Rezept für flaumige, chinesische Baozi mit Hackfleisch-Gemüsefüllung. Authentischer Geschmack mit einfach erhältlichen Zutaten!

Baozi sind chinesische Hefeteigbrötchen mit unterschiedlichen Füllungen, die gedämpft werden. Man bekommt sie pikant (herzhaft) gefüllt, oft mit Fleisch oder Gemüse, aber auch süß, zum Beispiel mit roter Bohnen- oder Lotuspaste.
In vielen Ländern Asiens werden Baozi als Hauptgericht gegessen, jedoch auch als Zwischensnack – dann sind sie meist etwas kleiner. Auch süß gefüllte Frühstücks-Baozi sind weit verbreitet. Ich mag sie alle!

Baozi mit Hackfleischfüllung und Gemüse sind wohl die populärsten. Im Gegensatz zu Dumplings ist der Baozi-Teig schön luftig, da er mit Hefe gemacht wird und die Füllung ist würzig. Teig und Füllung schmecken oft leicht süßlich – wie auch in diesem Rezept.
Die Füllung lässt sich mit gemischtem Faschierten/Hackfleisch zubereiten sowie auch mit pflanzlichem „Faschiertem“, für vegane Baozi. Gemüse wie Frühlingszwiebeln, Pilze, Knoblauch und Ingwer machen die Füllung komplett.
Besonders einfach und unkompliziert lassen sich die gefüllten Teigtaschen in einem Ofen mit Dampfgarfunktion dämpfen. Hier kann man gleich ein großes, gelochtes Blech (auch mehrere Bleche auf einmal) voll mit Baozi in den Ofen schieben und dämpfen. Der Baozi-Party steht somit nichts mehr im Wege!
Dieses Rezept ist in Kooperation mit der Marke Bosch entstanden. Mehr dazu hier.
Rezept chinesische Baozi

Der Teig kann von Hand oder im Standmixer mit Knethaken gemacht werden. Wasser und Zucker in eine große Schüssel geben. Die Trockenhefe gleichmäßig darüberstreuen und 1 Minute stehen lassen. Salz, Öl und etwa die Hälfte des Mehls dazugeben und mit einem Kochlöffel gründlich vermengen.
Das restliche Mehl einrühren und alles zu einem Teig kneten, ca. 7-10 Minuten. Der Teig soll feucht, aber nicht unangenehm klebrig sein – bei Bedarf noch wenig Mehl einrühren.

Den Teig in einer Schüssel zugedeckt bei Raumtemperatur auf das doppelte Volumen gehen lassen, rund 1½ Stunden. In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten.

Für die Füllung die Frühlingszwiebeln putzen. Den weißen Teil und einen Großteil des grünen Stängels fein hacken (insgesamt 180 g).

Die Champignons putzen und klein schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken.

Frühlingszwiebel und Faschiertes in etwas Öl bei mittlerer bis hoher Hitze anbraten, rund 3 Minuten. Knoblauch und Ingwer kurz unterrühren, dann die Champignons dazugeben. Solange bei mittlerer Hitze anbraten, bis die Pilze deutlich an Volumen verloren haben.

Sojasauce, Zucker, Ahornsirup und Essig einrühren und anbraten, bis keine Flüssigkeit mehr in der Pfanne ist. Die Füllung abkühlen lassen.
Nach dem Gehen den Teig in 12 gleiche Stücke teilen und zu Kugeln formen. Die Kugeln abdecken, damit sie nicht austrocknen, während sie nacheinender gefüllt werden. Dazu jede Teigkugel einzeln zu einem runden Teigfladen mit 12 cm Ø mit der Hand auseinanderdrücken oder mit einem Nudelholz ausrollen. Die Ränder sollen nach Möglichkeit etwas dünner sein als die Mitte.



