Flaumige Krapfen (Berliner)

6. Februar 2016
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Flaumige Krapfen Rezept

Kein Fasching ohne Krapfen – oder Berliner, wie das Gebäck in weiten Teilen Deutschlands genannt wird. In Österreich werden Faschingskrapfen traditionell mit Marillenmarmelade gefüllt und kräftig mit Staubzucker bestäubt. Und genau so müssen sie sein ;-)

Krapfen mit Puderzucker

Vor allem in den Tagen vor dem Aschermittwoch, speziell dem Faschingsdienstag, werden so viele Krapfen verspeist wie an keinem anderen Tag im Jahr. Die Herstellung des süßen Germgebäcks am eigenen Herd erfordert allerdings etwas Fingerspitzengefühl. Für die Bearbeitung des Teiges ist ein Mixer mit Teighaken von Vorteil, da der Teig sehr klebrig ist. Ich habe den Teig dennoch ohne Hilfe eines Mixers hergestellt und von Hand geknetet – mit sehr gutem Resultat (und fast ohne Fluchen). Wichtig ist, den Teig zweimal ausreichend, also auf das doppelte Volumen, gehen zu lassen, damit er schön flaumig wird.

Rezept für Krapfen

Teig für flaumige Krapfen

Zutaten zu einem Teig mischen und auf das doppelte Volumen gehen lassen.

Die Teigzutaten werden zu einem relativ feuchten Teig geknetet. Diesen an einem warmen Ort (oder bei warmer Raumtemperatur) auf sein doppeltes Volumen gehen lassen. Das dauert rund 1 Stunde. Anschließend den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche kippen …

Teig für Krapfen ausrollen - Rezept

Den Teig auf 2 cm Stärke ausrollen.

… die Oberseite ganz leicht bemehlen und ohne ihn dazwischen zu kneten auf rund 2 cm Stärke ausrollen.

Teig für Krapfen (Berliner) ausstechen

Kreise ausstechen.

Mit einem Ring-Ausstecher oder Trinkglas Kreise ausstechen. Den Ausstecher dazwischen bemehlen, sollte er zum Kleben tendieren.

Teig für Krapfen / Berliner ausstechen

Ich habe für kleinere Krapfen einen Ausstecher mit 6 cm Durchmesser verwendet (35 g Teig je Krapfen) und für mittlere Krapfen 8 cm Ausstecher (55 g Teig) verwendet. Teigreste zu einer Kugel kneten und nochmals ausrollen und wieder ausstechen – oder …

Teig für Krapfen rundwirken

Teigreste können zu Kugeln rundgewirkt und flachgedrückt werden.

Teigreste zu Kugeln rundwirken und flachdrücken.

Teig für Krapfen gehen lassen

Die Teiglinge ein zweites mal Gehen lassen.

Die Teigkreise auf einem Blech, das mit bemehltem Backpapier ausgelegt ist, mit Abstand zueinander platzieren. Die Teiglinge mit einem Geschirrtuch an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen, bis sie doppelt so hoch sind – rund 30-45 Minuten. Die letzten 15 Minuten davon das Tuch entfernen, damit sie eine „Haut“ bekommen.

Krapfen in Fett frittieren

Die Krapfen in Fett/Öl herausbacken und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Kokosfett oder Öl in einer Pfanne oder einem geeigneten Topf auf 160-165 °C erhitzen. Das Öl soll einige Zentimeter hoch stehen. Wer keinen Kochthermometer hat, kann zur Probe ein Holzstäbchen in das Öl halten. Wenn Bläschen aufsteigen, ist es heiß genug.

Die Krapfen vorsichtig mithilfe eines Pfannenwenders mit der Unterseite nach oben schwimmend ausbacken, dabei die Pfanne zudecken, damit die Krapfen noch in die Höhe gehen. Die Krapfen vorsichtig umdrehen wenn sie goldgelb sind und ohne Deckel in der offenen Pfanne fertig backen. Die Krapfen sollen auf jeder Seite rund 1½ Minuten für kleinere Krapfen bzw. 2 Minuten für mittlere Krapfen gebacken werden und ein weißes Rändchen haben. Die fertigen Krapfen zum Abtropfen auf Küchenpapier legen und auskühlen lassen.

Flaumige Krapfen

Anschließend die Marmelade mit einem Spritzbeutel seitlich hineinspritzen. Am besten mit einem Spieß oder Essstäbchen ein Loch vorformen.

Flaumige Faschingskrapfen

Mit Staubzucker bestäuben und servieren.

Flaumige Krapfen Rezept

Krapfen schmecken am besten frisch gebacken bzw. am Backtag konsumiert.

