Tom Kha – Kokossuppe

18. Mai 2014
FacebookTwitterGoogle+Pinterest

Rezept Tom Kha

Das Um und Auf in dieser thailändischen Kokossuppe ist die Zutat „Kha“, übersetzt mit Galgant oder Thai-Ingwer. Mit der üblichen Ingwerwurzel hat Galgant geschmacklich nichts gemeinsam, schmeckt er doch eher kiefernharzartig – daher bitte nicht mit Ingwer ersetzen.

Galgant, Galangawurzel

Kha, auch als Galgant, Galgangawurzel oder Thai-Ingwer bekannt. Links: Kaffirlimetten-Blätter.

Meist findet man die Kokossuppe mit Zitrusgeschmack auf thailändischen Speisekarten in Form von Tom Kha Gai, also mit Hühnchen. Auch mit Tofu oder nur mit Pilzen schmeckt sie ausgezeichnet.

Das folgende Rezept stammt von einer meiner thailändischen Kochlehrerinnen, Nam. Ich habe bereits einige Kochkurse in Thailand besucht, doch dieses Rezept hier fand ich auf Anhieb perfekt.

Viele der Zutaten in einer Tom Kha sind nur Geschmacksträger und werden nicht gegessen, da sie hart und unkaubar sind – etwa grob geschnittenes Zitronengras, dick geschnittene Galgant-Scheiben oder Limettenblätter. Fein geschnitten, wie in diesem Rezept, sind sie gut zum Essen geeignet, das war meiner Kochlehrerin ganz wichtig. Lediglich die grob gerissenen Limettenblätter – und wer es nicht gerne feurig hat die Chilis – sollten während des Essens entfernt werden.

Tom Kha – Kokossuppe

Ergibt 2 Portionen

Tom Kha – Kokossuppe

Zutaten

  • 1 Stängel Zitronengras
  • 1-3 kleine scharfe Chilis (zB Bird Eye, je nach gewünschter Schärfe)
  • 2 Kaffirlimetten-Blätter
  • 1 Stück Galgant-Wurzel (3x5 cm)
  • 1 Schalotte
  • ½ Tomate oder 4 Cherrytomaten
  • 4 Stroh-Pilze (ersatzweise Champignons oder 2-3 Austernpilze)
  • 400 ml Kokosmilch
  • 100 ml Wasser
  • 100 Gramm Hühnerbrust oder Tofu
  • 1 EL Fischsauce (ersatzweise 1 TL helle Sojasauce oder ¼ TL Salz)
  • ¼ TL Salz
  • ¾ EL Limettensaft
  • Einige Korianderblätter (optional) und Limettenviertel zum Garnieren

Zubereitung

  1. Den holzigen Strunk des Zitronengrases entfernen und rund 7 cm des Stängels in sehr feine Ringe schneiden (bis die lila Farbe im Stängel verschwindet). Den Rest des Stängels mit der flachen Seite eines Messers fest andrücken und die einzelnen Fäden zusammenknoten oder mit Küchengarn zusammenbinden – so lassen sich die Zitronengras-Fäden am Ende der Kochzeit leichter entfernen. Die Chilis ebenso andrücken.
  2. Von den Limettenblättern die Mittelrippen entfernen, 1 Blatt in Vierteln reißen und das andere in sehr feine Streifen schneiden. Galgant säubern und 15 hauchdünne Scheiben abschneiden.
  3. Die Schalotte achteln und eine halbe Tomate in mundgerechte Stücke schneiden oder Cherrytomaten halbieren. Pilze vierteln (Austernpilze in esslöffelgroße Stücke schneiden).
  4. Kokosmilch mit dem Wasser in einem Topf erhitzen. Zitronengras (Ringe und geknoteten Stängel), Galgant, die Limettenblätter (Vierteln und Streifen), Schalotte und Chilis in die heiße Kokosmilch geben und kurz kochen lassen.
  5. Huhn dazugeben und solange kochen, bis es durch ist bzw. Tofu dazugeben. Tomaten und Pilze mitkochen, bis sie weich sind.
  6. Das zusammengeknotete Zitronengras aus dem Topf entfernen und die Suppe mit Fischsauce und Salz würzen. Den Herd abschalten und Limettensaft zugeben. In Schüsseln mit einigen Korianderblättern garniert und einem Limettenviertel servieren. Dazu passt Reis.

