American Apple Pie

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American Apple Pie Bestes Rezept

Apple Pie ist eines der beliebtesten Gerichte hier in den USA. Ob in Form eines gedeckten Pies oder mit Gitter, Apple Pie wird fast immer als Inbegriff der USA gesehen. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: „As American as apple pie.“ Nachdem ich nun bereits seit mehr als drei Jahren hier in Boston wohne, darf auf dem Blog natürlich ein „Old fashioned apple pie“ nicht fehlen. Ein Pie-Rezept gibt es bereits auf dem Blog, nämlich eines mit Erdbeeren. Nachdem diese jetzt nicht mehr Saison haben, sind Äpfel an der Reihe. Ich würde sagen, Apple Pie ist für US-Amerikaner in etwa so wie für uns Österreicher der Apfelstrudel (Rezept hier). Ein Klassiker, den fast jeder mag und für den es hunderte verschiedene Rezepte gibt. Natürlich ist nur das eigene Familienrezept das einzig Wahre. Nachdem ich bei Pie auf kein Familienrezept zurückgreifen kann, habe ich mir mein eigenes gebastelt.

 

Tipp für knusprige Pie-Crust

Die Pie-Crust, also der Teigboden und –deckel, wird aus Mürbteig zubereitet. Ich habe dafür das Rezept von meinem Strawberry-Pie verwendet, da es sich sehr gut bewährt hat und einfach immer funktioniert. Der Teig schmeckt übrigens so grandios, dass ich mich beim Ausrollen und Teig-in-die-Form-passen immer über möglichst viele Teigreste freue, die ich zu einem Taler zusammenknete (ähnlich amerikanischen „Biscuits“) und neben dem Pie im Ofen mitbacke.

 

Den Mürbteig pinsle ich mit einer Mischung aus Eiklar und Wasser ein, bevor die Füllung zugegeben wird. Das verhindert ein Einsickern der Flüssigkeit in den Teigboden und der Teig bleibt knackig – ein Tipp, den ich in Sheila Lukins „USA Cookbook“ entdeckt habe. Ein weiterer Tipp, den ich beherzige, ist ein selbst gebasteltes „Pie-Shield“ aus Alufolie zu verwenden. Oft werden die Ränder von Pies etwas zu dunkel – ein Stück Alufolie kann das leicht verhindern (siehe Video-Anleitung hier).

 

Die Pie-Crust kann übrigens bis zu drei Tage im Voraus zubereitet werden. Den Teig dafür am besten in Scheiben mit ca. 2 cm Stärke ausrollen, gründlich in Frischhaltefole einpacken und im Kühlschrank lagern. Vor dem Ausrollen muss man dem Teig etwas Zeit geben, sich an die Raumtemperatur zu gewöhnen, sonst bricht er sehr leicht.

Die schönste goldbraune Farbe erhält der Pie, wenn er vor dem Backen mit  einer Mischung aus Eigelb und Milch bepinselt wird.

Klassischer American Apple Pie Rezept

 

Eine traditionelle Apple-Pie Füllung

Was die Füllung betrifft, habe ich eine sehr klassische und traditionelle Variante ohne viel Tamtam gewählt. Die Füllung besteht aus leicht säuerlichen Äpfeln (hier Jonagold), Zucker, Zimt, etwas Muskatnuss und etwas Maisstärke zum Eindicken. Das einzige, das vielleicht nicht ganz authentisch ist, ist der reduzierte Zuckeranteil. In vielen Rezepten wird für eine klassische Pie-Form (23 cm ∅), die auch ich hier verwende, 150 bis 200 Gramm Zucker verwendet. Ich habe diesen Apple Pie zwei Mal gebacken, einmal mit 120 Gramm Zucker und einmal mit 100 Gramm und finde 100 g reichen völlig aus. Natürlich hängt das stark von der Säure der Äpfel ab. Zudem kann man den fertigen Pie ja noch mit Staubzucker bestäuben, wenn er nicht süß genug ist. Ganz zu schweigen von der Kugel Vanilleeis, mit der Apple Pies oft serviert werden.

