Oberösterreichischer Erdäpfelsalat (Kartoffelsalat)

8. September 2014
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Kartoffelsalat ohne Mayo Rezept

Die besten und einfachsten Gerichte machen optisch oft nicht unbedingt viel her – unter diese Kategorie fällt dieser Erdäpfelsalat. Ich habe ihn so zubereitet, wie ich ihn von zu Hause kenne, nämlich ganz ohne Schnickschnack. Kein Koriandergrün hier oder Senfrauke da, einfach nur Erdäpfeln, Zwiebeln und Marinade. In dieser Form taucht er regelmäßig bei Grillfeiern im Alpenvorland auf und gibt die typische Begleitung zu Bratwürsten und Kotelette. Einzig den (mir zu scharfen) Apfelessig habe ich auf Weißweinessig geändert.

Kartoffelsalat mit Brühe Essig und Öl Rezept

Zwiebeln für Kartoffelsalat anschwitzen

Das Besondere an diesem Salat ist die Verwendung angedünsteter Zwiebeln. Und ich finde Kartoffelsalat mit rohen Zwiebeln tatsächlich nicht so stimmig wie dieses Rezept. Eine herkömmliche gelbe Gemüsezwiebel wird dafür nicht zu heiß und nur einige Minuten in Butter angedünstet, ohne zu bräunen.

Kartoffelsalat mit Essig, Öl und Brühe

Anschließend wird mit Essig abgelöscht, mit Suppe (= Brühe) aufgegossen und gesalzen. 2 gestrichene TL Salz erscheinen vielleicht zunächst etwas viel, aber keine Sorge, die Kartoffeln vertragen das. Die Flüssigkeit wird kurz eingekocht, nur ein paar Minuten, denn sonst bleibt zu wenig Marinade für die Kartoffeln übrig. Neben Essig, Suppe und Salz kommen später noch Senf und Öl zur Marinade.

Kartoffelsalat ziehen lassen

Wenn Marinade und Kartoffelscheiben gemischt werden, schaut die Angelegenheit zunächst etwas flüssig aus; das soll so sein. Der Salat muss jetzt mindestens ½ Stunde zugedeckt rasten (Zimmertemperatur reicht) – in dieser Zeit nehmen die Kartoffelscheiben einen Teil der Marinade auf und machen den Salat sämig.

 

Der Salat kann auch ruhig länger (dann gekühlt) ziehen, einige Stunden sind durchaus im Rahmen. Sollte er über Nacht rasten, dann etwas mehr Marinade machen, da die Erdäpfeln sonst die ganze Flüssigkeit aufnehmen.

Einfacher Kartoffelsalat ohne Mayo Rezept

Kurz vor Verzehr wird der Salat nochmals durchgerührt, abgeschmeckt, eventuell nachgesalzen und mit einigen Blättern Petersilie bestreut serviert. Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Oberösterreichischer Erdäpfelsalat

Ergibt 6 Portionen (Beilage)

Oberösterreichischer Erdäpfelsalat

Zutaten

  • 1 kg festkochende Erdäpfel (keine zu großen)
  • 1 mittelgroße Zwiebel (100 g)
  • 30 g Butter
  • 8 EL Weißweinessig (80 ml)
  • 200 ml Gemüsesuppe (= Gemüsebrühe)
  • 1 EL Senf (zB Estragon)
  • 8 EL Sonnenblumenöl (72 g)
  • 2 TL Salz (8 g)
  • Einige Stängel Petersilie

    EL/TL sind immer gestrichen, siehe verwendete Maßeinheiten

Zubereitung

  1. Erdäpfel in reichlich Wasser (oder im Druckkochtopf) gar kochen. Etwas abkühlen lassen, schälen und in dünne Scheiben schneiden.
  2. Zwiebel schälen, fein würfeln und bei mittlerer Hitze 3-4 Minuten in zerlassener Butter glasig andünsten.
  3. Zwiebeln mit Essig ablöschen, Suppe angießen, salzen und 3 Minuten bei mittlerer Hitze einkochen lassen.
  4. Die heiße Marinade zusammen mit dem Senf zu den Erdäpfelscheiben geben und kurz durchmischen. Öl zugeben und nochmals vorsichtig mischen.
  5. Den Salat mindestens ½ Stunde zugedeckt ziehen lassen.
  6. Vor dem Servieren nochmals durchmischen und mit gehackter Petersilie garnieren.

Tipp

Der Salat ist ideal im Voraus zuzubereiten. Wenn er zugedeckt und gekühlt über Nacht zieht, etwas mehr Marinade zubereiten da der Salat sonst relativ trocken wird. ½ - 3 Stunden Rastzeit sind für die angegebene Marinademenge ideal.

https://www.tasteoftravel.at/erdaepfelsalat/

 

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Oberösterreichischer Erdäpfelsalat (Kartoffelsalat) zuletzt geändert: 4 März 2019 von Ursula

9 Gedanken zu „Oberösterreichischer Erdäpfelsalat (Kartoffelsalat)

  1. Christiane Wehner-Suchanek

    Die Zubereitung des oberösterreichischen Kartoffelsalats erfolgt ebenso in Schwaben und im Allgäu. Weiter nördlich tritt dann die Mayonnaise in Erscheinung.
    Da ich in Schwaben lebe, weiß ich welch Kunst es ist, einen gescheiten Kartoffelsalat zu machen. Es gibt leider selten einen wirklich guten.
    Aus meiner Sicht sind zwei bis drei Dinge ganz entscheidend :
    1. Die Kartoffeln müssen festkochend, leicht glasig in der gekochten Konsistenz und wohlschmeckend sein,
    2. der Essig ist ebenso wichtig. Es muss ein Essig ohne Schnickschnack sein, eine neutrale Säure, die den Kartoffelgeschmack nicht stört und sich harmonisch mit der Brühe – am besten selbstgemacht – verbindet.
    3. keine Würzexperimente

    Ein Landgasthof mit einem umwerfend guten Kartoffelsalat gab an, verdünnte Essigessenz! zu nehmen…

    Nun ja, danke für Ihr Rezept!

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Christiane,
      Ich kann Ihnen bei allen Punkten nur zustimmen. Und ja, ein richtig guter Kartoffelsalat ist selten wo zu bekommen. Dann werde ich mich einmal nach schwäbischen Rezepten umsehen ;-)

      Antworten
  2. Ruth

    Oben steht: „KARTOFFELSALAT MIT ESSIG, ÖL UND BRÜHE“
    Aber in der Beschreibung darunter steht nichts vom Öl und auch in der Zutatenliste fehlt es.

    Solche Fehler sollten nicht passieren. Hab nämlich gestern erst in einer Kochsendung gehört, dass die Österreicher den Erdäpfelsalat auch ohne Öl machen.

    LG

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Ruth,

      Wie im Rezept angegeben (sowohl in der Zutatenliste wie auch in der Zubereitung erwähnt), sind es 8 EL Sonnenblumenöl die in den Salat kommen. LG

      Antworten
  3. Petra Kietaibl

    Es tut mir leid aber dieses Rezept hat nichts mit dem typischen Original zu tun! So wie oben beschrieben bekommt man ihn in vielen Lokalen

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