Zwiebel putzen, längs halbieren und in feine Ringe schneiden. Gurke gründlich waschen und in ca. 4 mm dünne Scheiben schneiden.
Senf- und Korianderkörner nacheinander im Mörser oder mit einem Löffel sehr leicht andrücken (nicht zerdrücken). Sollten die Senfkörner zu hart sein, reicht es auch nur die Koriandersamen leicht anzudrücken.
Koriander, Senf, Essig, Wasser, Salz, Zucker, Zimt, Nelken und Kurkuma in einem mittelgroßen Topf aufkochen, Zwiebeln zugeben und rund 5 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. --> Sollen die Gurken mindestens einige Monate bis 1 Jahr haltbar sein, siehe Zubereitungsweise im Tipp unten.
Den Topf vom Herd nehmen und die Gurkenscheiben zugeben. Zu Beginn werden nicht alle Gurkenscheiben von der Flüssigkeit bedeckt sein. Mit der Zeit werden die Gurken weicher und verlieren etwas Wasser, spätestens nach einer halben Stunde sollten alle Gurken vom Sud bedeckt sein. Bis dahin ab und zu vorsichtig umrühren.
Den Topf zugedeckt 3 Stunden bei Zimmertemperatur abkühlen lassen. Die Gurken sind danach ausreichend mariniert und essfertig. Am besten schmecken sie, wenn sie über Nacht im Kühlschrank ziehen durften. Ich entferne die Zimtstange nach den ersten 3 Stunden ziehen lassen bei Raumtemperatur, die restlichen Gewürze bleiben im Sud. Vor allem Senf- und Koriandersamen schmecken großartig (Piment, Nelken und Wacholderbeeren nicht essen).
Zur weiteren Aufbewahrung die Gurken in ein Schraubglas/Einmachglas umfüllen und im Kühlschrank lagern. So halten sie einige Wochen, oft sogar Monate (für eine noch längere Haltbarkeit siehe Tipp).
Tipps
Gurke: In den USA, wo ich dieses Rezept entwickelt habe, wiegen die Salatgurken offenbar mehr ;-) In Österreich haben sie ein Gewicht von ca. 400 g - daher einfach je nach Gewicht 1-2 Gurken verwenden um auf ca. 600 g zu kommen. Auch kleinere Einlegegurken, Midi- oder Minigurken (Snackgurken) eignen sich hervorragend. Nur Gurken mit sehr vielen Kernen (oft aus dem eigenen Garten) halte ich nicht für ideal.Zucker reduzieren: Im Originalrezept von 2015 habe ich 180 g Zucker verwendet (150 g weißen und 30 g braunen). Update 11.09.2020: Ich verwende mittlerweile für leicht süße Gurken 130 g Zucker. Die Menge lässt sich aber noch weiter - auf 100 g - reduzieren.Sud mehrmals verwenden? Ich werde häufig gefragt, ob man den Sud erneut verwenden kann, wenn die Gurken aufgegessen sind. Ja, das kann man. Dafür einfach neue Gurken ins Glas füllen (nicht zu voll machen). Mindestens einige Tage im Kühlschrank ziehen lassen, da sie weniger intensiv sind, ev. noch etwas Essig dazugeben. Binnen 2 Wochen aufessen, da sich der Sud stark verwässert und die Gurken nicht mehr lange haltbar sind (sie werden matschig). Mir persönlich schmecken diese Gurken aber zu wenig intensiv und da sie nicht lange halten, verwende ich den Sud nur ein Mal. (Update 11.09.2020)Längere Haltbarkeit: Für eine längere Haltbarkeit bereite ich die Pickles wie folgt zu: Den Sud 1 Min. köcheln lassen, Gurken- und Zwiebelscheiben zugeben und alles aufkochen. Zimtstange (und wenn auffindbar die Nelken) entfernen. Das Gemüse in 3 Gläser (je 300 ml) verteilen, mit Sud auffüllen und verschließen. Kühl gelagert halten sie sich einige Monate. Sollen sie bis zu 1 Jahr halten, die frisch befüllten, heißen Gläser vorsichtig auf den Siebeinsatz eines großen Topfs, der mit heißem Wasser gefüllt ist, stellen. Die Gläser sollen zu rund 3/4 im Wasser stehen. Topfdeckel auflegen und 15 Minuten einkochen. Die Einkochzeit beginnt mit Kochen des Wassers. Die Gläser nach der Einkochzeit vorsichtig aus dem Topf entfernen – am leichtesten geht das mit einem Glasheber – und abkühlen lassen. (Update 04.08.2022)