Burmesischer Tomatensalat

15. Juli 2014
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Burmesischer Tomatensalat

Burma hat kulinarisch viel zu bieten – vor allem die Garküchen entlang den Straßen sind wahre Fundgruben für außergewöhnliche Snacks und Neuentdeckungen. Was mich am meisten überraschte und zugleich beeindruckte, war die Diversität an Salaten, die nahezu überall erhältlich sind. Der Begriff Salat ist in Burma breit gefächert, findet man doch Salate aus Teeblättern, Tofu, Reis, Ingwer, Nudeln oder grünen Papayas. Der Tomatensalat nach burmesischer Art (dort heißt er Kayin Chin Thii Thoke oder so ähnlich) hat es mir besonders angetan und mich wahrscheinlich um die Verkostung so manch anderer Delikatesse gebracht (ich gebe es zu, ich wollte ab einem gewissen Punkt nur mehr diesen Salat essen. Zum Glück hat eine vernünftige Stimme auf mich eingeredet …)

Wieder zu Hause angekommen, wollte ich unbedingt diesen Salat nachkochen. Nachdem dieser in Burma allgegenwärtig ist, rechnete ich mit einer unkomplizierten Rezeptsuche. Umso erstaunter war ich, als ich auch nach lange Internetrecherche kein wirklich überzeugendes Rezept für burmesischen Tomatensalat fand. Was ich stattdessen fand war das gleiche Rezept, von einer Seite auf die nächste kopiert. Zum Glück hatte ich mir während meiner Reise Notizen über die Zutaten gemacht. Fischsauce im Salatdressing hatte ich mir nicht notiert, eine Zutat, die in einem Großteil der online gefundenen Rezepte vorkommt – und folglich für mich uninteressant macht. Nach mehreren Experimenten bin ich zu folgendem Rezept gekommen, das ziemlich nahe an das Original herankommt.

Burmesischer Tomatensalat

Ergibt 3 Portionen

Burmesischer Tomatensalat

Zutaten

  • 6 große Rispentomaten oder 20-25 Cocktailtomaten
  • 1 Schalotte oder ½ gelbe Zwiebel (50 g)
  • 1 EL weiße Sesamsamen
  • 3 EL geröstete, ungesalzene Erdnüsse
  • 2 EL Sesamöl
  • 1 EL Limettensaft
  • ¼ bis ½ TL Salz
  • Knoblauch nach Belieben

    EL/TL sind immer gestrichen, siehe verwendete Maßeinheiten

Zubereitung

  1. Tomaten waschen und den Stielansatz entfernen. Tomaten halbieren und in Scheiben schneiden bzw. Cocktailtomaten je nach Größe halbieren oder in dicke Scheiben schneiden.
  2. Schalotte längs halbieren und fein ringelig schneiden. Wem rohe Zwiebeln zu scharf sind, kann sie nach dem Schneiden einige Minuten in kaltes Wasser einlegen.
  3. Sesamsamen in einem schweren Topf oder einer Pfanne ohne Zugabe von Öl erhitzen und, sobald sie Farbe annehmen und zu duften beginnen, aus dem Topf geben.
  4. Erdnüsse in einem Mörser grob zerstoßen, einige Nüsse im Ganzen lassen.
  5. Für das Dressing Sesamöl, Limettensaft und ¼ TL Salz verrühren (wem der Salat zu wenig salzig ist, der kann noch ein wenig nachsalzen).
  6. Tomaten und Schalotten auf einem Teller auflegen, mit dem Dressing beträufeln und mit Sesam sowie Erdnüssen bestreuen. Nach Belieben zusätzlich Knoblauch in feinen Scheiben zugeben.
  7. Wer den Salat nicht auf einem Teller, sondern einer Schüssel anrichtet, mischt am besten alle Zutaten und bestreut den Salat mit etwas gerösteten Sesamsamen und Erdnüssen.
  8. Zum Salat wird Reis gereicht, er passt aber auch hervorragend als Grill-Beilage.
http://www.tasteoftravel.at/burmesischer-tomatensalat/

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Schicke dazu einfach ein Bild an ursula@tasteoftravel.at
Burmesischer Tomatensalat zuletzt geändert: 15 November 2015 von Ursula

2 Gedanken zu „Burmesischer Tomatensalat

  1. tobi H

    Hallo Ursula,
    Ich war diesen Winter für einen Monat in Myanmar unterwegs. Genau wie dir geht mir der Tomaten Salat nicht mehr aus dem Kopf. Nach den Leuten und der Landschaft wahrlich der dritte Platz meiner liebsten Reise Erfahrungen. Auf der Suche nach Rezepten stieß ich auf Kichererbsen – Mehl als Bestandteile des Salates.
    Ich weis das irgendeine Bohne oder Erbse geröstet und zermahlen in vielen Tomatensalaten benutzt wurde.
    Wenn du genaueres weist melde dich doch bitte :)
    alles liebe schönen gruS T.H

    Antworten
    1. Ursula Artikelautor

      Hallo Tobi! Ja, dieser Salat ist einfach nur köstlich!! Auf Kichererbsen-Mehl bin ich auf meiner Suche noch nicht gestoßen. Falls ich noch etwas in diese Richtung erfahre, melde ich mich. Danke für den Hinweis, Ursula

      Antworten

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