Fluffige Buttermilk Pancakes

28. August 2014
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Buttermilk Pancakes

Von Pancakes bin ich fast genauso besessen wie von Burger(brot). Genauer gesagt: Von der Suche nach den perfekten Pancakes. Schon seit geraumer Zeit probiere ich mich durch alle möglichen Rezepte, die extra luftige, super-fluffige, oder ganz schlicht die „weltbesten“ Pancakes versprechen. Leider werde ich regelmäßig enttäuscht. Das folgende Rezept hat sich bei mir über die Jahre als mein Standard-Lieblings-Rezept entwickelt. Warum gerade dieses Rezept? 1. Es gelingt immer, sobald man den Dreh raus hat (das ist keine Kunst, meist gelingen sie gleich beim ersten Versuch). 2. Das Rezept liefert luftige, dicke Pancakes, die durch die Buttermilch jene dezente Säure erhalten, die hervorragend zu Ahornsirup passt, mit dem sie getränkt dezent beträufelt werden. 3. Es gibt kein drittens. Braucht man mehr als super schmeckende, fluffige Pancakes, die immer gelingen? Ich denke nicht ;-)

Also dann, ein paar Worte zum Rezept: Ganz nach amerikanischer Art, werden die flüssigen und die festen Zutaten in zwei getrennten Schüsseln gemischt und erst ganz am Schluss vermengt – möglichst zügig. Das soll verhindern, dass die Pancakes zäh werden. Das heißt einerseits werden Eier, Buttermilch und zerlassene Butter gründlich mit einem Schneebesen verrührt, andererseits werden Mehl, Salz, Zucker, Backpulver und Natron sorgfältig vermengt. Ich verwende Backpulver UND Natron, da die Pancakes dadurch noch luftiger werden (so kommt es mir zumindest vor). Das Rezept funktioniert aber auch ausschließlich mit Backpulver. Verlangt eines meiner Rezepte nach Backpulver, ist im Rezept immer (Weinstein-)Backpulver angegeben. Ich ziehe Weinsteinbackpulver herkömmlichem vor, da Backwaren damit nicht diesen typischen Backpulver-Geschmack erhalten, auch wenn man einmal zu viel erwischt. Natron bitte wirklich nicht mehr verwenden, als im Rezept angegeben, sonst schmecken sie bitter.

Buttermilk Pancakes Teig

Der Teig soll sehr dickflüssig sein, damit er in der Pfanne nicht zu viel auseinanderläuft.

Die flüssigen und festen Zutaten werden dann rasch gemischt – am besten mit einem Schneebesen – und kurz zum Quellen stehen gelassen. Ich rühre immer die Mehlmischung in die flüssigen Zutaten ein und nicht umgekehrt, da sich dadurch trockene und flüssige Zutaten schneller vermengen und kein Mehl am Schüsselboden kleben bleibt. In der Zwischenzeit eine Pfanne auf mittlere Hitze vorheizen und ganz wenig Butterschmalz oder neutrales Öl (zB Sonnenblumen) darin verteilen. Früher hatte die erste Partie meiner Pancakes immer ein anderes „Muster“ als die nachfolgenden – zu viel Öl war der Grund dafür. Seither gebe ich nur ganz wenig Öl in die Pfanne und verteile es mit einem Pinsel oder Pfannenwender. Die Pancakes bekommen dadurch diese schöne, gleichmäßig braune Farbe – ganz so wie in den Diners und Pancake-Häusern in den USA. Manchmal hat die erste Partie Pancakes aber immer noch eine etwas andere Farbe – also nicht entmutigen lassen, die darauffolgende Partie wird bestimmt gleichmäßiger.

Pro Pancake gibt man 2 EL des Teigs (Ø 10 cm) in die Pfanne, mit dem Löffel lassen sich dann auch noch unschöne Formen kaschieren. Der Teig soll eine dickflüssige Konsistenz haben und in der Pfanne nur geringfügig auseinanderlaufen. Die Pancakes – bei mir passen 2-3 in die Pfanne – bei mittlerer (eher mehr) Hitze solange backen, bis an der Oberfläche Luftbläschen sichtbar sind und sich die Unterseite goldbraun färbt. Vorsichtig wenden, denn die Oberseite ist noch nicht ganz fest. Aus diesem Grund sollte man nie zu viele Pancakes auf einmal in der Pfanne haben, das Umdrehen erfordert ein bisschen Platz. Dann von der zweiten Seite ebenfalls goldgelb backen.

Buttermilk Pancakes backen

Die Pancakes mit wenig Öl in der Pfanne backen, bis an der Oberfläche Luftbläschen sichtbar sind und sich die Unterseite goldbraun färbt, dann vorsichtig (!) wenden.