 

Nach der Backmethode unten im Rezeptteil bei 200°C Ober- und Unterhitze für rund 45 Minuten werden die Äpfel zwar weich, zerfallen aber nicht. Bei meinem ersten Versuch habe ich den Pie bei 175°C gebacken. Er hat ganze 1,5 Stunden benötigt, um goldbraun zu werden und die Äpfel waren danach eher zerkocht. Ich habe beides mal die gleiche Apfelsorte (Jonagold) verwendet. Natürlich hängt es generell auch von der Apfelsorte ab, inwieweit die Äpfel die Form behalten bzw. matschig werden. Aber nach diesem Experiment habe ich das Gefühl, dass eine lange Backzeit bei etwas reduzierter Temperatur das Ergebnis ebenfalls beeinflusst. Mir schmeckt der Pie besser, wenn die Äpfel nicht ganz zerfallen, deshalb findet sich dieses Rezept auch weiter unten.

 

Ich finde, am besten schmeckt Apple Pie lauwarm, mit einer Kugel Vanilleeis und etwas Karamellsauce. Die Karamell-Sauce ist schnell selbst gemacht und hält sich sehr lange im Kühlschrank. Ich habe sie beim ersten Mal nur deshalb verwendet, weil ich die Sauce von den Ice Cream Sundaes noch übrig hatte, finde das Geschmacksergebnis mit dieser Kombination aber perfekt. Von nun an gibt es immer eine Kugel Vanilleeis und Karamellsauce dazu.

 

Schritt für Schritt Rezept für American Apple Pie

Mürbteig für Apple Pie

Die kalte Butter in das Mehl mit dem Blitzhacker od. mit den Fingern einarbeiten.

Zuerst den Mürbteig zubereiten, nachdem dieser eine Stunde im Kühlschrank rasten muss. 180 g kalte Butter in kleine Stücke schneiden und in den Gefrierschrank stellen, währenddessen die restlichen Zutaten vorbereiten. 300 g Mehl, 3/4 TL Salz und 2 EL Zucker (genaue Zutatenangaben im Rezeptteil unten)  in einer großen Schüssel gut vermischen. Die kalten Butterstücke in einer Küchenmaschine mit Schneideeinsatz oder direkt in der Schüssel mit den Fingerspitzen in die Mehlmischung einarbeiten, bis eine bröselige Masse entsteht.

Teig für Apple Pie Rezept

Die kalte Butter ist in die Mehlmischung eingearbeitet.

90 ml (ca. 9 EL) Eiswasser mit einem Löffel unter die Mehlmischung mengen.

Teig Rezept für Apple Pie

Eiswasser zugeben und rasch zu einem Teig kneten.

Die bröselige Masse rasch zu einem Teig kneten, damit die Butter nicht schmilzt.

 

Mürbeteig Rezept für Pie

Teig teilen und zu zwei dicken Scheiben ausrollen.

Den Teig in zwei Stücke teilen, wobei ein Teil etwas größer sein sollte (ca. 320 g und 270 g). Jedes Teigstück auf einer bemehlten Arbeitsfläche tellergroß ausrollen. Den Teig mindestens eine Stunde im Kühlschrank in Frischhaltefolie eingepackt rasten lassen.

Äpfel für Apple Pie

Äpfel in dünne Scheiben schneiden.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. 1 kg Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und die Viertel in dünne Scheiben schneiden. Die Äpfel zwischendurch mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht allzu stark bräunen.

Einfaches Rezept Apple Pie Füllung

Äpfel und Zuckermischung bis kurz vor dem Backen separat halten.

100 g Zucker, 20 g Stärke, 3/4 TL Zimt und eine Prise Muskat in einer Schüssel gut vermengen (so klumpt die Stärke nicht), aber noch nicht mit den Äpfeln mischen. Äpfel und Zuckermischung erst kurz bevor die Füllung in die Form kommt, vermengen, da die Füllung sonst flüssig wird.

Teig Crust für Apple Pie

Den Teigboden ausrollen und in die Form einpassen.

Die größere Hälfte des Teiges aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem Nudelholz auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. War der Teig länger als eine Stunde im Kühlschrank (zB über Nacht), vor dem Ausrollen kurz bei Raumtemperatur temperieren lassen. Den Teig während des Ausrollens immer wieder wenden und bemehlen. Der Teig soll etwas größer als die Form ausgerollt werden – Seitenwände und mindestens 1 cm Überhang einrechnen. Die Oberfläche des Teiges nochmals leicht bemehlen, den Teig auf die Hälfte zusammenklappen, dann nochmals vorsichtig auf ein Viertel zusammenklappen und in die Form heben (siehe Bild oben). Die Teigspitze soll sich genau in der Mitte der Form befinden.

