Amaretti Kekse

7. Dezember 2016
FacebookTwitterPinterest

Amaretti Kekse Rezept

Das sind derzeit meine absoluten Lieblings-Kekse. Das liegt zum einen am süchtig machenden Mandelaroma (ohhhh, Marzipan!), zum anderen an ihrer genialen Konsistenz. Außen haben sie eine schön knackige Kruste, doch ihr Inneres ist schön zäh. Ja zäh ist in diesem Fall gewünscht. Zumindest ich mag sie so am allerliebsten. Wer sie lieber durch und durch knusprig mag, kann sie einfach etwas länger im Backofen lassen.
 
Ich habe diese Amaretti vor zwei Jahren einige Male hintereinander gemacht und für den Blog fotografiert. Aus unerklärlichen Gründen ist das Rezept samt Fotos dann liegengeblieben, bis ich heuer wieder an sie dachte, an die köstlichen Amaretti von damals.
 

Das Originalrezept von einem Blog (chiappa sisters), das ich als Ausgangsbasis verwendet habe, wurde offline genommen … da bringt leider auch ein Abspeichern in den Favoriten nichts. Doch durch hartnäckiges Nerven einer Freundin, von der ich das Rezept ursprünglich hatte, kam ich dann doch noch an das Originalrezept. Sie schickte mir ein Foto ihrer alten Notizen ;-)

Amaretti Biscotti Rezept

Ganzes Ei oder nur Eiweiß für Amaretti

Die meisten Rezepte für Amaretti verwenden nur Eiweiß. Dieses hier benötigt ein ganzes Ei. Auf der Suche nach meinem verloren geglaubtem Rezept, habe ich einige Rezepte ausprobiert – solche die nur Eiweiß verwenden und andere die sowohl Eigelb als auch Eiweiß beinhalten. Ganz ehrlich: Ich konnte keine wesentlichen Unterschiede feststellen. Und nachdem Eigelbe im Gegensatz zum Eiklar nicht sehr lange haltbar sind, bevorzuge ich in diesem Fall die Variante mit einem ganzen Ei. Auch die Chiappa sisters, mit ihren italienisch-englischen Wurzeln verwenden ganze Eier.
 
Amaretti Kekse Rezept

Neben dem Ei werden noch Zucker und geriebene Mandeln verwendet. Meist ist das Verhältnis 7 od. 8 Teile Zucker zu 10 Teilen Mandeln. Mehr Zutaten werden nicht benötigt. Manchmal wird noch der Abrieb einer Zitronenschale, Vanille oder Mandelextrakt zugegeben, das sind aber Extras. Wer kein Mandelextrakt zur Hand hat, kann auch Mandellikör verwenden (oder 1-2 Tropfen Aroma).
 

Amaretti Kekse

Ergibt ca. 35 Amaretti

Amaretti Kekse

Diese italienischen Amaretti haben eine knackige Kruste und einen zähen Kern. Wer sie lieber durch und durch knusprig mag, kann sie einfach etwas länger im Backofen lassen.

Update 9.12.2017: Im Originalrezept hatte ich 125 g Mandeln verwendet, jetzt 150 g. In meinem neuen Ofen laufen diese Amaratti während des Backens zu Keksen auseinander und backen daher schneller, weil flach (in 10 Minuten fertig). Sie schmecken zwar auch als flache Kekse super, ich experimentiere dennoch gerade, die Form wieder etwas runder hinzubekommen. Längeres Kühlen hat nichts geholfen, die Zugabe von 25g geriebene Mandeln (also insgesamt 150g), hat leicht geholfen. Sollten die Amaretti beim Backen eher flach werden, unbedingt etwas früher aus dem Ofen nehmen, sonst werden sie ev. zu knusprig. Die Ränder sollen auf Druck halbwegs fest sein, die Mitte noch weich. Die Kekse härten beim Abkühlen nach.

Update 23.12.2018: Mit 165 g Mandeln schauen meine Amaretti jetzt perfekt aus. Am besten 150 g Mandeln verwenden (wie im Rezept vermerkt) und falls die Amaretti während des Backens eher flach werden, einfach noch ein 1-2 EL geriebene Mandeln zugeben. Offenbar hängt das Ergebnis stark vom Ofen ab.

Zutaten

  • 1 Ei (M; 60 g inkl. Schale)
  • 3/4 TL Mandel-Extrakt (ersatzweise 1 TL Amaretto Likör oder 2-3 Tropfen Mandelaroma)
  • 100 g feiner Kristallzucker
  • 1/8 TL feines Salz
  • 150 g geriebene Mandeln, blanchiert oder mit Haut (hier: mit Haut); mehr bei Bedarf siehe Einleitung
  • Außerdem: Kristall- und Staubzucker zum Wälzen