Den Teigfladen in eine Hand nehmen und 2 EL Füllung in die Mitte setzen. Den Rand zur Mitte hochziehen und rundherum falten (siehe Video). Im Gegensatz zum Video habe ich die Öffnung oben verschlossen.

Die Teigtaschen auf kleine Quadrate aus Backpapier setzen und auf einem großen, gelochten Dampfbehälter verteilen.

Bei Raumtemperatur gehen lassen, bis sie deutlich aufgegangen sind, rund 30-45 Minuten.

Baozi dämpfen: Das Blech mit den Baozi mittig in den kalten Ofen schieben und bei 100 °C für 20 Minuten dämpfen (inklusive Vorheizzeit ergibt das bei mir 26 Minuten).

Wer keinen Dampfbackofen oder Dampfgarer hat, kann die Baozi in einem mehrlagigen Bambusdämpfer gehen lassen und dämpfen. Ein großer Topf bzw. eine große Pfanne/Wok mit Siebeinsatz und Deckel kann ebenfalls verwendet werden (in 2 Partien dämpfen).
Für die einfache Dip-Sauce: Sojasauce und Essig verrühren. Den geschälten Ingwer in dünne Stifte schneiden und unterrühren.

Baozi nach dem Dämpfen heiß mit Dip-Sauce servieren (sie schmecken auch kalt super). Sie halten einige Tage im Kühlschrank und schmecken kurz gedämpft (10 Minuten, 100 °C) wie frisch.
Baozi einfrieren
Baozi lassen sich auch sehr gut einfrieren. Die abgekühlten Teigtaschen (samt Backpapier vom Dämpfen) auf einem Schneidebrett/Teller für 2-3 Stunden vorfrieren, dann portionsweise in Gefrierbeutel geben und dicht verschließen. Bei Bedarf die gefrorenen Baozi direkt aus dem Gefrierschrank 20 Minuten dämpfen.
Hast du dieses Rezept ausprobiert? Dann freue ich mich über deinen Kommentar und/oder eine Sterne-Bewertung.
Baozi – gedämpfte chinesische Teigtaschen
Zutaten
Teig:
- 215 g warmes Wasser
- 25 g Zucker (ca. 2 EL)
- 7 g Trockenhefe (ersatzweise ½ Würfel (= 21 g) frische Hefe)
- 6 g Salz (ca. 1 TL)
- 60 g Sonnenblumenöl
- 430 g Weizenmehl (W 700)
Füllung:
- 200 g gemischtes Faschiertes/Hackfleisch (auch veganes Faschiertes funktioniert super)
- 1 kleiner Bund Frühlingszwiebel (180 g gehackt)
- 250 g braune Champignons
- 2 Knoblauchzehen (1 TL gehackt)
- 2 x 3 cm Ingwer (10 g, 1 EL gehackt)
- 3 EL Sojasauce
- 20 g Zucker (ca. 1,5 EL)
- 1 EL Ahornsirup (ersatzweise ½ EL Zucker, vorzugsweise brauner)
- 1,5 EL weißer Balsamicoessig (ersatzweise Weißwein- oder Apfelessig)
- Öl zum Braten
Dip-Sauce:
- 6 EL Sojasauce
- 4 TL weißer Balsamicoessig (ersatzweise Weißweinessig)
- 2 TL Ingwer in dünnen Stiften
Zubereitung
Teig machen und gehen lassen:
- Der Teig kann von Hand oder im Standmixer mit Knethaken gemacht werden. Wasser und Zucker in eine große Schüssel geben. Die Trockenhefe gleichmäßig darüberstreuen und 1 Minute stehen lassen.
- Salz, Öl und etwa die Hälfte des Mehls dazugeben und mit einem Kochlöffel gründlich vermengen. Das restliche Mehl einrühren und alles zu einem Teig kneten, ca. 7-10 Minuten. Der Teig soll feucht, aber nicht unangenehm klebrig sein – bei Bedarf noch wenig Mehl einrühren.
