Dieser traditionelle Apfelstrudel ist mit Äpfeln, Rosinen, Walnüssen, Butterbröseln und Zimt-Zucker gefüllt. Der selbst gemachte Strudelteig benötigt nur ein paar Zutaten und lässt sich hauchdünn ausziehen.
900gbis 1 kg leicht säuerliche Äpfel (ca. 6 Äpfel)
Saft einer halben Zitrone (ca. 1 EL)
4ELRosinen (50 g)
3ELRum oder lauwarmes Wasser (zum Einweichen der Rosinen, falls trockene Rosinen)(optional)
60gZucker*
3/4TLZimt
25ggehackte Walnüsse (ca. 4 leicht gehäufte EL), am besten kurz in einer Pfanne ohne Öl angeröstet
Außerdem:
2ELzerlassene Butter (ca. 20 g) zum Bestreichen
Strudeltuch oder Tischtuch
Staubzucker zum Bestäuben
Schlagobers zum Servieren (optional)
Zubereitung
Zuerst den Strudelteig zubereiten, denn dieser benötigt eine Stunde zum Rasten. Er kann auch bis zu zwei Tage im Voraus gemacht werden.
Für die Butterbröseln:
Butter in einer Pfanne schmelzen, Bröseln zugeben und goldgelb anrösten. Die Pfanne vom Herd nehmen. Vorsicht, die Bröseln können durch die Restwärme der Pfanne noch nachdunkeln – daher am besten in eine Schüssel umfüllen.
Für die Apfelfüllung:
Zucker und Zimt gleichmäßig vermengen. Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Öl kurz anrösten.
Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in feine Scheiben schneiden. Die Äpfel zwischendurch mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.
Rosinen in Rum oder lauwarmen Wasser rund 10 Minuten einweichen. Das macht sie weicher und gibt ihnen eine leichte Rum-Note. Dieser Schritt kann entfallen, wenn die Rosinen ohnehin saftig sind.
Strudelteig ausziehen:
Tipp: Zuerst unbedingt die Füllung vorbereiten, da der ausgezogene Strudelteig rasch verarbeitet werden soll (sonst klebt er am Tuch an).
Den Teig nach dem Rasten mit einem Nudelholz auf einer leicht bemehlte Arbeitsfläche Backblechgroß ausrollen, dabei den Teig immer wieder leicht bemehlen und wenden, wenn notwendig. Er sollte weder am Nudelholz noch an der Arbeitsfläche kleben.
Strudeltuch/Tischtuch auf einem großen Tisch (oder großen Arbeitsfläche) vorbereiten. Spitze Ringe ablegen. Beide Handrücken unter den Teig schieben und den Teig von innen nach außen dehnen. Wenn der Teig sehr dünn und groß wird, auf das Tischtuch legen und weiter ausziehen. Der Teig sollte rechteckig ausgezogen werden, Papier-dünn und transparent sein. Die kurze Seite sollte so lange wie das Backblech sein (plus einige Zentimeter Überhang dazugeben, da die Ränder später eingeschlagen werden).
Sollten noch dicke Ränder vorhanden sein, diese wegschneiden, da sie ansonsten im zusammengerollten Strudel zu „flüssigem“ Teig werden.
Strudel füllen:
Eine Hälfte des Strudels mit der Hälfte der zerlassenen Butter bestreichen, den Rest der Butter zum Bestreichen des fertigen Strudels aufheben. Die ungebutterte Teighälfte gleichmäßig mit Butter-Bröseln bestreuen, mit Apfelscheiben, Walnüssen und abgetropften Rosinen belegen. Anschließend die Zimt-Zucker Mischung gleichmäßig darüber streuen. Beim Belegen des Strudels einige Zentimeter von den Seitenrändern frei halten.
Die Seitenränder einige Zentimeter über die Füllung schlagen und den Strudel mithilfe des Tuchs aufrollen. Bei der mit Äpfeln belegten Seite beginnen.
Den fertig gerollten Strudel mit der Naht nach unten auf ein Backpapier rollen und anschließend mithilfe des Backpapiers auf das Backblech transferieren.
Strudel backen:
Den Strudel mit der restlichen zerlassenen Butter bestreichen und im vorgeheizten Backofen bei 190 °C Ober- und Unterhitze (175 °C Umluft) für rund 30-40 Minuten backen.
Den Strudel 10 Minuten auskühlen lassen, in Stücke schneiden und mit Staubzucker bestäuben. Mit geschlagenem Obers (optional) servieren. Der Strudelteig ist direkt aus dem Ofen knusprig und wird mit der Zeit durch die Apfelfüllung weich.
Tipps
* Die Zutaten reichen für einen Strudel in Backblech-Länge (für ca. 8 Personen). Wer einen größeren Strudel zubereiten möchte, belässt die Teigmenge gleich und erhöht nur die Menge der Füllung. Dafür den Strudelteig quadratisch mit der gewünschten Seitenlänge ausziehen und entweder einen großen Strudel in Hufeisen-Form (passt auf ein Backblech) backen oder zwei einzelne Strudeln zubereiten (den Teig nach dem Ausziehen mit einem Messer halbieren).** Die Zuckermenge hängt davon ab, wie säuerlich die Äpfel sind und ist hier relativ gering gewählt. Wer die Rosinen weglässt (die zusätzlich süßen) oder Apfelstrudel generell lieber etwas süßer mag, erhöht den Zuckeranteil.