Teig für Classic Apple Pie

Den Teig in die Form einpassen.

Den Teig vorsichtig auseinanderfalten und in die Form einpassen. Es sollen keine Luftblasen eingeschlossen sein und der Teig soll über den Rand hängen. Der Teig lässt sich übrigens leicht flicken und zusammenstückeln, sollten Löcher entstehen.  Den Teigboden in der Form kühl stellen und die andere Teighälfte ausrollen – ebenfalls etwas größer als die Form.

Sobald der Pie-Deckel ausgerollt ist, den Pie-Boden aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem Eiweiß, das mit 1 EL Wasser vermischt ist, bestreichen. Dadurch bleibt der Teig knusprig, da das Eiweiß das Einsickern der Flüssigkeit in den Teig verhindert.

Rezept Klassische Apple Pie Füllung

Die Äpfel mit der Zuckermischung vermengen.

Äpfel mit der Stärke-Zuckermischung vermengen …

Old fashioned American Apple Pie Rezept

Den Pie mit den Äpfeln füllen.

… und in die Pie-Form füllen.  In der Mitte der Form darf ruhig ein kleiner Hügel entstehen.

Apple Pie Crust formen

Die zweite Teighälfte auf der Füllung platzieren und die Ränder trimmen und einschlagen.

Den zweiten ausgerollten Teig darauf platzieren, die Ränder aneinander drücken und den Teigüberhang beider Teige mit einer Schere auf 1 cm Überhang abschneiden. Den Teig von Boden und Deckel nach unten Einschlagen …

Die Ränder dekorativ verzieren.

… und dekorativ verzieren. Ich habe diese Variante gewählt. Teigreste zu einem Taler formen und später im Ofen neben dem Pie mitbacken.

Rezept Traditioneller Apple Pie

Den Pie mit einer Mischung aus Eigelb und Milch bepinseln.

Eigelb mit 2 TL Milch (oder Wasser) verrühren und den Pie damit vorsichtig bepinseln. (Achtung, der Teig ist weich).

Einfaches Rezept Apple Pie

Schlitze in den Teigdeckel machen, damit Dampf entweichen kann.

Mit einem Messer einige Schlitze in den Teig schneiden, damit Dampf entweichen kann. Alustreifen um die Form herum befestigen, die nach rund einer halben Stunde Backzeit über die Ränder geklappt werden können. Die Ränder werden sonst oft zu knusprig. Eine genaue Anleitung gibt es zB hier.

American Apple Pie Rezept

Den Pie backen, bis er goldbraun ist, rund 45 Minuten.

Den Pie im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze rund 45 Minuten backen, bis die Oberseite golden ist. Nach rund 25 Minuten Backzeit die Alufolie über den Rand klappen.

American Apple Pie einfaches Rezept

Den Pie aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen und lauwarm genießen. Die Füllung dickt beim Abkühlen deutlich ein. Den Pie entweder so wie er ist bzw. mit Staubzucker bestäubt servieren – oder noch besser: mit einer Kugeln Vanilleeis und etwas Karamellsauce (mein Rezept findet ihr hier, ab Bild 4 ).

 

 

American Apple Pie

Ergibt eine 23 cm ? Form

American Apple Pie

Rezept für einen klassischen "Old fashioned Apple Pie" mit knuspriger Pie-Crust und einer traditionellen Apfel-Füllung, die nicht zu süß ist.

Zutaten

    Für den Teig
  • 180 g kalte Butter
  • 300 g Mehl (W 480, universal od. glatt; Deutschland: Type 405)
  • 3/4 TL Salz (3 g)
  • 20 g Zucker (ca. 2 gestr. EL)
  • 90 ml Eiswasser (ca. 9 EL)
  • Zum Bestreichen: 1 Ei
    --> Für eine Zubereitung im Voraus siehe Tipp.
  • Für die Füllung
  • 1 kg Äpfel (hier: 5 große Jonagold), ergibt ca. 830 g Apfelscheiben
  • 1/2 Zitrone
  • 100 g feiner Kristallzucker
  • 2 gehäufte EL Maisstärke (20 g)
  • 3/4 TL gemahlener Zimt
  • 1 Prise gemahlene Muskatnuss