- Den Teig in einer Schüssel zugedeckt bei Raumtemperatur auf das doppelte Volumen gehen lassen, rund 1½ Stunden. In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten.
Füllung zubereiten:
- Die Frühlingszwiebeln putzen. Den weißen Teil und einen Großteil des grünen Stängels fein hacken (insgesamt 180 g).
- Die Champignons putzen und klein schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken.
- Frühlingszwiebel und Faschiertes in etwas Öl bei mittlerer bis hoher Hitze anbraten, rund 3 Minuten. Knoblauch und Ingwer kurz unterrühren, dann die Champignons dazugeben. Solange bei mittlerer Hitze anbraten, bis die Pilze deutlich an Volumen verloren haben.
- Sojasauce, Zucker, Ahornsirup und Essig einrühren und anbraten, bis keine Flüssigkeit mehr in der Pfanne ist. Die Füllung abkühlen lassen.
Teig füllen und gehen lassen:
- Den Teig in 12 gleiche Stücke teilen und zu Kugeln formen. Die Kugeln abdecken, damit sie nicht austrocknen, während sie nacheinender gefüllt werden.
- Dazu jede Teigkugel einzeln zu einem runden Teigfladen mit 12 cm Ø mit der Hand auseinanderdrücken oder mit einem Nudelholz ausrollen. Die Ränder sollen nach Möglichkeit etwas dünner sein als die Mitte.
- Den Teigfladen in eine Hand nehmen und 2 EL Füllung in die Mitte setzen. Den Rand zur Mitte hochziehen und rundherum falten (siehe Video). Die Öffnung oben fest zusammendrücken, sodass die Teigtasche verschlossen ist.
- Die Teigtaschen auf kleine Quadrate aus Backpapier setzen und auf einem großen, gelochten Dampfbehälter verteilen. Bei Raumtemperatur gehen lassen, bis sie deutlich aufgegangen sind, rund 30-45 Minuten.
Baozi dämpfen:
- Das Blech mit den Baozi mittig in den kalten Ofen schieben und bei 100 °C für 20 Minuten dämpfen (inklusive Vorheizzeit ergibt das bei mir 26 Minuten).
- Wer keinen Dampfbackofen oder Dampfgarer hat, kann die Baozi in einem mehrlagigen Bambusdämpfer gehen lassen und dämpfen. Ein großer Topf bzw. eine große Pfanne/Wok mit Siebeinsatz und Deckel kann ebenfalls verwendet werden (in 2 Partien dämpfen).
Dip-Sauce:
- Sojasauce und Essig verrühren. Den geschälten Ingwer in dünne Stifte schneiden und unterrühren.
- Baozi nach dem Dämpfen heiß mit Dip-Sauce servieren (sie schmecken auch kalt super). Sie halten einige Tage im Kühlschrank und schmecken kurz gedämpft (10 Minuten, 100 °C) wie frisch.
Tipps
Dieses Rezept ist in Kooperation mit der Marke Bosch entstanden. Rezeptauswahl, -entwicklung, exzessives Testen und generell der gesamte Inhalt liegt wie bei allen Rezepten auf dem Blog alleine in meiner Hand. Nachdem ich von meinem Bosch-Dampfbackofen der Serie 8 (mit Air Fry-Funktion) so begeistert bin, habe ich bei Bosch diese Kooperation angefragt und freue mich, dass daraus eine Zusammenarbeit entstanden ist. Kooperationsartikel wie dieser beinhalten Werbung durch Produktnennung oder Vorstellung von Gerätefunktionen.







