Aloo Masala – Südindisches Kartoffelcurry

14. August 2014
FacebookTwitterGoogle+Pinterest

Aloo Masala

Dieses Erdäpfelcurry ist das Seelenfutter schlechthin. Es ist schön cremig, schmeckt rund und macht wohlig – schlichtweg ein Lichtblick an verregneten Tagen. Das Curry ist nicht scharf, aber dennoch würzig. Die Zubereitung ist zwar nicht schwierig, aber doch ein wenig zeitaufwändig – ich mache daher immer gleich eine ganze Ladung davon und friere den Rest ein. Dem Rezept an sich ist nicht viel hinzuzufügen (ja, ich kann auch kurze Texte schreiben ;-) , naja, ein Wort vielleicht noch zu den Zutaten …

Aloo (auch Alu) heißt in Indien soviel wie Kartoffeln (in Österreich Erdäpfeln). Masala sind verschiedene Gewürzmischungen und -pasten. Das Gericht „Aloo Masala“ in der Form, dass jedes Aloo Masala gleich aussieht und schmeckt – sagen wir wie jedes Wiener Schnitzel – gibt es nicht. Jedes Gericht aus Kartoffeln und Gewürzen kann im Prinzip diesen Namen tragen. Ich habe mich lange herumgespielt und experimentiert, um dieses Rezept zu entwickeln und ich denke, das Ergebnis ist für die Öffentlichkeit bereit ;-). Südindisch kommt deshalb im Titel vor, weil ich in Südindien (Kerala) ein ähnliches Curry gegessen habe.

Zu den Zutaten

Die Hauptrolle in diesem Gericht spielen die Kartoffeln. Als Variation kann aber auch anderes Gemüse zugegeben werden – ich finde etwa braune, angebratene Champignons passen ganz gut. Was natürlich auch nicht fehlen darf sind Zwiebeln (gelbe Gemüsezwiebeln) und die Ingwer-Knoblauch-Paste. Bis vor kurzem habe ich die Zwiebeln sehr fein gewürfelt, den Ingwer und Knoblauch sehr fein gehackt und letztere zwei Zutaten im Mörser zu einer Paste gestoßen. Das im Mörser zu einer Paste zerstoßen kann man sich sparen, wenn man das Ganze später mit einem Stabmixer püriert. Ich mache das neuerdings immer so – erstens ist es weniger Arbeit und zweitens ist das Curry viel cremiger und homogener, weil auch die Zwiebeln püriert werden.

Das Rezept verlangt nach ungesalzenen, gemahlenen Cashewkernen. Ein kleiner Blitzhacker oder eine zur Gewürzmühle umfunktionierte Kaffeemühle (sehr empfehlenswert!) kann hier gute Dienste leisten, aber auch ein Mörser tut den Job. Ich hab das Curry auch schon mit ungesalzenen Erdnüssen probiert – auch dieses Ergebnis konnte mich überzeugen, auch wenn der Geschmack leicht variiert. Wer absolut keine ungesalzenen Cashewkerne (Erdnüsse) findet, kann gesalzene verwenden und später die Salzmenge reduzieren.

Crème fraîche versus Sauerrahm

Die erste Wahl geht eindeutig zugunsten Crème fraîche aus. Sie eignet sich am besten, um eine sehr cremige Konsistenz zu erhalten und ist außerdem hitzebeständiger. Wahrscheinlich schmeckt das Curry auch deshalb so gut, weil dadurch der Fettanteil in die Höhe schnellt. Die Milch, die mit der Crème fraîche vermischt wird, wirklich nur schrittweise mit der Crème fraîche verrühren, ansonsten ist das Ergebnis Milch mit Klumpen. Am besten einen Schneebesen verwenden. Wer Sauerrahm  (saure Sahne) verwendet, macht das genauso aber zusätzlich beim Einrühren in das heiße Curry aufpassen, dass der Rahm nicht flockt. Dem kann man folgend vorbeugen: Den Sauerrahm in einer Schüssel glatt rühren, anschließend löffelweise unter Rühren das heiße Curry zugeben – 5 Löffeln müssten reichen. Dann erst diese Mischung langsam ins Curry einrühren.

Gewürze und geschnittene Zutaten sollten bei Kochbeginn schon in der richtigen Menge parat stehen, nur als Tipp. Sonst geht wird’s stressig. Vorbereitung ist bei diesem Gericht das halbe Kochen.

Fladenbrot und Reis sind sehr gute Beilagen für Aloo Masala. Das fluffige Fladenbrot (Naan) *süchtigbin*, das auf dem Bild zu sehen ist, ist übrigens auch selbst gemacht und wird in Kürze an dieser Stelle vorgestellt (siehe Rezept).