    Zum Servieren (optional):
  • Staubzucker
  • Vanilleeis
  • Karamellsauce

Zubereitung

    Mürbteig zubereiten
  1. Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und in den Gefrierschrank stellen, währenddessen die restlichen Zutaten vorbereiten.
  2. Mehl, Salz und Zucker in einer großen Schüssel gut vermischen. Die kalten Butterstücke in einer Küchenmaschine mit Schneideeinsatz oder direkt in der Schüssel mit den Fingerspitzen in die Mehlmischung einarbeiten, bis eine bröselige Masse entsteht.
  3. 90 ml (ca. 9 EL) Eiswasser mit einem Löffel unter die Mehlmischung mengen. Die bröselige Masse rasch zu einem Teig kneten, damit die Butter nicht schmilzt. Den Teig in zwei Stücke teilen, wobei ein Teil etwas größer sein sollte (ca. 320 g und 270 g).
  4. Jedes Teigstück auf einer bemehlten Arbeitsfläche tellergroß ausrollen. Den Teig mindestens eine Stunde im Kühlschrank in Frischhaltefolie eingepackt rasten lassen oder bis zu 3 Tage im Voraus zubereiten (siehe Tipp).
  5. Füllung zubereiten
  6. In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Die Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und die Viertel in dünne Scheiben schneiden. Die Äpfel zwischendurch mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht allzu stark bräunen.
  7. Zucker, Stärke, Zimt und Muskat in einer Schüssel gut vermengen (so klumpt die Stärke nicht), aber noch nicht mit den Äpfeln mischen. Äpfel und Zuckermischung erst kurz bevor die Füllung in die Form kommt, vermengen, da die Füllung sonst flüssig wird.
  8. Teig ausrollen
  9. Die größere Hälfte des Teiges aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem Nudelholz auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. War der Teig länger als eine Stunde im Kühlschrank (zB über Nacht), vor dem Ausrollen kurz bei Raumtemperatur temperieren lassen. Den Teig während des Ausrollens immer wieder wenden und bemehlen. Der Teig soll etwas größer als die Form ausgerollt werden - Seitenwände und mindestens 1 cm Überhang einrechnen.
  10. Die Oberfläche des Teiges nochmals leicht bemehlen, den Teig auf die Hälfte zusammenklappen, dann nochmals vorsichtig auf ein Viertel zusammenklappen und in die Form heben. Die Teigspitze soll sich genau in der Mitte der Form befinden. Den Teig vorsichtig auseinanderfalten und in die Form einpassen. Es sollen keine Luftblasen eingeschlossen sein und der Teig soll über den Rand hängen. Der Teig lässt sich übrigens leicht flicken und zusammenstückeln, sollten Löcher entstehen.
  11. Den Teigboden in der Form kühl stellen und die andere Teighälfte ausrollen – ebenfalls etwas größer als die Form.
  12. Pie füllen
  13. Pie-Boden aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem Eiweiß, das mit 1 EL Wasser vermischt ist, bestreichen. Dadurch bleibt der Teig knusprig, da das Eiweiß das Einsickern der Flüssigkeit in den Teig verhindert.
  14. Äpfel mit der Stärke-Zuckermischung vermengen und in die Pie-Form füllen. In der Mitte der Form darf ruhig ein kleiner Hügel entstehen.
  15. Den zweiten ausgerollten Teig darauf platzieren, die Ränder aneinander drücken und den Teigüberhang beider Teige mit einer Schere auf 1 cm Überhang abschneiden. Den Teig von Boden und Deckel nach unten Einschlagen und dekorativ verzieren. Teigreste zu einem Taler formen und später mitbacken.
  16. Eigelb mit 2 TL Milch (oder Wasser) verrühren und den Pie damit vorsichtig bepinseln. (Achtung, der Teig ist weich). Mit einem Messer einige Schlitze in den Teig schneiden, damit Dampf entweichen kann. Alustreifen um die Form herum befestigen, die nach rund einer halben Stunde Backzeit über die Ränder geklappt werden können. Die Ränder werden sonst oft zu knusprig.
  17. Pie backen
  18. Den Pie im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze rund 45 Minuten backen, bis die Oberseite golden ist. Nach rund 25 Minuten Backzeit die Alufolie über den Rand klappen.
  19. Den Pie aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen und lauwarm genießen. Die Füllung dickt beim Abkühlen deutlich ein. Den Pie entweder so wie er ist bzw. mit Staubzucker bestäubt servieren – oder noch besser: mit einer Kugeln Vanilleeis und etwas Karamellsauce

