D …. Soll das so schmecken ?!

    Beste Grüße

    Nicky

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Nicky,
      Haha, naja, kommt darauf an welchen Hustensaft du hast ;-) Die Farbe stimmt, ist dunkelbraun mit leicht grünlichem Schimmer. Der Geschmack ist sehr würzig und schmeckt nach grüner Nuss und all den Gewürzen (allen voran Zimt, Nelken,….). Daher schmeckt er für mich eher weihnachtlich ;-) Lass ihn noch ein bisschen stehen und probier ihn nochmal. Aber ich denke schon, dass du alles richtig gemacht hast. Wenn man den Geschmack nicht gewöhnt ist, ist er eventuell etwas ungewöhnlich. Sonst: Einfach einem Österreicher schenken haha, denen schmeckts sicher. Liebe Grüße, Ursula

      Antworten
  8. Betti

    5 Sterne
    Hallo liebe Ursula,
    Ich setze den Nussschnaps auch heuer wieder an. Diesmal die doppelte Menge. Ich habe das Rezept letztes Jahr zum ersten Mal gemacht, genau wie im Rezept nur ohne Minze. Der Schnaps ist grandios geworden. Ich habe ihm wirklich viel Zeit zum Rasten gegeben und ihn dann als Weihnachsgeschenk in kleine Flaschen abgefüllt. Alle Beschenkten waren begeistert und ich habe es dann ein bisschen bereut, dass ich mir nicht mehr selbst behalten habe. Daher heuer also die doppelte Menge 😄. Vielen Dank! Bettina

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Betti,
      Ich finde auch, dass der Nusschnaps ein perfektes Geschenk oder Mitbringsel ist! Doppelte Menge kann nicht schaden ;-) Freut mich, dass du ihn auch heuer wieder machen willst. Alles Liebe, Ursula

      Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Lieber Niels,
      Ich hoffe, du probierst den Schnaps. Und bitte nicht vergessen: Wenn der Baum nicht dir gehört, immer die Besitzer fragen und nicht einfach die Nüsse ernten ;-)
      LG, Ursula

      Antworten
  9. Nicolette

    4 Sterne
    Voriges Jahr gemacht, geschmacklich sehr gut aber mir ist er zu stark , also ein bisschen zu kräftig/würzig. Liebe Ursula, glaubst du ich könnte ihn dieses Jahr mit etwas weniger Gewürzen ansetzen?. Nici

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Nicolette,
      Freut mich, dass dir der Nussschnaps schmeckt. Also wenn er dir geschmacklich was die Gewürze betrifft zu intensiv ist, kannst du natürlich gerne weniger Gewürze in den Alkohol geben. Was ich aber machen würde ist, den Schnaps zu „verdünnen“. Gib doch noch ein bisschen neutralen Alkohol und Zucker dazu, lass ihn kurz stehen und probiere ihn dann nochmals. So hast du Mengen-mäßig auch gleich mehr Schnaps (zum Verschenken natürlich ;-)), LG, Ursula

      Antworten
  10. beate

    5 Sterne
    ich bin gerade auf ihr rezept gestossen weil unsere nuesse dieses jahr auch abfallen wegen der trockenheit , hab schon einige weggeschmissen und wollte fragen obich das rezept jetzt noch ansetzen kann lg beate

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Beate,
      Normalerweise pflückt/schneidet man die grünen Nüsse direkt vom Baum. Du meinst, du willst die abgefallenen verwenden oder? Wahrscheinlich sind sie aus einem Grund abgefallen – wie du sagst, zB Trockenheit. Dh die Nüsse könnten beeinträchtigt sein. Ich würde auch keine nehmen, die schon zu lange vom Baum gefallen waren. Schneide doch ein, zwei Nüsse auf und sieh sie dir an. Anfang Juli kann man sie oft noch verwenden – je später es wird, desto härter ist die Schale zum Durchschneiden. Also so lange sie innen schön aussehen und du sie aufschneiden kannst, würde ich persönlich sie verwenden (keine Gewähr). Wenn sie innen schwarz sind oder ähnliches bitte nicht verwenden! LG, Ursula

