Luftiges Monkey Bread – Zupfbrot mit Zimt und Zucker

27. April 2022

Monkey Bread zupfen
Von diesem Monkey Bread aus luftigem Hefeteig mit Zucker und Zimt kann sich jeder ein paar Stücke abzupfen. Ideal für ein süßes Sonntagsfrühstück oder zum Brunch.

Name Monkey Bread

Bei diesem Gebäck, das besonders in den USA populär ist, handelt es sich um Fingerfood, das auch von Affen nicht anders gegessen werden würde, daher der Name. So zumindest eine gängige Theorie.

Die ehemalige First Lady Nancy Reagan, ein Fan dieses Gebäcks, trifft es auch sehr gut: Sie meinte, wenn man es zubereitet, muss man damit herumspielen und das stehle einem die Zeit („to monkey around“).

Wie wird es gemacht?

Einzelne Germteigstücke werden zuerst in Butter und anschließend in einer Zucker-Zimt-Mischung gewälzt, in eine Gugelhupfform geschlichtet und anschließend gebacken. Das alles braucht ein bisschen Zeit.

Durch das Wälzen in Butter und Zucker trennen sich die einzelnen Teigstücke später gut voneinander und der Zimt-Zucker schmilzt zu einer karamelligen Sauce.

Klassisch wird Monkey Bread nach dem Backen oft noch zusätzlich mit einer Zuckerglasur, einer Karamellsauce oder einem Guss aus geschmolzener Butter und braunem Zucker beträufelt. Ich finde das Zupfbrot aber süß genug so wie es ist und verzichte deshalb darauf.

Monkey Bread Stücke gebacken

Wälzt man die Hefekugeln in feinem Zucker, schmilzt der Zucker beim Backen vollständig.

Tipps zur Zubereitung

Zucker zum Wälzen: Wird ein brauner Zucker verwendet der relativ grobkörnig ist, schmilzt dieser zwischen den einzelnen Teigstücken und entlang der Form überwiegend, aber eben nicht ganz.

Bei den in der Form obenliegenden Teigstücken schmilzt der Zucker gar nicht, sondern wird zu einer knusprigen Zuckerkruste. Wer das Zucker-Knirschen beim Essen nicht mag, soll daher einen feinkörnigen Zucker verwenden.

Keine Butter (nur in Zucker wälzen): Probeweise habe ich einige Teigstücke nicht in Butter, sondern nur in der Zucker-Mischung gewälzt. Auch diese Teigstücke lassen sich nach dem Backen abzupfen – wenn auch etwas schwerer. Außerdem sind sie trockener, da die karamellige Sauce zwischen den Stücken fehlt, zu der sich Butter und Zucker durch die Hitze verbinden.

Kuchenform: Klassisch wird Monkey Bread in einer Gugelhupfform gebacken. Hier habe ich eine kleine Gugelhupfform und zusätzlich eine kleine Kastenform verwendet. Die Menge reicht für eine große Gugelhupfform (mind. 2,5 Liter Fassungsvermögen).

Eine Kranzform passt aber genauso. Wichtig ist, dass man sie nur halb voll macht, da der Teig stark aufgeht.

Schritt für Schritt Rezept

Hefeteig für Monkey Bread

Der Teig für das Monkey Bread soll auf das doppelte Volumen aufgehen.

Alle Teigzutaten mischen und den Teig zugedeckt bei Zimmertemperatur auf das doppelte Volumen gehen lassen, rund 1 Stunde.

Zutaten für fluffiges Monkey Bread

Für Monkey Bread benötigt man: Hefeteig, zerlassene Butter, brauner Zucker und Zimtpulver und eine Gugelhupfform.

Zucker und Zimt in einer Schüssel vermengen. In einer weiteren Schüssel die zerlassene Butter bereitstellen. Eine große Gugelhupf- oder Kranzform gründlich buttern. Nachdem ich hier nur eine kleine Gugelhupfform zur Verfügung hatte, habe ich zusätzlich eine kleine Kastenform verwendet.

Teigkugeln in Butter und Zucker wälzen

Die Teigkugeln zuerst in Butter, dann in Zimt-Zucker wälzen.