Tipp

Die Pie-Crust kann übrigens bis zu drei Tage im Voraus zubereitet werden. Den Teig dafür am besten in Scheiben mit ca. 2 cm Stärke ausrollen, gründlich in Frischhaltefole einpacken und im Kühlschrank lagern. Vor dem Ausrollen muss man dem Teig etwas Zeit geben, sich an die Raumtemperatur zu gewöhnen, sonst bricht er sehr leicht.

http://www.tasteoftravel.at/american-apple-pie/

 

Erfreuliche News: Im Finale des Austrian Food Blog Awards

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Dieser Blogeintrag freut mich ganz, ganz besonders. Zwei meiner Rezepte sind in die engere Auswahl für den Austrian Food Blog Award gekommen. Meine Pulled Pork Sliders haben es in die Shortlist der Kategorie „Food & Travel“ geschafft und die Allerheiligen Steigerl (Himmelsleiter) sind im Finale der Kategorie „Kulinarische Schätze“ zu finden. Von jeweils über 100 eingerechten Rezepten pro Kategorie wurden Jeweils 6 Rezepte als Finalisten für die Shortlist ausgewählt. Nun ist die Jury am Zug und wählt ihren Favoriten. Am 21. Oktober werden dann die Gewinner bekannt gegeben. Drückt mir die Daumen!

Chiapudding mit Zwetschkenröster

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Chiapudding mit Zwetschkenröster Rezept

Dieses Grundrezept für Chiapudding gelingt immer, egal welche Milch man vorzieht. Meist wird hier in den USA für Chiapudding zu Pflanzenmilch gegriffen – am beliebtesten sind Kokos-, Mandel- oder Sojamilch. Von den europäischen Vorlieben, weiß ich derzeit weniger, da ich seit einigen Jahren in Boston lebe. Ich nehme an, sie werden ähnlich sein, da Trends im kulinarischen Bereich üblicherweise aus den USA nach Europa überschwappen. Warum eigentlich? Könnte das nicht einmal umgekehrt sein?

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Pomodori Semi Secchi – Halbgetrocknete Tomaten

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Semi getrocknete Tomaten Rezept

Es gibt fast nichts Besseres auf einer Pizza oder in einem Salat als halbgetrocknete Tomaten. Tomaten nach dieser Zubereitungsweise vereinen die Vorteile von frischen und von getrockneten Tomaten: Sie sind einerseits noch saftig weil sie nicht wie sonnengetrocknete Tomaten fast gänzlich ihre Flüssigkeit verlieren, andererseits wird ihnen durch das Trocknen bereits genug Saft entzogen um ihre natürliche Süße in den Vordergrund zu bringen. Pomodori (Tomaten) semi (halb) secci (trocken) sind eben so ein perfektes Mittelding.
Diese halbgetrockneten Tomaten passen perfekt für Salate, als Pizza-Topping (die Pizza erst nach dem Backen damit belegen), zu Pasta oder als Antipasti.

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Taboulé – Bulgur-Salat mit Petersilie

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Tabbouleh Rezept

An heißen Tagen gibt es kaum ein besseres Mittagessen als einen Salat, oder besser gesagt: einen Salat mit Substanz. Blattsalate machen nur bedingt oder kurzfristig satt – das ist mit einem Salat auf Getreidebasis ganz und gar nicht der Fall. Taboulé (oder Tabbouleh) ist auch unter dem Namen „Petersiliensalat“ bekannt, was auf die große Menge an fein gehackter Petersilie, die er enthält, zurückzuführen ist. Das folgende Rezept ist ein sehr klassisches, was die Zutaten betrifft.

 

Hauptbestandteil ist Bulgur, ein vorgedämpfter (parboiled) und zerkleinerter Weizen. Meist wird für die Herstellung Hartweizen verwendet. Nach dem Dämpfen wird der Weizen zerkleinert und als feiner oder grober Bulgur verkauft. Feiner Bulgur ist schneller weich gekocht als grober. Ich verwende für dieses Rezept einen relativ grob zerkleinerten Bulgur.