      Antworten
      1. beate

        Danke , ich hab sie aufgeschnitten und sahen noch sehr gut aus , zum vergleich habe ich eine vom Baum genommen , da ich meinen Rosenblütenlikor noch mit Wodka verdünnt hatte weil ich dachte es sind zuviele Rosenblütendrinne war er einfach jetzt zu stark , nun kamen die grünen Walnüsse noch rein , bin gespannt was das wird …….. lach lg Beate

        Antworten
  11. Philson

    Hallo, ich probiere das Rezept gerade aus. Ich habe die Nüsse Anfang Juli geerntet und geschnitten. Sie waren an sich im Inneren fest und weiß, allerdings hatten sie auch noch Flüssigkeit in den Kammern. Ist das ok?
    Nach dem Ansetzen mit Wodka hat sich die Flüssigkeit zunächst gelb/grünlich, dann direkt über den Nüssen stark grün und darüber braun. Wollte nur mal fragen, ob das so passt. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen :) Danke für das Rezept
    VG

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Philson,
      Ich denke, wenn du die Nüsse im Juli geerntet hast und noch ein bisschen (gelartige) Flüssigkeit drin war, ist das schon ok. Auch, dass sich der Alkohol zuerst gelb, dann grün und braun verfärbt ist normal. Du kannst den Ansatz auch kurz leicht schwenken oder etwas umrühren, wenn du magst. Nun heißt es also warten …. :)
      LG, Ursula

      Antworten
      1. Philson

        Danke für die Antwort. Der Ansatz steht nun seit 3 Wochen und ist nicht wie auf deinen Bildern braun sondern nach wie vor dunkelgrün und durchsichtig. Bin mir nicht sicher, ob die Nüsse noch zu unreif waren…

        Antworten
        1. Ursula Artikelautor

          Rühre ihn einfach einmal um und dann lasse ihn noch ein paar Wochen stehen. Vielleicht wird er ja noch. Zu unreife Nüsse kann ich mir irgendwie nicht vorstellen …

          Antworten
  12. Paul Prusa

    5 Sterne
    Danke für dieses ausführliche Rezept! Leider habe ich nicht alle Zutaten bekommen. Sternanis und Minzblätter sind bei mir nicht dabei, aber ich habe eine kleine Portion Rosmarin dazugetan. Insgesamt auch Vanille und Zitronenzesten etwas stärker zugesetzt. Das Glas steht seit gestern gefüllt am Fenster. Die Nüsse aus Eddersheim am Main, der Wodka aus Schweden, schau´n wir mal, ob dieser Erstversuch gelingt! Nach meiner Nase riecht die Mischung fast schon wie der fertige Nussschnaps. Freue mich auf das Ergebnis! LG Paul

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Lieber Paul,
      Freut mich, dass du den Nusslikör angesetzt hast! Das macht nichts, wenn nicht alle Gewürze drin sind. Und wenn du magst, kannst du auch zB den Sternanis „nachliefern“, falls du ihn findest. Mehr Vanille und Zitrone ist sicher auch keine schlechte Idee und Wodka aus Schweden sowieso. Bin schon gespannt, ob deiner Nase und deinem Gaumen das Endresultat schmeckt. Meld dich im Dezember wieder ;-) Liebe Grüße, Ursula

      Antworten
  13. Beat

    Ich habe von Freunden ein ähnliches Rezept erhalten.
    Nach 4 Wochen, Nüsse und Gewürze abgelehrt und abgeschmeckt, er hatte einen feinen nussigen, braunen Geschmack! Nach einer Woche wieder abgeschmeckt und die Farbe ist stark grünlich geworden….das mich beinruhigt….Starker Geschmack nach grünen Nüssen. Zucker und Wasser dazu gegeben und abgefüllt und an die kühle in den Keller gestellt. Reift der Schnaps auch in kleinen Flaschen oder muss er nochmals im grossen an der Wärme bleiben? Danke für das Feedbck.

