Guinness & Steak Pie

21. November 2014
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Steak Guinness Pie Rezept

Gleichzeitig mit den sinkenden Temperaturen steigt der Appetit auf deftigere Gerichte. Die dürfen auch ruhig ein bisserl fetter ausfallen, der wärmende Hüftspeck kommt ja nicht von nichts. Ich darf entwarnen, fett ist diese Pie nun wirklich nicht (jedes Mal wieder schmerzt der feminine Artikel in den durch und durch österreichisch sozialisierten Ohren). Lediglich der Blätterteig. Ein bisschen.

 

Nachdem die Füllung einige Stunden auf dem Ofen köcheln muss, damit sie die richtige Konsistenz erhält, ist es am ökonomischsten, gleich eine größere Menge davon zu machen (einen Bogen Blätterteig zusätzlich kaufen). Der Überschuss an Füllung lässt sich ganz gut in individuelle Soufflé- oder Muffinförmen füllen und am nächsten Tag in Form von Mini-Steak-Pies in die Arbeit mitnehmen. Die Kollegen werden den Kochaufwand mit neidischen Blicken belohnen ;-)

 

Dieses Gericht schmeckt am besten mit dunklem Bier – Stout oder Porter. Die Auswahl ist hier in New England um einiges größer als in Österreich – so gut wie jede noch so kleine Brauerei hat mindestens ein Porter im Angebot. Im Notfall kann man aber immer auf das universell erhältliche Guinness zurückgreifen. Ich habe das Rezept auch mit hellem Lagerbier (Ottakringer helles) probiert, der Vergleich ging aber deutlich zugunsten der dunklen Sorte aus.

 

Was das Fleisch betrifft, verwende ich Gulaschfleisch – in den österreichischen Supermärkten und bei Metzgern meist unter diesem Namen erhältlich. Gulaschfleisch (= Wadschinken, in Deutschland auch Hesse genannt) ist sehnig und fasrig und wird durch langes Schmoren bei niedrigen Temperaturen besonders zart, da sich das im Fleisch enthaltene Kollagen in Gelatine umwandelt. Es eignet sich daher besonders gut für Gerichte, die bei mäßiger Temperatur lange gekocht werden, wie Gulasch oder Boef Bourguignon. Dazu aber ein andermal mehr. Die Pie am besten mit jenem Bier servieren, das auch verkocht wurde. Prost und Mahlzeit! (Rezept adaptiert von Jamie Olivers Steak, Guinness & cheese pie)
 

Guinness-Steak Pie

Für 4 Portionen

Guinness-Steak Pie

Zutaten

  • 2 EL Olivenöl
  • 2 rote Zwiebeln (250 g), längs halbiert und fein ringelig geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 2-3 Karotten, gewürfelt
  • 1 Stängel Sellerie, fein gewürfelt
  • 5 Champignons, geputzt, halbiert und in Scheiben geschnitten
  • 1 EL Butter (ca. 10 g)
  • 500 g Gulaschfleisch in 2 cm Stücken
  • 1 TL Salz
  • 1 gehäufter TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 Zweige frischer Thymian, Blätter abgerebelt (ca. 1 EL)
  • 200 ml dunkles Bier (hier: Guinness)
  • 1 gehäufter EL Mehl
  • 75-100 ml Suppe (hier: klare Gemüsesuppe)
  • 1 EL Worcestersauce
  • 150 g geriebener, milder Käse (junger Cheddar, Gouda oder Mozzarella)
  • 2 Bögen Blätterteig
  • 1 Ei zum Bestreichen des Teigs