Aloo Masala

 

Aloo Masala - Südindisches Kartoffelcurry

Ergibt 2-3 Portionen

Aloo Masala - Südindisches Kartoffelcurry

Zutaten

  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 gelbe Zwiebel (ca. 100 g)
  • 2 EL Öl, Ghee oder Butterschmalz
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück frischer Ingwer (3 x 2 cm, 8 g)
  • 2 EL ungesalzene, gemahlene Cashewnüsse (15 g)
  • 1 TL Chilipulver Gewürzmischung (1 g)
  • 2 TL Paprikapulver, edelsüß (2 g)
  • ¾ TL Koriander, gemahlen (0,75 g)
  • ¾ TL Kurkuma, gemahlen (0,75 g)
  • 2 TL Garam Masala (2 g)
  • 1 TL Salz (4 g)
  • 200 ml Milch
  • 125 g Crème fraîche (ersatzweise Sauerrahm)

    EL/TL sind immer gestrichen, siehe verwendete Maßeinheiten

Zubereitung

  1. Kartoffeln in Wasser gar kochen, schälen, grob würfelig schneiden und zugedeckt beiseite stellen.
  2. Zwiebel so fein wie möglich würfeln und in Öl golden rösten.
  3. Knoblauch fein hacken, Ingwer fein reiben und im Mörser zu einer Paste stoßen (der Mörser enftällt, wenn das Curry später püriert wird). Ingwer-Knoblauchpaste kurz mit den Zwiebeln mitbraten.
  4. Cashewnüsse, Chili- und Paprikapulver, Koriander, Kurkuma, Garam Masala und Salz zu den Zwiebeln geben und unter ständigem Rühren kurz mitbraten.
  5. Das Ganze mit der Hälfte der Milch ablöschen, erhitzen und kurz einkochen lassen. Wer ein homogenes Curry möchte, kann die Masse jetzt aus der Pfanne in ein Gefäß umfüllen, etwas abkühlen lassen und mit einem Stabmixer pürieren. Anschließend in der Pfanne wieder erhitzen.
  6. Crème fraîche in eine Schüssel geben und schrittweise die restliche Milch einrühren bis eine cremige Sauce entsteht, diese nach und nach in das Curry einrühren.
  7. Zum Schluss Kartoffeln zugeben und kurz mitkochen. Das Curry sollte eine cremige Konsistenz aufweisen, wenn nötig noch etwas Milch einrühren. Mit Reis und Naan (Fladenbrot) servieren.

Tipp

Am besten alle Zutaten kochfertig bereitstellen, denn sonst wird’s stressig.

http://www.tasteoftravel.at/aloo-masala/

Hast du dieses Gericht nachgekocht? Hier könnte dein Ergebnis gezeigt werden. 
Schicke dazu einfach ein Bild an ursula@tasteoftravel.at

Aloo Masala von Userin nachgekochtLinks: Userin Carina aus Bayern hat indisch gekocht: "Heute gab es leckeres Kartoffelcurry mit Naanbrot, mmh! Die restlichen Rezepte auf dieser Seite werde ich auch noch ausprobieren :-)"

Aloo Masala von Userin nachgekochtRechts: Bild von Userin Bettina: "Das Aloo Masala schmeckt mit den Gewürzen herrlich exotisch und macht zudem richtig schön satt!" 

Aloo Masala von Usern nachgekochtLilly und Stefan: "Seit unserer Indien-Reise sind wir immer auf der Suche nach guten, indischen Rezepten. Danke für dieses super Curry, ist wirklich spitze! Ps: Das Naan daneben haben wir auch selbst gemacht. Next: Samosas."

Naan von Userin nachgekochtMonika schreibt: "Die Rezepte für Aloo Masala und Naan haben super funktioniert und sehr gut geschmeckt. Werde ich bestimmt öfter kochen!"

Aloo Masala und Naan von User nachgekochtHelfried schreibt: "Ich habe das Aloo Masala und Naan gestern nachgekocht und es hat wirklich fantastisch geschmeckt. Eine kleine Variation meinerseits: Nachdem ich die Masse in den Mixbecher gefüllt habe, war sie fast zu dickflüssig, also habe ich kurzerhand die Milch und Creme Fraiche Mischung direkt dazugegeben und alles zusammen püriert. Vielen Dank für den Blog und die Rezepte."


Curry von Userin nachgekochtLeserin Friederike: "Anbei die Bilder von meinem nach deinem Rezept nachgekochten indischen Curry und Naan. Die Champignons passen übrigens so was von hervorragend dazu, einfach ein wunderbar köstliches Mahl!!! Das hat urlecker geschmeckt und ist ab sofort mein Favorit. Habe es heute für meine Tochter und ihre Familie das erste Mal gemacht und auch sie  sind hellauf begeistert. Danke!!!" 

[Zum Vergrößern auf das Bild klicken]

 

Aloo Masala – Südindisches Kartoffelcurry zuletzt geändert: 30 Dezember 2016 von Ursula

9 Gedanken zu „Aloo Masala – Südindisches Kartoffelcurry

  1. Thea

    Den ganzen Tag überlege ich schon, was ich am Wochenende Seelenwärmendes kochen könnte. Für Koushari ist es mir noch nicht kalt genug, für den orientalischen Kichererbsensalat zu frisch. Also ist dieses Curry doch geradezu ideal. Für die ganz Eiligen (oder auch Bequemen) gibt es übrigens in gut sortierten Bioläden von der Firma Arche sehr gute Ingwer-, Knoblauch- und andere Pasten.
    Nun warten ich noch auf das Naan-Rezept. Erst einmal Danke für dieses hier.

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Marcell, du kannst Kokosmilch statt Milch und Creme fraiche verwenden – am besten kein fettreduziertes oder light-Produkt. Passt wunderbar! Lg

      Antworten
  2. Siegfried Pabst

    Ich hatte noch 2 gekochte Kartoffel übrig und mich daher für dieses Rezept entschieden. Einfach spitze. Leicht zu kochen und schmeckt fantastisch. Ich habe die Nüsse nur etwas zerkleinert da ich diese gerne mit „Biss“ im Curry schmecke. Liebe Grüsse Siggi

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.