Flaumige Krapfen (Berliner)

Ergibt 22 kleine Krapfen oder 14 mittlere

Flaumige Krapfen (Berliner)

Zutaten

  • 190 ml warme Milch
  • 60 g Zucker
  • 3/4 Pkg. Trockengerm (Hefe) (5,25 g) oder 1/3 Würfel frischer Germ (15 g)
  • 3 Eigelb (M)
  • 60 g Butter, zerlassen und etwas abgekühlt
  • 3/4 Pkg. Vanillezucker
  • 1 EL Rum
  • 1 gestr. TL Salz
  • 375 g glattes Mehl (W 480; Deutschland Type 405), plus 15 g mehr wenn von Hand geknetet

  • Zum Frittieren: Kokosfett oder geschmacksneutrales, hoch erhitzbares Öl (zB Rapsöl). Keine kaltgepressten Öle.
  • Zum Füllen: Ca. 120-150 g glatt gerührte Marillenmarmelade (ohne Fruchtstücke) + 1 TL Rum (optional), verquirlt
  • Staubzucker zum Bestäuben
  • Außerdem: Pfanne oder Topf mit Deckel

Zubereitung

    Teig zubereiten
  1. Warme Milch, Zucker und Germ in eine große Rührschüssel geben und 5 Minuten stehen lassen, bis sich der Germ aufgelöst hat. (Bei Verwendung von frischem Germ ab und zu umrühren.)
  2. Eigelbe, Butter, Vanillezucker, Rum und Salz mit einem Schneebesen einrühren und gut mischen.
  3. Rund die Hälfte des Mehls einrühren. Die breiige Masse sorgfältig mit dem Schneebesen rühren.
  4. Vom Schneebesen auf einen stabilen (Holz-)Kochlöffel oder auf einen Mixer mit Knethaken wechseln. Bei diesem Teig ist ein Mixer vorzuziehen, da er sehr klebrig ist und von Hand kneten sehr mühsam ist.
  5. Den Rest des Mehls zugeben und mit dem Kochlöffel / Mixer einrühren. Solange mixen bis ein glatter Teig entsteht (ca. 5 Minuten). Wer selbst knetet: Sobald das Mehl mit dem Löffel eingearbeitet ist, den Teig zur Mitte hin über sich selbst falten (ich mache das direkt im Rührtopf). Der Teig ist relativ klebrig, trotzdem bitte kein zusätzliches Mehl zugeben, sonst werden die Krapfen nicht flaumig. Falls der Teig zu klebrig zum Kneten ist, die Schüssel zugedeckt für 5-10 Minuten beiseite stellen. Danach lässt sich der Teig besser bearbeiten. Den Teig solange über sich selbst falten, bis er geschmeidig ist, und sich gut von der Schüssel löst, rund 5 Minuten.
  6. Eine Schüssel ölen und den Teig darin zugedeckt rund 1 Stunde bei warmer Raumtemperatur (oder an einem warmen Ort) auf das doppelte Volumen gehen lassen.
  7. Krapfen ausstechen
  8. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche kippen, die Oberseite ganz leicht bemehlen und ohne ihn dazwischen zu kneten auf rund 2 cm Stärke ausrollen (ca. 28 cm Durchmesser).
  9. Mit einem Ring-Ausstecher oder Trinkglas Kreise ausstechen. Den Ausstecher dazwischen bemehlen, sollte er zum Kleben tendieren. Ich habe für kleinere Krapfen einen Ausstecher mit 6 cm Durchmesser verwendet (35 g Teig je Krapfen) und für mittlere Krapfen 8 cm Ausstecher (55 g Teig) verwendet.
  10. Teigreste zu einer Kugel kneten und nochmals ausrollen und wieder ausstechen oder Teigreste zu Kugeln rundwirken und flachdrücken. Die Teigkreise auf einem Blech, das mit bemehltem Backpapier ausgelegt ist, mit Abstand zueinander platzieren.
  11. Teiglinge gehen lassen
  12. Die Teiglinge mit einem Geschirrtuch an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen, bis sie doppelt so hoch sind – rund 30-45 Minuten. Die letzten 15 Minuten davon das Tuch entfernen, damit sie eine "Haut" bekommen.
  13. Krapfen frittieren
  14. Kokosfett oder Öl in einer Pfanne oder einem geeigneten Topf auf 160-165 °C erhitzen. Das Öl soll einige Zentimeter hoch stehen. Wer keinen Kochthermometer hat, kann zur Probe ein Holzstäbchen in das Öl halten. Wenn Bläschen aufsteigen, ist es heiß genug.
  15. Die Krapfen vorsichtig mithilfe eines Pfannenwenders mit der Unterseite nach oben schwimmend ausbacken, dabei die Pfanne zudecken, damit die Krapfen noch in die Höhe gehen. Die Krapfen vorsichtig umdrehen wenn sie goldgelb sind und ohne Deckel in der offenen Pfanne fertig backen. Die Krapfen sollen auf jeder Seite rund 1½ Minuten für kleinere Krapfen bzw. 2 Minuten für mittlere Krapfen gebacken werden und ein weißes Rändchen haben. Benötigen sie wesentlich kürzer oder länger hat das Öl nicht die richtige Temperatur. Zu lange bei zu niedriger Temperatur schmecken die Krapfen fettig, bei zu hoher Hitze sind die Krapfen außen dunkel und innen noch nicht durchgebacken.
  16. Die fertigen Krapfen zum Abtropfen auf Küchenpapier legen und auskühlen lassen. Anschließend die Marmelade mit einem Spritzbeutel seitlich hineinspritzen. Am besten mit einem Spieß oder Essstäbchen ein Loch vorformen.
  17. Mit Staubzucker bestäuben und servieren. Krapfen schmecken am besten frisch gebacken bzw. am Backtag konsumiert.
https://www.tasteoftravel.at/flaumige-krapfen-berliner/

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Flaumige Krapfen (Berliner) zuletzt geändert: 4 November 2016 von Ursula

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