Den aufgegangenen Germteig mit der Faust zusammenschlagen und kleine Partien Teig direkt aus der Teigschüssel zupfen und zu Kugeln mit ca. 3 cm Ø und 20 g formen (hier 50 Kugeln).

Die Teigkugeln müssen keineswegs schön oder rund sein und auch die Größe ist je nach Vorliebe variierbar. Wem es lieber ist, der kann den Teig daher auch zu dünnen Strängen ausrollen und in kleine Stücke schneiden.

Jede Teigkugel in der Butter drehen, abtropfen lassen und dann im Zimt-Zucker wälzen und in die vorbereitete Form geben. Die Form nur bis zur Hälfte (maximal zu zwei Dritteln) füllen, da der Teig noch stark aufgeht.

Monkey Bread in Gugelhupfform

Die Zucker-Zimt Kugeln in die Form geben und genügend Platz zum Aufgehen lassen.

Den Teig in der Form nicht zugedeckt rund 20 Minuten rasten lassen oder über Nacht im Kühlschrank (siehe Tipp weiter unten).

Monkey Bread in Gugelhupfform gebacken
Das Monkey Bread im vorgeheizten Ofen bei 175 °C Ober- und Unterhitze rund 30-40 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und aufgegangen ist. Bei Verwendung von zwei Formen, verkürzt sich die Backzeit leicht.

Gebackenes, gestürztes Monkebread

Fertig gebackenes Monkey Bread.

Die Form aus dem Ofen nehmen und 10-15 Minuten abkühlen lassen, dann auf einen Teller stürzen. Stürzt man die Form zu bald, kann das Monkey Bread zerfallen, lässt man es ganz in der Form abkühlen, klebt der Teig oft in der Form.

Monkey Bread abzupfen

Ideal zum Zupfen: süßes Monkey Bread.

Das Zupfbrot schmeckt am besten, wenn es noch warm ist. Gutes Gelingen!

Monkey Bread über Nacht

Monkey Bread kann auch über Nacht im Kühlschrank gehen – dann muss man es am nächsten Morgen nur noch backen. Für ein frisch gebackenes, warmes  Monkey Bread und ein stressfreies Frühstück!

Dafür wälzt man die Teigstücke in Butter und Zucker, gibt sie in die Form und stellt sie sofort gut abgedeckt in den Kühlschrank. Der Teig geht durch die kühle Gare langsam über Nacht (ca. 12 Stunden) auf.

Luftiges Monkey Bread – Zupfbrot mit Zimt und Zucker

Ergibt 1 große Gugelhupfform (siehe Tipp)

Luftiges Monkey Bread – Zupfbrot mit Zimt und Zucker

Fluffiges Monkey Bread (Zupfbrot) aus einem einfachen Hefeteig mit Zucker und Zimt - mit Variante über Nacht. Ideal für ein süßes Sonntagsfrühstück oder zum Brunch.

Rezept: Ursula Schersch | tasteoftravel.at

Zutaten

    Teig:
  • 270 ml warme Milch
  • 40 g Zucker
  • 7 g Trockenhefe (oder 1/2 Würfel frischer Germ)
  • 40 g zerlassene Butter
  • 1 Ei (M)
  • 1,5 gestr. TL Salz (6 g)
  • 500 g Mehl (W 700, Deutschland: Type 550)
  • Zum Wälzen:
  • 50 g zerlassene Butter
  • 100 g brauner Zucker (möglichst feinkörnig, damit er gut schmilzt)
  • 3 leicht geh. TL gemahlener Zimt