Tipp

In Thailand sind viele der Zutaten in einer Tom Kha nur Geschmacksträger und werden nicht gegessen, da sie hart und unkaubar sind – etwa grob geschnittenes Zitronengras, dick geschnittene Galgant-Scheiben oder Limettenblätter. Fein geschnitten, wie in diesem Rezept, sind sie gut zum Essen geeignet. Lediglich die grob gerissenen Limettenblätter – und wer es nicht gerne feurig hat die Chilis - sollten während des Essens entfernt werden.

http://www.tasteoftravel.at/tom-kha/

[yasr_visitor_votes size=“small“]

Hast du dieses Gericht nachgekocht? Hier könnte dein Ergebnis gezeigt werden. 
Schicke dazu einfach ein Bild an ursula@tasteoftravel.at
Tom Kha – Kokossuppe zuletzt geändert: 15 November 2015 von Ursula

8 Gedanken zu „Tom Kha – Kokossuppe

  1. andreas nestler

    wow! in der zeit online den artikel gelesen – und hier gelandet ! tolle rezepte – wunderschöne fotos….

    Antworten
  2. Tabi

    Lecker,ein super Rezepte.ich habe es ohne Huhn und auch ohne Tofu gekocht ,also nur Gemüse ( Tomaten !Bambus, Pilze ,karotten) ,außerdem habe ich für 4 Personen gekocht und habe alle Zutaten verdoppelt, außer kokosmilch ( hab nicht mehr gehabt) war trotzdem sehr gut im Geschmack .
    Danke für das tolle Rezept .als nächstes probiere ich Pad Thai .

    Antworten
  3. Christian

    Hallo Ursula,

    habe gestern dein Tom Kha (Gai) nachgekocht, es war etwas vom besten was ich je gegessen habe!!!
    Vielen Dank für dein Rezept und deine Mühe!
    Christian

    Antworten
  4. Alex

    Hey Ursula,

    will heute dein Rezept nachkochen, habe den Galgant aber leider nur gemahlen bekommen.
    Hast du einen Tipp wieviel ich nehmen soll?
    Und zum zweiten war ich gerade in Thailand und habe einige Tom kha’s probiert, welche immer etwas anders zubereitet waren . Teulweise noch nit kurkuma und ingwer . Meinst du ich kann auch noch zusätzlich Ingwer mit verwenden?

    Gruß, Alex

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Alex, Schön dass du Tom Kha probieren möchtest. Ehrlich gesagt wurden die Tom Kha’s in den Kochkursen, die ich in Thailand gemacht habe immer sehr ähnlich zubereitet. Immer mit frischen Galangat. Kurkuma (ich nehme an, du meinst die frische Wurzel und nicht das Pulver) und den bei uns gängigen Ingwer (chinesischen) hab ich nie gesehen. Ich würde es an deiner Stelle einfach einmal mit dem getrockneten, gemahlenem Galangat probieren. Von der Menge her kann ich leider keine Tipps geben, da ich es selbst noch nie mit dem Pulver probiert habe. Du kannst ja mal wenig (1 gestr. TL) zugeben und dann gegebenenfalls während des Kochens erhöhen. Der chinesische Ingwer schmeckt ganz anders als Galangat – es kommt daher darauf an, ob du eine Tom Kha zubereiten möchtest, die jene wie in Thailand schmeckt. Falls nicht, warum nicht? Probier es aus! Lg, Ursula

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.