Okay, noch nie davon gehört, muss ich aber unbedingt einmal ausprobieren. Danke vielmals für das feine Rezept.
Liebe Grüße, Anita
Liebe Anita,
ja unbedingt ausprobieren – die schmecken dir bestimmt. Ich hab noch niemanden getroffen, der sie nicht mag ;-)
LG, Ursula
Ich bin jedes Jahr beruflich mehrmals in China, der längste Aufenthalt waren zehn Wochen. Vor zwei Wochen bin ich aus Xuzhou zurückgekommen. Baozi esse ich sehr gerne zum Frühstück und werde das Rezept ausprobieren.
Lieber Gernot,
dann kennst du dich ja bestens aus :) Ich kann sie nur empfehlen!! Lass mich wissen, wie sie dir schmecken.
LG, Ursula
Liebe Ursula!
Die Baozi nach deinem Rezept sind der Hammer, vielen lieben Dank für das Rezept!
Wir haben sie in den Weihnachtsferien ausprobiert und waren total begeistert. Die wird es bei uns öfters geben, genau wie deine Nussschnecken!
Freue mich schon auf das nächste Rezept!
Liebe Karin,
Oh, das freut mich wirklich sehr!! Die Baozi sind wahrscheinlich mein liebstes 2024er Rezept. Ich hab sie ja so oft gemacht, immer gleich mehr, damit ich welche im Tiefkühler bereit habe :) Danke dir für deinen Kommentar, nächstes Rezept kommt bald…
LG, Ursula
Hallöchen, ich habe das Rezept gefunden und werde sie am Wochenende vermutlich mal ausprobieren.
Ich würde am nächsten Tag welche davon mit auf Arbeit nehmen, habe jedoch nicht die Möglichkeit sie nochmal zu dämpfen. Schmecken sie kalt dennoch?
Liebe Grüße
Hallo Angelina,
Freut mich, dass du die Baozi ausprobieren willst. Das ist das Gericht, das ich das ganze letzte Jahr über am häufigsten im Dampfgarer gemacht habe.
Direkt aus dem Kühlschrank wird der Teig etwas fester sein, daher würde ich sie doch 1 Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen, dann sollte es passen. Was ich oft machen wenn es schnell gehen soll: Einfach ein bisschen Wasser auf die Baozi träufeln und in der Mikrowelle aufwärmen. Damit werden sie wieder weich und warm. Am allerliebsten mag ich sie allerdings nochmal kurz im Dampfgarer/Dämpfer gedämpft, dann schmecken sie wie frisch gemacht. Aber ich verstehe, dass das in der Arbeit natürlich nicht drin ist. Wie gesagt, ich würde sie wahrscheinlich kurz in der Mikrowelle aufwärmen.
LG, Ursula
Danke für das Rezept. Ich habe es gewählt, da ich das vorgaren des Hacks irgendwie beruhigend finde. Weil es hier kein ungewürztes Schweinehack in kleinen Mengen gibt, habe ich kurzerhand selbst den Fleischwolf angeschmissen und einfach die Frühlingszwiebeln und die Champignons mit durchgelassen. Für ganz Faule geht sicher auch noch der Knoblauch und Ingwer mit. Halte ich bei Gyoza auch so. Hat hervorragend geklappt.
Geschmacklich passt das für mich auch gut und die Mengen haben ein rundes Verhältnis von Teig zu Füllung ergeben.
Als Pizzanerd wiege ich den Teig genau ab, was zu sehr gleichmäßigen Größen führt und IMO nur wenig mehr Zeitaufwand bedeutet.
Die Baozi gibt es bestimmt wieder, wobei ich in das nächste Mal vielleicht etwas kleinere Teigtaschen mache. Bei 12 von dieser Menge werden das schon ganz schöne Ballerdinger ^_^°
Lieber Jan,
Das mit dem Fleischwolf ist eine super Idee, überhaupt bei größeren Mengen. Und ja, es sind von der Größe her wirlich „Hauptspeisen“ Baozi ;-) Ich mache bestimmt bald wieder mal welche für den Blog (sie wurden sofort zu einem meiner Lieblingsrezepte), dann als Snackvariante. Du kannst statt 12 auch 20 kleinere machen. Danke fürs Rezept probieren und Kommentar hinterlassen!
LG, Ursula