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Brioche French Toast mit Erdbeeren

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Flaumiger French Toast Rezept

Ein French Toast darf in den USA in keinem Frühstückslokal fehlen. Im deutschsprachigen Raum ist dieses Gericht den meisten als Arme Ritter bekannt. Was das verwendete Brot für French Toast betrifft, gibt es eine Vielzahl an Varianten: Manche verwenden Weißbrot, andere Brioche oder Toastbrot und neuerdings finden ich häufiger Croissants French Toasts auf den Speisekarten der Lokale.

Welches Brot auch immer verwendet wird – ich verwende hier einen selbstgemachten Brioche-Striezel – es sollte nicht frisch sein. Trockenes Brot saugt die Milch-Ei-Masse viel besser auf als frisches. Was die Gewürze betrifft, habe ich hier eine klassische Variante gewählt: Zimt, Vanille und Salz reichen aus. Flüssiges Vanille-Extrakt (nicht Aroma!), das hier in den USA statt Vanillezucker verwendet wird, eignet sich zum Mischen mit der Ei-Masse besser. Wer keines zur Verfügung hat, kann auch herkömmlichen Vanillezucker verwenden. Die fertigen French Toasts sollen außen schön goldbraun sein und innen durchbacken aber dennoch saftig. Ein zu langes Backen oder Warmhalten im Backofen macht sie trocken.

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Grüne Frühlings-Tacos

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Soft Tacos mit Spinat und Kichererbsen Rezept

Diese Soft Tacos sind mit dem Besten, was der Frühling zu bieten hat, belegt: Frische Radieschen, der erste Spinat und knackiges Rotkraut, das zwar vorwiegend im Winter Saison hat, aber sehr lange gelagert werden kann. Die Zutaten lassen sich beliebig abwandeln und erweitern – je nachdem was gerade saisonal erhältlich ist.

 

Soft Tacos sind übrigens ideal als Reste-Verwertung. Ob kurz angebratenes oder frisches Gemüse, Obst, Protein (Fleisch, Fisch, Tofu) oder Hülsenfrüchte – auf Tacos schmeckt so ziemlich alles gut.

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Selbstgemachter Holunderblüten-Sirup

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Selbst gemachter Holunderblütensirup RezeptEs gibt kaum etwas Besseres an einem heißen Sommertag als einen Weißen Spritzer mit einem Schuss Holunderblütensaft – in Österreichs Gastronomie auch oft unter dem Namen „Kaiserspritzer“ erhältlich. Die essentielle Zutat, die aus einem herkömmlichen Weißen Spritzer ein Getränk macht, das zu allen, aber wirklich allen Anlässen passt und die Angelegenheit ein bisschen veredelt, ist der selbst gemachte Holunderblüten-Sirup, auch Hollersaft oder Holunderblütensaft genannt.

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Louisiana Gumbo

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Lousiana Chicken and Sausage Gumbo Rezept

Nachdem ich gerade von einem Road-Trip durch die US-Südstaaten zurückgekommen bin, passt Gumbo, der New Orleans Klassiker und Nationalgericht Lousianas, jetzt perfekt für den Blog. Dieses Eintopfgericht wird durch eine dunkle Einbrenn (Roux) eingedickt, die dem Gumbo das unverwechselbar rauchige Aroma verleiht.

 

Gumbo kann tendenziell nach der kreolischen oder der Cajun-Küche, den zwei dominanten Küchen in Louisiana, zubereitet werden. Für die kreolische Variante wird der Roux in der Regel nur hell- bis mittelbraun gebräunt, für die Cajun Variante wird die Einbrenn oft sehr dunkel, vergleichbar mit Milchschokolade, gebräunt. Je dunkler der Roux, desto intensiver der Geschmack und desto geringer die Bindefähigkeit von zugegebenen Flüssigkeiten. Während die kreolische Küche in Louisiana oft als „city food“ gilt, ist Cajun rustikaler in der Ausführung, mehr „country style“. Weiters verzichtet die Cajun-Küche in den meisten Gerichten auf die Verwendung von Tomaten, in der Creole-Küche kommen sie häufig zum Einsatz. Das Gumbo an dieser Stelle neigt eher in Richtung Cajun.

