Ein einfaches Rezept für hauchdünn gezogenen Strudelteig für süße oder herzhafte Füllungen. Mit ganz genauen Mengenangaben für ein perfektes Ergebnis. Dieser Teig passt für Apfelstrudel, Topfenstrudel, Gemüsestrudel und vieles mehr.
145gWeizenmehl, glatt (am besten W 700 bzw. Type 550 in D)**
Außerdem:
Mehl (zum Arbeiten)
1TLÖl zum Bestreichen des Teiges
Zerlassene Butter zum Bestreichen des Strudels
Zubereitung
Strudelteig zubereiten:
Wasser, Öl, Zitronensaft und Salz in einer großen Rührschüssel vermengen. Rund die Hälfte des Mehls zugeben und mit einem Löffel 1 Minute kräftig rühren. Das restliche Mehl zugeben (zuvor 1 EL beiseite geben) und einarbeiten, zuerst mit dem Löffel, später mit den Händen.
Sobald die Teigbestandteile zu einer glatten Kugel geknetet sind, auf die Arbeitsfläche geben und 10 Minuten kräftig kneten. Gründliches Kneten ist wichtig, da hierbei Gluten entwickelt wird. Den Teig dabei hin und wieder auf die Arbeitsfläche schlagen. Der Teig sollte feucht, aber nicht klebrig sein. Bei Bedarf noch den restlichen EL Mehl einarbeiten.
Den Teig zu einer glatten Kugel formen, eine Keramik-, Glas- oder Porzellanschüssel mit heißem Wasser ausspülen, gründlich abtrocken und 1 TL Öl zugeben. Mit den Fingern in der Schüssel verteilen, dann die Teigkugel darin drehen, sodass sie rundum mit einer dünnen Ölschicht bedeckt ist und mit einem dichten Deckel oder mit Frischhaltefolie zudecken. Den Teig 1 Stunde bei Zimmertemperatur rasten lassen. Der Teig hat es gerne warm. (Der Teig kann auch im Voraus zubereitet werden und hält sich 2 Tage im Kühlschrank. Vor der Verarbeitung auf Zimmertemperatur bringen.)
Strudelteig ausziehen:
Den Teig nach dem Rasten mit einem Nudelholz auf einer leicht bemehlte Arbeitsfläche rund Backblechgroß oder etwas größer ausrollen, dabei den Teig immer wieder leicht bemehlen und wenden. Er sollte weder am Nudelholz noch an der Arbeitsfläche kleben.
Strudeltuch/Tischtuch vorbereiten (am besten auf einem großen Tisch), dieses ganz leicht bemehlen. Spitze Ringe ablegen. Beide Handrücken unter den Teig schieben und den Teig von innen nach außen dehnen und dabei drehen. Wenn der Teig sehr dünn und groß wird, auf das Tischtuch legen und weiter ausziehen. Das funktioniert am besten, wenn zwei Leute an gegenüberliegenden Seiten arbeiten, da der Teig bzw. das Tischtuch nicht so leicht wegrutscht, ich mache diesen Schritt aber auch oft alleine. Der Teig sollte rechteckig ausgezogen werden, Papier-dünn und transparent sein. Die kurze Teigseite sollte Backblechlänge plus einige Zentimeter Überhang haben.
Sollten noch dicke Ränder vorhanden sein, diese wegschneiden, da sie ansonsten im zusammengerollten Strudel zu zähflüssigem Teig werden. Sind die Ränder dünn, braucht man sie nicht wegschneiden.
Strudelteig füllen und backen:
Den dünn ausgezogenen Strudel nach Belieben süß oder pikant (herzhaft) belegen, seitliche Ränder einschlagen und mithilfe des Tischtuchs zu einem Strudel rollen.
Den Strudel mit zerlassener Butter bestreichen und im vorgeheizten Backofen bei 190 °C Ober- und Unterhitze (175 °C Umluft) je nach Füllung für rund 30 Minuten backen.
Tipps
Menge/Portionen: Die Zutaten reichen für einen Strudel in Backblech-Länge (für ca. 8 Personen). Wer einen größeren Strudel zubereiten möchte, belässt die Teigmenge gleich und erhöht nur die Menge der Füllung. Dafür den Strudelteig quadratisch mit der gewünschten Seitenlänge ausziehen und entweder einen großen Strudel in Hufeisen-Form (passt auf ein Backblech) backen oder zwei einzelne Strudeln zubereiten (den Teig nach dem Ausziehen mit einem Messer halbieren).Mehl: Der Teig wird umso elastischer, je höher der Proteinanteil (Gluten) ist. Ich empfehle daher W 700 für Österreich und Type 550 für Deutschland. Das Rezept funktioniert aber auch mit W 480 bzw. Type 405. Das Mehl soll fein ausgemahlen sein (glatt).