Rezept für schwedische Lussekatter, die traditionell für das Luciafest am 13. Dezember gebacken werden. Der luftige Hefeteig wird durch Safran leuchtend golden – ein Lichtblick an den dunklen Wintertagen.
Rund die Hälfte der Milch auf dem Herd oder in der Mikrowelle erhitzen bis sie heiß ist (nicht kochen).
Ein paar EL davon in eine kleine Schüssel oder Tasse geben und auf 38 °C abkühlen lassen, dann in diese den Germ einrühren, bis er sich aufgelöst hat.
Die restliche heiße Milch ist zum Einlegen des Safrans. Die Safranfäden am besten in einem Mörser zu Pulver mahlen oder wer keinen Mörser hat, zwischen den Fingern so fein wie möglich zerbröseln. Safranpulver und heiße Milch in einer Tasse oder Schüssel (kein Plastik, das verfärbt sich) einrühren und mindestens 15 Minuten stehen lassen, gelegentlich umrühren.
Die Butter schmelzen und in eine große Rührschüssel geben. Die zweite, kalte, Hälfte der Milch zugeben (bei Bedarf noch etwas erhitzen) - die Mischung soll lauwarm sein.
Zur lauwarmen Milch-Butter-Mischung, Eigelb und die Germ-Milch geben. Die Safran-Milch (2 EL zum Bestreichen beiseite geben) ebenfalls dazugeben. Sollte der Safran eher grob zermahlen sein, durch ein Sieb zu den restlichen Zutaten gießen.
Zucker und Salz einrühren. Mehl zugeben und zuerst in der Rührschüssel, dann auf der Arbeitsfläche in 5-10 Minuten zu einem weichen und relativ feuchten Teig kneten.
Den Teig rund 1,5 Stunden zugedeckt bei Zimmertemperatur auf das doppelte Volumen gehen lassen. (Oder in einer Schüssel mit dichtem Deckel über Nacht im Kühlschrank.)
Lussekatter formen:
Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche länglich rollen und in 10 gleiche Stücke teilen. Jedes Teigstück auf einer unbemehlten Fläche auf 35 bis 40 cm Länge rollen. Dies gelingt am besten, wenn der Teig relativ feucht ist – so lassen sich Risse vermeiden. Wenn der Teig zu trocken ist, lässt er sich nur sehr schwer auf diese Länge ausrollen. Sollte der Teig eher zu trocken sein, kann man mit ganz wenig Wasser die Arbeitsfläche befeuchten bzw. reichen oft schon feuchte Hände.
Wenn der Teig ausgerollt ist, kurz auf einer leicht bemehlten Fläche rollen, sodass der Teig nicht mehr klebrig ist. Sonst klebt er beim zweiten Mal gehen lassen am Geschirrtuch an.
Die leicht bemehlten Teigstränge von den Enden zur Mitte hin zu einem umgedrehten S einrollen. Während ein Teigstück bearbeitet wird, die restlichen Teigstücke zudecken, damit sie nicht austrocknen.
Gebäck gehen lassen und backen:
Die fertig eingerollten Lussebullar auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit einem Geschirrtuch zudecken. Nochmal rund ½ bis 1 Stunde bei warmer Raumtemperatur (hängt von der Temperatur ab) gehen lassen, bis sie deutlich aufgegangen sind.
Rosinen in die Spiralen der Lussebullar stecken und mit der restlichen Safranmilch bepinseln – dadurch bekommen sie eine noch leuchtendere Farbe. Ansonsten tut es auch Eiklar, ein verquirltes Ei oder Milch (nicht so glänzend).
Rund 11-15 Minuten im auf 190 °C Ober- und Unterhitze vorgeheizten Ofen backen bis das Gebäck goldgelb ist. Auf einem Rost auskühlen lassen und mit Tee oder Kaffee genießen.