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Lieber Beat,

      Dh. du hast nicht das Rezept von hier verwendet sondern ein anderes oder? Nachdem ich das Rezept (und die Zutaten) nicht kenne, kann ich dir hierbei nur bedingt weiterhelfen. Bei meinem Rezept bleiben die Nüsse ja einige Wochen länger im Alkohol als bei deinem Rezept. Wenn der Schnaps schon einmal eine braune Farbe hatte, bleibt er normalerweise schon braun. Er hat aber einen grünen Schimmer, der ist vielleicht je nach Flasche unterschiedlich gut sichtbar. Der Schnaps reift auch abgefüllt in kleine Flaschen nach, du musst ihn nicht wieder in das große Gefäß in die Wärme stellen. Lass ihn einfach einmal 2 Monate stehen und schau ihn dir dann wieder an bzw. probiere ihn nochmal. Wie gesagt, so richtig grün wird er normalerweise nicht. LG, Ursula

      Antworten
      1. Beat

        Danke für dein rasches Feedback. Ja, ich habe nicht dein Rezept verwendet. Schade!
        Ich habe 640 g Nüsse, 2.1 L Wodka, 150 g Kandiszucker, 2 1/2 Standen Zimt, 5 Nelken und 9 Sternänis verwendet. Nach 4 1/2 Wochen die Nüsse und Gewürze abgelehrt und jetzt in kleine Flaschen gefüllt und im kühlen Keller. Danke für deine Info. Ich werde den Schnaps nun 2 Monate stehen lassen und dann schauen.
        En Gruss, Beat

        Antworten
        1. Ursula Artikelautor

          Ja, lass ihn wirklich einfach noch stehen. Vielleicht ‚pendelt‘ sich die Farbe wieder ein. Und wie gesagt, ein grünlicher Schimmer wäre schon ok….

          Antworten
  14. romain

    seltsam. habe 2 gläser mit nüssen aus verschiedenen gegenden angesetzt. in einem glas ist alles dunkel geworden, wie immer.
    im anderen hat sich absolut nix verfärbt. total klar.

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Romain,
      Nachdem der Ansatz bei mir wirklich bisher immer dunkel geworden ist, weiß ich nicht, woran das liegen könnte. Waren die Nüsse aus den verschiedenen Gegenden unterschiedlich reif? Allerdings habe ich noch nie zu „grüne“ Nüsse angesetzt und weiß daher auch nicht, ob sich die ev. nicht dunkel färben. Tut mir Leid, dass ich dir hierbei nicht weiter Helfen kann…
      LG, Ursula

      Antworten
  15. Andreas

    Hallo in die Runde, ich habe jetzt den Schnaps in die Flasche abgefüllt und nun meine Frage, kann man vielleicht noch was mit den Alkohol getränkten Nüssen machen? Mein Gedanke ist die Nüsse in Zuckersirup einzulegen (nach dem Rezept für schwarze Nüsse), ob das was wird?
    LG Andreas

    Antworten
  16. Terrassenüberdachung

    5 Sterne
    Zuerst dachte ich es wären Oliven. Habe noch nie so einen Schnapps getrunken, bin mir sicher das es sehr gut schmeckt. Werde es auch mal probieren. Danke.

    Lg Tilda

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Tilda,
      Ja, wenn man den Nussschnaps nicht kennt, schaut er ein bisschen eigenartig aus. Gleich für nächsten Juni im Kalender eintragen zum Ausprobieren :)
      LG, Ursula

      Antworten
  17. Beat

    Hallo Ursula, du hast mir ende Juli geraten, den Likör zwei Monate im kühlen Keller zu lassen.
    Ich habe den Schnapst eben aus dem Keller genommen und seine Farbe ist wunderschön braun und der Geschmack fein Danke für ein Mutmachen! Ich werde es nächstes Jahr wieder versuchen, mal mit deinem Rezept.
    Vielen Dank und schöne Weihnachts- und Neujahrstage :)

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Beat,
      Freut mich zu hören! Manche Schnäpse lassen sich offenbar ein bisschen länger Zeit. Und falls du nächstes Jahr mein Rezept probierst ist das natürlich super. Wenn du die eine oder andere Zutat nicht findest, kannst du sie auch weglassen – am wichtisten sind die grünen Nüsse, Zimt und Nelken. Schöne Feiertage!! LG, Ursula

      Antworten

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