Direkt aus der Pfanne schmecken sie zwar am besten, meist bleibt aber ein kurzes Warmhalten nicht aus, vor allem wenn mehrere Personen essen. Oder ideal, leider nicht recht sozial: Einer steht am Herd und die anderen essen ;-)

Klassisch werden Pancakes in den USA mit Cream und Ahornsirup serviert. Es hat etwas gedauert, bis ich herausfand, was Cream genau ist, nämlich überschlagener Schlagobers (Sahne), der mit etwas Salz fast zu Butter geschlagen wird bzw. zimmerwarme Butter mit wenig Milch aufgeschlagen (whipped butter). Guter Ersatz dafür ist ein Stück gesalzene Butter, die auf den heißen Pancakes langsam schmilzt. Zusätzlich passen frische Früchte wie Heidelbeeren (buttermilk blueberry pancakes) sowie Erdbeeren, Himbeeren oder Bananenscheiben. Ein weiterer, ganz unauthentischer, Favorit von mir: Pancakes mit einem Klacks Nutella und Bananenscheiben – diese Version habe ich aber bisher in keinem American Diner erblickt – noch nicht …

American Pancakes

Gutes Gelingen!
 

Fluffige Buttermilk Pancakes

Ergibt 10 Pancakes

Fluffige Buttermilk Pancakes

Zutaten

  • 2 Eier (M)
  • 240 ml Buttermilch
  • 3 EL zerlassene Butter (30 g)
  • 175 g Mehl (W 480 glatt od. universal; Deutschland: Type 405)
  • 2 TL (Weinstein-)Backpulver
  • ¼ TL Natron
  • 1 EL feiner Kristallzucker
  • 1/8 TL Salz
  • Butterschmalz oder neutrales Öl zum Backen
  • Ein Stück gesalzene Butter, Ahornsirup und Heidelbeeren zum Anrichten

    EL/TL sind immer gestrichen, siehe verwendete Maßeinheiten

Zubereitung

  1. Eier, Buttermilch und zerlassene Butter in einer großen Rührschüssel gut verschlagen.
  2. In einer extra Schüssel Mehl, Backpulver, Natron, Zucker und Salz vermengen.
  3. Die Mehlmischung rasch in die flüssigen Zutaten einrühren. Der Teig sollte nicht zu viel gerührt werden, Klümpchen sind kein Problem. Den Teig einige Minuten quellen lassen.
  4. Wenig Butterschmalz oder Öl in einer Pfanne erhitzen und pro Pancake 2 EL des Teigs in die Pfanne geben (rund 10 cm Ø). Der Teig sollte dickflüssig sein und in der Pfanne nur ein klein wenig auseinanderlaufen.
  5. Die Pancakes bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun backen. Pancakes schmecken am besten frisch aus der Pfanne. Zum Warmhalten in einen tiefen Teller (oder eine Schüssel) geben und mit einem umgedrehten Teller zudecken bzw. im Backofen warm halten.
  6. Die fertigen Pancakes mit einem Stück gesalzener Butter, Ahornsirup und Heidelbeeren (oder anderen Früchten) anrichten.

Tipp

Zu viel Natron macht die Pancakes bitter – ¼ TL ist wirklich genug …

http://www.tasteoftravel.at/buttermilk-pancakes/

Hast du dieses Gericht nachgekocht? Hier könnte dein Ergebnis gezeigt werden. 
Schicke dazu einfach ein Bild an ursula@tasteoftravel.at

Pancakes von User nachgekochtUserin Manu hat Pancakes gemacht: "Ich habe am Wochenende die Buttermilk-Pancakes probiert und sie sind super gelungen (auch ohne Natron). Und das Stück gesalzene Butter oben drauf macht einiges her - ich liebe gesalzene Butter!!"
Fluffige Buttermilk Pancakes zuletzt geändert: 13 April 2016 von Ursula

5 Gedanken zu „Fluffige Buttermilk Pancakes

  1. Bennet

    Hallo Ursula,

    ich liebe Pancakes. Seit meinem USA-Aufenthalt nach dem Abitur bin ich süchtig nach diesen Dingern. Ich esse sie fast jeden Morgen. Und man sie kalt auch gut überall mit hinnehmen. Ab und zu probiere ich es mit kleinen Änderungen am Rezept, aber das Original schmeckt einfach am besten.

    Gruß Bennet

    Antworten
  2. Sophie

    Hallo Ursula,
    mich hat dieses Rezept sofort angesprochen, durch den sehr schön lesbaren Artikel.. und da kam mir eine Frage auf: Kann man die Buttermilch durch irgendetwas ersetzen? Ich bin Vegetarierin und eigtl verzichte ich oftmals auch auf Milch, hab oft einfach Wasser statt Milch verwendet. Ändert das was am Pancakes?
    LG, Sophie

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Sophie, danke, danke!
      Die Buttermilch kann durch eine Mischung aus Milch und Joghurt (je halb, halb) ersetzt werden. Wenn du überhaupt ohne Milchprodukte auskommen willst, wird es etwas schwieriger, da das Backpulver mit der Säure in diesen Zutaten reagiert und die Pancakes luftig macht. Ich habe dieses Rezept noch nie ohne Milchprodukte probiert, könnte mir aber vorstellen, dass Soja- oder Mandelmilch ebenfalls funktioniert (ev. etwas weniger Flüssigkeit verwenden, sie sollen schön dickflüssig sein). Dann bitte 2 TL Essig oder etwas Zitronensaft in den Teig geben (damit das Backpulver etwas hat, womit es reagieren kann). Lg, Ursula

      Antworten
  3. Werner

    Hab deine Pancakes mit Kräuter erweitert und als Bun für den Burger verwendet. Hat super geschmeckt und wie du geschrieben hast waren sie sehr fluffig.

    Lg Werner

    Antworten

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