Zubereitung

  1. Den Teig entweder in der Küchenmaschine mit Knethaken oder von Hand zubereiten. Milch, Zucker und Germ in einer großen Schüssel mischen und 5 Minuten stehen lassen. Butter, Ei und Salz einrühren. Die Hälfte des Mehls zugeben und gründlich vermengen, dann den Rest des Mehls einrühren und in 5 bis 10 Minuten zu einem glatten Teig kneten.
  2. Den Teig in einer sauberen, geölten Schüssel mit einem Deckel oder feuchtem Geschirrtuch zugedeckt bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat, rund 1 Stunde.
  3. Zucker und Zimt in einer Schüssel vermengen. In einer weiteren Schüssel die zerlassene Butter bereitstellen. Eine Gugelhupf- oder Kranzform gründlich buttern.
  4. Den aufgegangenen Germteig mit der Faust zusammenschlagen – das lässt nicht nur die Luft aus dem Teig sondern kann auch befreiend wirken ;-) Kleine Partien Teig direkt aus der Teigschüssel zupfen und zu Kugeln mit ca. 3 cm Ø und 20 g formen (hier 50 Kugeln). Die Teigkugeln müssen keineswegs schön oder rund sein und auch die Größe ist je nach Vorliebe variierbar. Wem es lieber ist, der kann den Teig daher auch zu dünnen Strängen ausrollen und in kleine Stücke schneiden.
  5. Jede Teigkugel in zerlassener Butter drehen, abtropfen lassen und dann im Zimt-Zucker wälzen. Am besten in Partien arbeiten – also z.B. eine Hälfte des Teigs zu Kugeln formen (restlichen Teig abdecken), dann jede Kugel in der Butter drehen und anschließend im Zucker wälzen.
  6. Die Zimt-Zucker-Kugeln in die vorbereitete Form geben. Die Form sollte nur bis zur Hälfte (maximal zu zwei Dritteln) gefüllt werden, da der Teig noch stark aufgeht. Den Teig in der Form nicht zugedeckt rund 20 Minuten rasten lassen oder über Nacht im Kühlschrank (siehe Tipp). Währenddessen den Backofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  7. Das Monkey Bread rund 30-40 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und aufgegangen ist. Bei Verwendung von zwei Formen, verkürzt sich die Backzeit leicht. Die Form aus dem Ofen nehmen und 10-15 Minuten abkühlen lassen, dann auf einen Teller stürzen. Stürzt man die Form zu bald, kann das Monkey Bread zerfallen, lässt man es ganz in der Form abkühlen, klebt der Teig oft in der Form. Das Zupfbrot schmeckt am besten, wenn es noch warm ist. Gutes Gelingen!

Tipp

Backform:

Klassisch wird Monkey Bread in einer Gugelhupfform gebacken. Die Menge reicht für eine große Gugelhupfform (mind. 2,5 Liter Volumen). Eine Kranzform passt aber genauso. Hier habe ich eine kleine Gugelhupfform und zusätzlich eine kleine Kastenform verwendet. Die Backzeit verkürzt sich damit auf ca. 25-30 Minuten. Wichtig ist, dass man die Form nur halb voll macht, da der Teig stark aufgeht.

Über Nacht im Kühlschrank gehen lassen:

Für warmes, frisch gebackenes Monkey Bread zum Frühstück rollt man die Teigstücke in Butter und Zucker, gibt sie in die gebutterte Form und stellt diese sofort (ohne Gehen) gut bedeckt, z. B. mit Frischhaltefolie, in den Kühlschrank. Der Teig geht über Nacht (ca. 12 Stunden) langsam auf. Sollten die Teigstücke im Kühlschrank am nächsten Morgen nicht viel aufgegangen sein, die Form in den kalten Backofen stellen und mitvorheizen. Die Backzeit kann sich durch die kühle Gare leicht ändern.

https://www.tasteoftravel.at/monkey-bread/

Luftiges Monkey Bread – Zupfbrot mit Zimt und Zucker zuletzt geändert: 28 April 2022 von Ursula

2 Gedanken zu „Luftiges Monkey Bread – Zupfbrot mit Zimt und Zucker

  1. Susanne Lorenz

    Liebe Ursula!
    Ich habe das Rezept heute nachgebacken und was soll ich sagen: das Zupfbrot ist köstlich! Mein Mann und ich können nicht daran vorbeigehen ohne ein Stück herunterzuzupfen und es sofort zu verspeisen. Das darf ich nicht zu oft backen, hier besteht für uns absolute Suchtgefahr. 😊
    Danke für das tolle Rezept!
    Liebe Grüße, Susanne

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Liebe Susanne,
      Ich weiß, was du meinst. Das Monkey Bread ist echt gefährlich in der Hinsicht, immer schön portioniert :)) Vielen Dank fürs Probieren und deinen Kommentar! LG, Ursula

      Antworten

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