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Tomato Soup mit Grilled Cheese Sandwich

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Tomato Soup Grilled Cheese Sandwich in der Pfanne gemacht - Rezept

Zugegeben, dieses Rezept ist so einfach, dass es beinahe kein Rezept benötigt. Und dennoch ist eine Tomatensuppe mit Grilled Cheese Sandwich ein Gericht der Kategorie „Comfort Food“, das einen zufrieden zurücklässt und noch dazu schnell zubereitet ist – und daher gar nicht so selten auf den Tisch kommt. Bei einem Kaltwettereinbruch wie derzeit übrigens genau das Richtige.

 

Hier in Boston gibt es einige Lokale und Foodtrucks, die sich auf Grilled Cheese Sandwiches spezialisiert haben – meist mit ausgefallenen Füllungen. Mit einer einfachen Tomatensuppe serviert ist das Grilled Cheese Sandwich ein Klassiker.

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Grüne Smoothies für Anfänger

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Grüner Smoothie mit grell grüner Farbe Rezept

Dieses Rezept von mir ist zuerst in leicht abgewandelter Form in der USA-EssBar von derStandard.at erschienen.

 

War der „Grüne Smoothie“ in den USA vor einigen Jahren noch ein Mode-Getränk, gehört er bei vielen mittlerweile zum Alltag und ist in nahezu jedem Supermarkt und Café erhältlich. Die Beliebtheit des gesunden Getränks hat seit dem Hype vor einigen Jahren nicht nachgelassen – Grund genug um herauszufinden, wie der grüne Energiebringer wirklich gemacht wird. Werden Obst, grünes Blattgemüse und Flüssigkeit planlos zusammengemixt, entsteht oft ein bitteres, dunkelgrün bis braunes Getränk. Um köstlich zu schmecken und zusätzlich eine halbwegs schöne grüne Farbe hinzubekommen, benötigt es die richtigen Zutaten und das richtige Mischverhältnis – sowie einen leistungsstarken Blender. Stabmixer oder Blitzhacker funktionieren hierfür nicht.

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Pão de Queijo – Brasilianische Käsebällchen

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Rezept für Pao de queso Brasilianische KäsebällchenMeinen ersten Kontakt mit Pão de queijo („Käsebrötchen“) hatte ich auf einem brasilianischen Busbahnhof. In einer kleinen Bäckerei kauften wir noch schnell etwas Proviant für die bevorstehende Busreise. Auf Empfehlung meines Reisebegleiters – danke David – kauften wir diese brasilianischen Käsebällchen, die von nun an bei fast jeder Busreise in Brasilien unsere Begleiter sein sollten. Wieder in Österreich gelandet, habe ich nicht mehr über die Käsebällchen nachgedacht. Mehr als ein Jahrzehnt später, bei einer neuerlichen Reise nach Brasilien, erinnerte ich mich wieder: da waren sie, diese fast süchtig machenden Käse-Bällchen. Eine knusprige Kruste umhüllt einen dichten, käsigen Teig, der alles andere als herkömmlichen Brötchen ähnelt. Das innere dieser Bällchen wirkt fast etwas „speckig“ (wie ein sitzengebliebener Kuchen) – und genau das war bei meiner Rezeptentwicklung die Konsistenz, auf die ich hinarbeitete. Das Geheimnis ist Tapioka-Stärke, die für die Käsebällchen statt herkömmlichem Weizenmehl verwendet wird.

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Chia-Pudding mit Kokosmilch und Blutorangen

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Chiapudding mit Kokosmilch Rezept

Dieses Rezept für Chia-Pudding ist eigentlich nicht wirklich ein Rezept. Schließlich muss man nur Chia-Samen mit einer Flüssigkeit mischen, eine halbe Stunde warten und voila, fertig ist der Snack für Zwischendurch. Ich verwende für Chia-Pudding auf 1 EL Chia-Samen 5 EL Flüssigkeit. Amerikanische Messlöffel eignen sich zum Abmessen besonders gut, da sie nicht so flach sind wie unsere Suppenlöffel (näheres zu den Löffeln hier).

Was die Flüssigkeit anbelangt, kann eigentlich alles verwendet werden, von Milch (pflanzliche wie Mandel-, Soja- oder Kokosmilch sind sehr beliebt) über Säfte, Joghurt oder Smoothies funktioniert alles. Es können noch Gewürze, etwa Zimt und Kardamom oder Süßungsmittel wie Honig und Ahornsirup zur Flüssigkeit gemischt werden – je nach persönlicher Vorliebe.

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