Zubereitung

  1. Ei, Mandel-Extrakt, Zucker und Salz mit einem Schneebesen gut verrühren. Mit einem Löffel die geriebenen Mandeln einrühren, bis alle gleichmäßig feucht sind.
  2. Die Masse zugedeckt mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, damit sie fester wird.
  3. Mit einem kleinen Löffel Portionen aus der Masse stechen (ca. 1 TL). Den Teig zu Kugeln rollen und zuerst in einer kleinen Schüssel mit Kristallzucker, dann in einer Schüssel mit Staubzucker rollen. Tipp: Falls die Masse trotz Kühlens noch sehr weich ist uns sich fast nicht zu Kugeln formen lässt, am besten gleich 1-2 EL geriebene Mandeln zugeben.
  4. Die Teigkugeln mit etwas Abstand zueinander auf ein Blech setzen und im vorgeheizten Ofen rund 12-15 Minuten bei 160 C Ober- und Unterhitze backen. Je nach Größe der Amaretti und je nach Ofen kann die Backzeit variieren. Die Kekse sollen auf Druck etwas nachgeben - sie werden beim Abkühlen noch um einiges fester.
https://www.tasteoftravel.at/amaretti-kekse/

 

Amaretti Kekse zuletzt geändert: 24 Dezember 2018 von Ursula

17 Gedanken zu „Amaretti Kekse

  1. Gernot

    Vielen Dank für das Rezept, ich liebe Mandeln. Im Winter duftet meine Rasierseife nach Manseln, fast schon nach Marzipan. Die Italiener haben da schöne Seifen.

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Alex, Super freut mich wenn sie dir schmecken. Eine Frage, nachdem ich gerade übersiedelt bin und jetzt auf einem anderen Herd koche: Sind die Kekse bei dir eher flach geworden oder schon ein bisschen rund geblieben? Ich hab grad etwas Schwierigkeiten, dass mir die Kekse beim Backen etwas zu flach werden und frage mich, ob das bei anderen auch der Fall ist ;-)

      Antworten
      1. Olivia

        Hallo ich habe auch Amaretti gebacken und irrtümlicherweise nur die Hälfte Ei verwendet. Sie blieben schön rund und liessen sich wunderbar zu Kugeln formen. Geschmacklich merkte ich jedoch keinen Unterschied.
        200 Zucker, 250 g gemahlene Mandeln und 1 Esslöffel Mehl mischen; 1 Ei und 2 Fläschchen Bittermandelöl-Aroma ebenfalls mischen und zu den trockenen Zutaten geben und zu einem Teig zusammenfügen. Zu baumnussgrossen Kugeln formen, in Puderzucker wenden und im 180 Grad vorgeheizten Ofen (Umluft) ca. 8 Minuten backen.

        Antworten
  2. Ida

    Habe die Kekserl auch beim Backmarathon im Advent ausprobiert. Sie haben meiner Familie sehr gut geschmeckt und sind schon für nächstes Jahr vorbestellt :) Allerdings sind sie auch bei mir sehr auseinander gelaufen und flach geworden. Ich backe mit E-Herd. Das stört mich aber eigentlich nicht, werde sie nur im nächsten Jahr kleiner machen, damit sie dann am Keksteller nicht so riesig ausschauen.

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Ida, schön zu hören dass sie gut angekommen sind ;-) Probier beim nächsten Mal, einfach ein bisschen mehr geriebene Mandeln zuzugeben, vielleicht werden sie dann nicht so flach ;-) Aber ich muss gestehen, mir schmecken sie auch wenn sie ein bisschen flacher sind. Ich werden auf jeden Fall weitertesten, um die rundliche Form auch in meinem E-Herd wieder hinzukriegen.

      Antworten
      1. Ida

        Ah, das hab ich glatt vergessen zu sagen, ich hab eh 150 g Mandeln verwendet, wahrscheinlich hätten ruhig noch mehr sein können. Vllt kann dir die Information beim Weitertesten ja weiterhelfen. Bin auf jeden Fall sehr gespannt, was dabei herauskommen wird! Ich finds nämlich sehr interessant, wie sehr ein andrer Backofen einfach das Ergebnis so verändern kann…

        Antworten
        1. Ursula Artikelautor

          Hehe, ich glaub wir zwei sind die einzigen, die das interessant finden. Vielen Dank, ich werde das beim Weitertesten der Kekse berücksichtigen. Jetzt mach ich gerade einen quasi zuckerfreien Jänner, dh. dann im Februar wieder ;-)

          Antworten
  3. Martin

    Hallo Ursula, lese gerade dein Rezept. Glaubst du, würde es was bringen, wenn man die Eier trennt und das Eiweiß steif schlägt und dann unter die Masse unterhebt? Oder wenn man etwas Mehl in die Masse dazugibt?

    Antworten
    1. Ursula Schersch Artikelautor

      Hallo Martin,
      Das mit dem Eischnee habe ich versucht. Leider bringt das meiner Ansicht nach gar nichts, weil die Masse relativ fest ist und der Schnee sowieso zerfällt. Mehl dazugeben habe ich auch bereits probiert, nachdem eine Freundin von mir das macht. Ich hab auf diese Menge 50 g Mehl zugegeben – das war zuviel und sie haben irgendwie mehlig geschmeckt. Wenn, das würde ich es nochmal mit 30g probieren. Ich werde heuer jedenfalls wieder herumexperimentieren. Falls du sie probierst, lass mich wissen wie sie in deinem Ofen werden :-)

      Antworten
      1. Martin

        Hello, okday, dann spar ich mir das mit dem Schnee und gebe auf diese Menge mal 20-25g Mehl dazu. Ich hoffe, dass ich dieses WE dazukomme, wenn, dann berichte ich dir natürlich! :) LG Martin

        Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.