Zubereitung

  1. Zwiebeln in einem Topf mit schwerem Boden in Olivenöl rund 5 Minuten bei mittlerer Hitze andünsten.
  2. Knoblauch, Karotten, Sellerie, Champignons und Butter zugeben und unter gelegentlichem Rühren weitere 5 Minuten anrösten.
  3. Fleisch, Salz, Pfeffer und Thymian in den Topf geben und 3 Minuten unter Rühren andünsten. Mit Bier ablöschen, Mehl und Worcestersauce zugeben, durchmischen und mit etwas Suppe aufgießen.
  4. Zugedeckt 2 Stunden bei minimaler Hitze auf dem Herd köcheln lassen, Deckel abnehmen und nochmals 1 Stunde köcheln lassen. Die Sauce soll am Ende der Kochzeit sehr dickflüssig und das Fleisch zart sein. (Die Füllung dickt später im Backofen nicht mehr ein.)
  5. Den Topf vom Herd nehmen und die Hälfte des geriebenen Käses in den Eintopf rühren.
  6. Die Auflaufform mit der hohlen Seite nach unten auf einen Bogen Blätterteig drücken, sodass ein leichter Abdruck auf dem Teig entsteht. Den Blätterteig mit einem scharfen Messer 1 cm größer als die Form zuschneiden und mit dem Messer vorsichtig ein Rautenmuster einritzen. Nicht zu fest, der Teig soll nicht durchgeschnitten, sondern nur ganz leicht angeritzt werden. Sollten Teigreste übrig bleiben, können diese zusammengeknetet, ausgerollt (Teig für den Deckel aufheben) und für individuelle Mini-Pies in eine Soufflee- oder Muffinform gepasst werden.
  7. Eine Auflaufform vorsichtig mit dem nicht zugeschnittenen Bogen Blätterteig auskleiden, die Enden dürfen ruhig über die Seiten hinaus hängen.
  8. Die Form bis zum Rand mit der Steak-Sauce füllen und den restlichen Käse leicht gehäuft auf der Füllung verteilen.
  9. Ei verquirlen und den Teigrand (Rand der Auflaufform) damit bestreichen. Den zweiten, zugeschnittenen Bogen Blätterteig auf die Auflaufform setzen und an der mit Ei bepinselten Stelle andrücken.
  10. Nun die seitlich abstehenden Teigstücke verschnörkelt in die Form klappen. Den Teig mit Ei bepinseln und im vorgeheizten Ofen bei 180° C Umluft (200° C Ober- und Unterhitze) rund 40 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist. Vor dem Anschneiden mindestens 5 Minuten auskühlen lassen.
https://www.tasteoftravel.at/guinness-steak-pie/

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Steak Pie von Userin nachgekochtCornelia schreibt:
"Hallo Ursula,
ein wirklich absolut tolles Rezept, haben wir heute zum 3. Mal nachgekocht! Wir könnten uns reinlegen :)!!!

Liebe Grüße aus Hamburg,
Conny"



Guinness & Steak Pie zuletzt geändert: 24 September 2018 von Ursula

8 Gedanken zu „Guinness & Steak Pie

    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Mimi,
      Hm, das ist ja komisch. War bei mir noch nie. Hast du zufällig ein anderes Bier verwendet (sowas wie ein Ale, IPA)? Dann könnte es am Bier liegen. Oder hast du die Zwiebeln in einem Blitzhacker geschnitten, das könnte auch ein Grund sein (kann Zwiebeln bitter machen). Ansonsten kann ich mir das eigentlich nicht erklären…. Ich hoffe du probierst das Rezept irgendwann nocheinmal. Ganz liebe Grüße!

      Antworten
  1. Hetty

    Mit einem London Black Cab Stout vom Bierhändler unseres Vertrauens den Freitag Abend mit nachkochen verbracht. Yummy das werden wir noch öfters machen – das ist übrigens nicht das einzige Rezept das wir adoptieren – es began vor Jahren mit dem Dutch Baby – danke für all die herrlichen Rezepte ⭐️

    Antworten
  2. Jay

    Gerade mal wieder lecker gegessen und diesmal vergesse ich nicht einen Kommentar da zu lassen :D Super geniales Rezept, genau das richtige Seelenfutter für frustrierend kalte Märztage!

    Tipp für Eilige und Energiesparer: Wenn man zuerst bei starker Hitze das Fleisch anbrät (und zwar so lange bis es wieder bruzzelt, also das Wasser raus ist) und dann erst das Gemüse und die anderen Zutaten hinzufügt, spart man die letzte Stunde Kochzeit zum Soße reduzieren, da man die Flüssigkeitsmenge dann prima regulieren kann. Um das Fleisch zart zu machen reichen die ersten 2 Stunden vollkommen aus. ;)

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Jay,
      Danke fürs Hinterlassen deines Kommentars :) Super, wenn dir der Pie schmeckt. Und danke auch für deinen Tipp, ich werde ihn das nächste Mal ausprobieren! LG

      Antworten

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